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Es gibt Menschen, die einer Sucht unterliegen, sich am PC zu beschäftigen oder an ihm zu spielen, oder aber sich im Internet zu bewegen. Manchmal setzt das Symptom schon an, wenn es um nicht mehr "normale" Nutzung des Computers geht. Übertriebene Internetnutzung ist dann die Fortsetzung der Abhängigkeit. Wie bei allem, was masslos betrieben wird, muss man vor jeder Übertreibung warnen. Welche Massnahmen hier helfen können, kann nicht generell beantwortet werden;
das Thema gehört - wenn es krankhafte Ausmasse annimmt - in medizische Behandlung bzw. Therapie.
Siehe auch  Testmöglickeit.
Siehe auch  Soziale Wirkungen.


Einige Blitzlicher
Computersucht macht asozial -
wie jede Sucht
COMPUTERWOCHE Nr. 26 vom 29.06.1990 MÜNCHEN (CW/vwd)
- Echte Computerjunkies - früher nannte man sie Hacker -, die nicht selten 70 und mehr Stunden in der Woche am Bildschirm
sitzen, haben ihr Sozialverhalten völlig auf ihr elektronisches Gegenüber abgestellt.   Bevor sie ein Gespräch beginnen, drücken sie lieber die Enter-Taste, meint die britische Wissenschaftlerin Margaret Shotton.  Sie unterteilt die "süchtigen" in ihrer Studie "Computer Addiction? A Study of Computer Dependency" in drei Kategorien: Die "Netzwerker" begreifen ihr Gerät eher als Spielzeug, das in erster Linie ihrem Vergnügen dient, während die "Arbeiter" mit Ernst bei der Sache sind und den Computer zur Erweiterung des eigenen Horizonts als Lernhilfe nutzen. Dem "Entdecker" schließlich wird im Verlauf seiner Erkundungen der Computer zunehmend zum Partner, der es ihm erlaubt, andere soziale Bindungen zu vernachlässigen. Nicht alle Züge dieser Sucht seien negativ zu beurteilen, schreibt Shotton. Vergleiche man die Persönlichkeitsbilder von Computersüchtigen mit denen von Autofanatikern, Hifi-Freaks, Freizeitpiloten oder anderen "Besessenen", so gebe es manche Übereinstimmung. Aber: Die Leidenschaft letzterer werde akzeptiert, die der Computernarren dagegen nicht.
http://www.computerwoche.de/archiv/1990/26/9026c039.html

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Siehe auch Website  Internetsucht.


Internetsucht
Florian Rötzer 16.12.98,  Copyright © 1996-98
Verlag Heinz Heise, Hannover, last modified: 17.12.98

Frauen stärker abhängig?
Während man bislang angenommen hat, daß kontaktscheue junge Männer am stärksten zur Internetsucht neigen, kam jetzt offenbar eine Befragung von Wissenschaftlern der University of Hertfordshire zu einem anderen Ergebnis.
Wie BBC News berichtet, sind Menschen, die unter Internetsucht leiden, am wahrscheinlichsten Frauen um die 30 Jahre. "Es hat sich", so die Wissenschaftler, "ein Stereotyp herausgebildet, daß 'der typische Abhängige ein vorwiegend männlicher Teenager mit kaum einem oder gar keinem sozialen Leben oder keinem Selbstvertrauen ist', auch wenn die Forschung nicht notwendigerweise eine solche Sicht unterstützt."
Das Ergebnis ist freilich mit Vorsicht zu genießen. Man ließ 445 InternetbenutzerInnen sich selbst als Abhängige einstufen. Dazu bekannten sich 46 Prozent. Man fragte sie, wie oft sie das Internet benutzen und wie ihre Einstellung dazu ist. Wer das Internet sehr oft benutzt und dazu noch sehr positiv gegenüber ihm eingestellt ist, neige zur Sucht. Mehr Frauen als Männer hatten sich in der Skala für Internetsucht hoch eingestuft. Möglicherweise sind sie nur kritischer gegenüber sich selbst oder können dies eher sich selbst gegenüber einräumen. Die Wissenschaftler jedenfalls räumten ein, daß sich Frauen eher für
solche Befragungen zur Verfügung stellen als Männer. Überdies fanden die Forscher heraus, daß starke Internetbenutzer doch stärker depressiv gestimmt und introvertiert seien als der Durchschnitt. Wenn man eine Menge Zeit in Chat-Gruppen im Netz oder mit dem Austausch von Emails verbraucht, dann sei dies emotional "flach", was Depressionen stärker machen könne.
Das Internet gefährde nicht nur die sozialen Nahbeziehungen, weil es schlicht die Zeit dafür wegfrisst, wenn durchschnittliche Benutzer an die 28 Stunden online sind, sondern möglicherweise auch die Gesundheit, weil man zu Sport oder anderen Freizeitbeschäftigungen auch weniger Zeit habe. Die Faszination des Internet führt Helen Petrie, Autorin des Berichts, auf die zufällig sich ereignenden Erfolgserlebnisse, also schlicht darauf zurück, daß man gelegentlich immer etwas Spannendes findet und ansonsten in der Erwartungshaltung bleibt: "Wenn man eine Seite im Internet sieht, die nicht so interessant ist, dann geht man zur nächsten, um nach Aufregendem zu suchen, dann wieder zur nächsten und so weiter, bis man auf etwas stößt, was einen elektrisiert. Diese Art der zufällig immer wieder eintretenden positiven Verstärkung ist die Sucht, von der man sich am schwersten wieder befreien kann."  Umstritten ist freilich, ob es so etwas wie Internetsucht überhaupt gibt und wie man sie gegebenenfalls definieren könnte ( Was ist Internetsucht? ). Als Symptome für Internetsucht gelten beispielsweise der unwiderstehliche Zwang zum Einloggen, Schuldgefühle wegen zu langer Online-Zeiten, häufige Rügen durch unmittelbare Bezugspersonen, nachlassende Arbeitsleistung, mehrmalige vergebliche Versuche der Einschränkung, Verheimlichung der Online-Aktivitäten vor der Umwelt sowie Entzugserscheinungen in Form von Unruhe und Nervosität. Möglicherweise beruht die Internetsucht, so Helen Petrie, auf der Neuheit des Mediums und gehe später wieder zurück.

