Centralstation: Der Kreis schließt sich         haeuschen.gif (82 Byte)   Zurück zur Homepage  AG00108_.gif (1629 Byte)
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Festveranstaltung zum Thema "110 Jahre Stromversorgung in Darmstadt"
(ref.) "110 Jahre Stromversorgung in Darmstadt" hieß das Thema einer Festveranstaltung im großen Saal der Industrie- und Handelskammer. Dazu hatte der Technisch Wissenschaftliche Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), sowie die HEAG Versorgungs-AG eingeladen.
Der Vorsitzende des VDE-Bezirksvereins Frankfurt, Christian Lamprecht, hob die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen VDE und seinem kooperativen Mitglied Heag hervor. Anschließend ging Heag-Vorstandsvorsitzender Horst Blechschmidt auf die veränderten Rahmenbedingungen ein, denen sich die Elektrizitätsbranche in ganz Europa stellen müsse. Die Binnemarkttrichtlinie von 1997 sei in Deutschland im neuen Energiewirtschaftsgestz umgestzt worden. Dieses Gesetz sehe die Öffnung der Märkte vor, was seit einem Jahr einen Wettbewerb bis zum Tarifkunden nach sich ziehe. Blechschmidt verdeutlichte, daß durch weitere Vorgaben wie den Wegfall der Gebietsmonopole eine Situation entstünde, in der nur flexible Unternehmen überleben könnten. Auf diese Entwicklung habe man sich in seinem Unternehmen eingestellt, so Blechschmidt.
Die vorausschauende Unternehmensausrichtung der Heag belegte der Vorstandsvorsitzende unter anderem mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder, wie einer Entsorgungs- (EAG) und einer Telekommunikationstochter (Heag Media Net). Auch Blechschmidt ging auf die Zusammenarbeit mit dem VDE ein "Daraus ergibt sich mittelfristig eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Ergebnisses." Darüberhinaus beklagte er einen Ingenieurmangel in der Elektrotechnik. Eine Förderung des Ingenieurnachwuchses ist notwendig. Auch in Zukunft wir die Heag Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern haben."
Abschließend führte Dr. Peter Engels vom Stadtarchiv in einem Diavortrag unterhaltsam durch die Historie der Darmstädter Stromversorgung mit der Inbetriebnahme des ersten Elektrizitätswerkes, der Centralstation, am 15. August 1888 bis zur heutigen Entwicklung dar. Beigeordneter Ludwig Riedlinger, Erasmus Kittler, Professor für Elektrotechnik an der Technischen Hochschulte, und Professor Wilhelm Strahringer, Direktor der Heag nach dem Kriege, waren die Namen, die Marksteine in der Elektrizitätsgeschichte der Stadt bedeuteten.
Engels schildert auch Wissenswertes über die Historie der Stadtbeleuchtung und des strombetriebenen öffentlichen Personenverkehrs. auch noch heute könne man in der Stadt Bauwerke aus der Vergangenheit der Heag betrachten, erinnerte Engels: die denkmalsgeschützte ehemalige Umspannstation am Dornheimer Weg beispielsweise, die als Bürgerzentrum hergerichtet wird, und natürlich die ehemaligen Kessel- und Maschinenhallen, die heute das Herzstück des Einkaufzentrums Carree bilden.
"Die Geschäfte der Stromversorgung kehrt gewissermaßen an ihren Ausgangspunkt zurück, denn die ehemalige Heag-Maschinenhalle trägt sein vergangenem Jahr wieder den Namen "Centralstation", schloss Dr. Engels seinen kurzweiligen Vortrag.
Am 22. Februar referiert Dr. Dieter Schott von der TU Darmstadt über die Geschichte der Elektrifizierung in Handel und Industrie zwischen 1890 und 1939. Beginn der Veranstaltung in der Industrie- und Handelskammer ist 18.30.
Quelle, Auszug: Darmstädter Echo, 02.02.1999


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