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Testmöglichkeit 
http://www.firstsurf.de/wrede5.htm
Das Internet als Droge, süchtig nach dem Cyberspace? Das gibt’s wirklich und wird von Psychologen derzeit ganz ersthaft diskutiert. Wenn Sie wissen wollen ob Sie selbst gefährdet oder gar schon "drauf" sind, machen Sie den Test mit unserem interaktiven Suchtformular (über vorstehend genannte Web-Adresse).
SPIEGEL-TV und FirstSurf suchen Betroffene
Halten Sie sich für internetsüchtig? Sind Sie Mitglied einer Selbsthilfegruppe? Oder arbeiten Sie als Psychologe oder Therapeut mit Internetsüchtigen? Dann suchen wir Sie für einen Beitrag in SPIEGEL-TV. Bitte setzen Sie sich umgehend mit uns in
Verbindung. Ansprechpartner: SPIEGEL-TV, Anett Tiedje, Tel. 040 - 30 10 82 43 oder FirstSurf, Klaus Wrede,
Email wrede@symposion.de

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ZDNET 18. 11. 1999
US-KIDS: 38-STUNDEN-WOCHE VOR DEM BILDSCHIRM
Taeglich
verbringen die Kinder fuenfeinhalb Stunden mit Mediennutzung
http://www.zdnet.de/maillist/cnt.cgi?C01?/news/artikel/1999/11/18004-wc.html

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Auszug aus Computer Zeitung, Nr. 14/2000 vom 06. 04. 2000, Autoren: Kathryn Kortmann / Thomas Müller
Internet etwickelt sich zur Alltagsdroge
Für fast eine halbe Million deutsche Online-Nutzer ist das Internet zur Droge geworden. Das haben Psychologen der Berliner Humboldt-Universität durch die Befragung von 7000 Surfern herausgefunden.
"Gehen wir von 16 Millionen Online-Nutzern in Deutschland aus, dann sind drei Prozent süchtig - weit mehr als bei anderen psychischen Abhängigkeiten", zeigt sich André Hahn vom Institut für Pädagosische Psyshologie überrascht. Laut seiner Studie neigen vor allem Jugendliche zum exzessiven Surfen, Chatten und Spielen im Internet. In der Alternsgruppe unter 18 Jahren sind sogar 8 Prozent Web-süchtig. Von den 18- bis 20-Jährigen immerhin 6 Prozent. Bei den 40- bis 49-Jährigen ermitteltne die Berliner Forscher nur noch eine Quote von 1,5 Prozent. "Das Klischee vom männlichen Informatiker als typischen Online-Süchtigen trifft nicht zu", so Hahn. "Denn ab 30 sind vor allem Frauen süchtig, und mit 12 Prozent bilden Arbeitslose die absolut grösste Gruppe."
Die Internet-Hunkies erfüllen fünf Kriterien: Sie widmen mindestens 80 Prozent der Tageszeit ihrem PC und dem Internet, verlieren dabei jegliche Selbstkontrolle, und ihre Chats werden ständig länger. Offline zu sein verursacht Entzugserscheinungen wie Nervosität und Schlaflosigkeit, und die Dauersurfer ziehen sich in der Folge aus Freundeskreis und Fammilienleben immer mehr zurück.
Ähnlich wie bei anderen psychischen Abhängigkeitn sehen die Psychologen auch im Internet nicht die Ursache für die Sucht. Das extreme Chatten und Surfen wird nur dazu benutzt, um andere Probleme durch Flucht in eine Scheinwelt auszublenden, "sei es, weil sie Stress im Beruf oder Streit mit dem Partner haben oder einfach allgemein undzufrieden mit ihrem Leben sind", meint Hahn. Die Psyhologen wollen nun in weiteren Studien die Ursachen erforschen, um Online-Sucht vorzubeugen und um geeignete Therapien anzubieten.

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Siehe auch  http://www.onlinesucht.de/


Informationsdienst Wissenschaft (idw) - Pressemitteilung, PK Internetsucht Marienplatz 22/München/11.9.00/11 Uhr
Kompetenznetz "Depression Suizidalität", 08.08.2000
Erstmals werden die Ergebnisse einer neuen Studie zur Internetsucht vorgestellt. Was ist Internetabhängigkeit?
Welche Diagnose-Kriterien muss man ansetzen?
Darüber hinaus berichten die Leiter der Münchner Internet-Ambulanz, Dr. Oliver Seemann und Prof. Ulrich Hegerl, über erste Erfahrungen in der Therapie und erläutern ein Erklärungsmodell dieser neuen Suchtkrankheit.
Seit 1998 gibt es die "Münchner Ambulanz für Internetabhängige" an der Psychiatrischen Universitätsklinik, die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Die Leiter der Internetambulanz Dr. Oliver Seemann und Prof. Dr. Ulrich Hegerl berichten jetzt über die ersten Erfahrungen in der Therapie sowie über den neuesten Stand der Forschung. Erstmals werden auch die diagnostischen Kriterien und ein Erklärungsmodell dieser Krankheit der Moderne vorgestellt."Viele Patienten," so Dr. Oliver Seemann, "leiden an der Illusion menschlicher Nähe bei gleichzeitiger faktischer Distanz. Internetsüchtige werden abhängig von der faszinierenden Möglichkeit schnell mit anderen in Kontakt zu treten, ohne dabei ihre Autonomie aufgeben zu müssen."
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.psychiater.org
Heike Römming, Dr.Walther Ziegler

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Online-Sucht: Arbeitslose gefährdet
Die Zahl der Online-Junkies in Deutschland steigt rapide. Bereits drei Prozent der Surfer sind suechtig nach Besuchen im Internet. Bislang war dieses Problem hauptsaechlich aus den USA bekannt. Dass auch in Deutschland die Zahl der "Online-Junkies" ansteigt, haben der Stiftung Warentest zufolge jetzt Forscher des Paedagogischen Psychologischen Institutes an der Berliner Humboldt Universitaet herausgefunden. Bei den Suechtigen handelt es sich vor allem um Jugendliche unter 18 Jahren. Eine hohe Gefaehrdung besteht nach den Ergebnissen der Studie auch fuer Arbeitslose.
* Provider = Dealer?
--> http://www.warentest.de/

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ZDF-News, 03. 02.2001, mit Material von: AP
Studie zur "Droge Internet"
Drei Prozent der Nutzer sind onlinesüchtig
Berliner Forscher sind dem Phänomen Internetsucht auf der Spur. In einer breit angelegten Studie befragten sie insgesamt 9000 Online-Nutzer und kamen zu dem Ergebnis, dass rund drei Prozent von ihnen internetsüchtig sind. "Wir haben alle, die im Netz aktiv sind, um Teilnahme gebeten", erklärt Forschungsleiter Matthias Jerusalem. Bisher gab es keine repräsentativen Umfragen zu der neuen Sucht, lediglich Schätzungen. Das Ergebnis birgt auch für Jerusalem überraschendes in sich.
KONTAKTARMUT UND AUSGRENZUNG
Süchtig ist nicht der, der eine Nacht hindurch surft, fasziniert von der bunten Cyber-World. Kontrollverlust und mangelnde Impulskontrolle seien Merkmale für Sucht, beschreibt der Psychologe. Kontaktarmut und soziale Ausgrenzung drohe. Bisher gebe es in Deutschland kaum Erhebungen zu Süchten, die nicht stoffgebunden seien, sagt der Forscher. Das treffe auf Spiel-, Kauf- und Internetsucht gleichermaßen zu.
Die erste Ambulanz für Internetsüchtige befindet sich in der Psychiatrischen Universitätsklinik München. Die Nachfrage auf Therapien sei groß, bestätigt Patrick Bussfeld vom Klinikum. Onlinesucht könne das Ventil für andere Probleme im Leben der Patienten sein. Das sei auch der Ansatz für Hilfeleistungen. Internetsüchtige berichten von Einsamkeit und Flucht in die bunte Welt des World Wide Web. "Es war Weihnachten und ich war allein mit meinen Chatpartnern", beschreibt die 19-jährige Jasmin. Ihren Eltern hatte sie erzählt, sie feiere mit Freunden. In Wirklichkeit saß sie jedoch vor dem Computer und klickte sich von einem Chat-Raum in den nächsten.
JUGENDLICHE UND SINGLES GEFÄHRDET
Ähnlich erging es Thorsten. Als Bankkaufmann war er ständig online, um Kurse und Aktien zu checken. Zu Hause ging es weiter. Er kümmerte sich nicht mehr um Freunde oder die Wohnung. Sein Computer war eingerahmt von leeren Cola-Dosen und Pizza-Abfällen. Erst nachdem sich Freunde von ihm abwandten, suchte er Hilfe bei Psychologen.
Jugendliche bis 20 Jahre und Singles seien anfälliger für Internetsucht, haben die Berliner Wissenschaftler herausgefunden. Außerdem gibt es einen hohen Prozentsatz von Süchtigen unter Geringqualifizierten und Arbeitslosen. Generell haben im Durchschnitt mehr Männer das Netz für sich entdeckt. Jedoch auch Frauen ab 30 Jahren gehören zu der so genannten Sucht-Risikogruppe. "Das kann aber mannigfaltige Gründe haben", betont Jerusalem. Zum Beispiel sind einfach weniger Frauen als Männer beschäftigt und haben damit ständig die Möglichkeit, zu Hause ins Internet zu gehen.
Auch welche Internetangebote am gefragtesten sind, wollten die Wissenschaftler herausfinden. Onlinesüchtige besuchten häufiger Chatrooms, nutzten mehr Internetspiele oder Musikangebote, erklärt Jerusalem. Eine Überraschung bargen die Erotik-Angebote in sich. In der Umfrage gab es insgesamt dazu geringe Angaben, die aber "mit Vorsicht zu genießen sind", sagt der Psychologe. Vielleicht sei die Hemmschwelle dafür einfach zu hoch.
THEMA GEGEN DEN ZEITGEIST
Zu dem Phänomen Internetsucht gab es bisher wenig Forschungsergebnisse. "Das Thema ist ein bisschen gegen den Zeitgeist", gibt der Berliner Wissenschaftler zu. Trotzdem dürften vor den Gefahren nicht die Augen verschlossen werden. Notwendig sei deshalb, viel mehr Forschung zu betreiben, um Kausal- zusammenhänge herauszufinden. Auch spezielle Therapiemöglichkeiten seien noch nicht erforscht.
Doch könnten Erkenntnisse der Suchtforschung übertragen werden, um den Betroffenen zu helfen. So wisse man beispielsweise, dass Süchtige generell zu einer starken Impulsivität neigten. Das sei ein Ansatz. Inzwischen haben sich bundesweit auch viele Selbsthilfegruppen gegründet.

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Informationsdienst Wissenschaft (idw) - Pressemitteilung - Kompetenznetz "Depression Suizidalität", 23.03.2001
Pressekonferenz "Internet und Psychiatrie: Zwischen Online-Therapie und Internetsucht"
München. Das Internet wird zum Informationsmedium für Patienten.Gesundheitsthemen stehen in der Beliebtheit bei Internet- Usern in den USA bereits an dritter Stelle nach Nachrichten und Online-Shopping. Vor dem Hintergrund des Gesundheitsbooms im Internet stellen Wissenschaftler um Prof. Dr. Ulrich Hegerl von der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians- Universität München im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, dem 6. April 2001, um 11 Uhr im Münchner PresseClub Forschungsergebnisse zu Chancen und Risiken des neuen Mediums für die Psychiatrie vor. In München findet parallel dazu der Kongress "First International Symposium on Internet and Psychiatry" (5./6. April 2001) statt.
Gerade im Bereich der Psychiatrie bietet das Internet neue Perspektiven. "Im anonymen Medium Internet können Patienten leichter Kontakt zu anderen Betroffenen aufbauen und Informationen über ihre Krankheit einholen", sagt Prof. Dr. Ulrich Hegerl, "während sonst in der Öffentlichkeit psychische Erkrankungen noch weitgehend tabuisiert werden." Angesichts von mehreren Millionen Gesundheits-Webseiten weltweit ist die Qualität der Informationen für Patienten kaum abschätzbar. Hier sind die Wissenschaftler auf der Suche nach Qualitätskriterien für psychiatrische Informationen und Therapien im Internet. Dr. Gunther Eysenbach berichtet in diesem Zusammenhang über das MedCERTAIN-Projekt der Europäischen Union.
Pilotstudie zur Online-Therapie
"Im Bereich der Psychiatrie ist die Online-Therapie keine Utopie mehr", sagt Patrick Bussfeld, Mitorganisator des Kongresses. Erste Erfahrungen mit der Online-Therapie haben u.a. Wissenschaftler in den Niederlanden gemacht. Prof. Dr. Alfred Lange von der Universität Amsterdam stellt auf der Pressekonferenz die Pilotstudie INTERAPY vor, die Patienten mit Posttraumatischem Stress-Syndrom eine Online-Therapie anbietet.
Ambulanz für Internet-Süchtige
Internet-Nutzung kann krankhafte Formen annehmen. Seit 1998 besteht an der Psychiatrischen Klinik München eine Internetsucht-Ambulanz unter Leitung von Dr. Oliver Seemann, der im Rahmen der Pressekonferenz über die Therapiemöglichkeiten der neuen Sucht berichten wird.
Gesprächspartner für Pressekontakte:
Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Psychiatrische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, zu Chancen und Risiken des Internets im Bereich der Psychiatrie
Prof. Dr. Alfred Lange, Universität Amsterdam, stellt INTERAPY (Pilotstudie zur Online-Therapie) vor
Dr. Gunther Eysenbach, Abt. Klinische Sozialmedizin der Universitätsklinik Heidelberg,
zum EU-Projekt MedCERTAIN, das zu einer Qualitätssicherung von Gesundheits-Webseiten beitragen soll.
Dr. Oliver Seemann, Psychiatrische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, zu   Internetsucht-Ambulanz
Patrick Bussfeld, Psychiatrische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München

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CHIP-News, 06.04.2001
Experten: Internetsucht nur Symptom für andere Probleme
Über vier Prozent aller Internetnutzer zeigen Suchtsymptome. Das geht aus einer Studie der Universität München hervor.
http://www.chip.de/news_stories/news_stories_149045.html

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DER  NEWSLETTER http://www.web-netz.de Ausgabe 16/20001
650.000 WWW-Süchtige in Deutschland
Das vielgelobte Internet hat auch seine Schattenseiten: Schon weit mehr als eine halbe Million Menschen allein in Deutschland sind surfsüchtig. Das fanden Wissenschaftler der Berliner Humboldt-Universität heraus. Danach surfen 650.000 Menschen mehr als 34 Stunden pro Woche im Internet, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Der normale Werte liege etwa bei der Hälfte der Stundenzahl. Außerdem vernachlässigten die Süchtigen Beruf und Freunde, reagierten gereizt und nervös, wenn sie keine Online-Zugang haben. Insgesamt gelten der Untersuchung zufolge rund drei Prozent der User als süchtig. Weitere sieben Prozent müssten als gefährdet eingestuft werden. Am meisten seien männliche Jugendliche und junge Frauen um die 20 betroffen.
http://www.billiger-surfen.de/nachrichten/und_ausserdem/3969.php3


Heute-T-Online, 27.10.2001
Verloren im WWW - Rund 800.000 Deutsche sollen internetsüchtig sein
Bei drei bis vier Prozent der Surfer hat der Umgang mit dem Internet einen besorgniserregenden Nebeneffekt. Laut zwei neuer Studien zeigen in Deutschland rund 800.000 Internetnutzer Suchtsymptome. Ein spezielles Beratungs- und Hilfsangebot für sie fehlt.
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/0,1251,HOME-0-8581,00.html

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Wenn das Internet zur Droge wird
http://www.heise.de/newsticker/data/see-23.04.03-000

Experten rechnen mittlerweile mit bis zu einer Millionen Internet-Abhängigen in Deutschland.


Auszug aus PCgo! 6/03
Etwa eine Million Online-Süchtige soll es inzwischen in Deutschland geben so ein Mitabeiter Hessichen Landesstelle für Suchtfragen. Internetsüchtige vernachlässigen hre sozialen Kontakte, bewegen sich nur noch in virtuellen Räumen und könnten sich nicht mehr selbst kontrollieren. Mögliche Auswirkungen seien zerbrochene Beziehungen oder der Verlust des Arbeitsplatzes.

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Siehe auch Spiele.

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