| Senioren | |
| http://www.lv1.ifkomhessen.de/senioren.htm#S1 | |
Inhalt Siehe
auch Seniorenhandy http://www.seniorenbeirat-lhm.de/seniorenhandy.htm
Auszug aus
Telekom-Intranet
Senioren im Internet
Die Deutsche Telekom bietet älteren Menschen
Internet-Seminare an
Karl-Heinz Gempp ist begeistert: "Ich habe soviel davon gehört, daß ich es
einfach selbst einmal versuchen mußte." Mit "davon" meint Gempp das
Internet. Sein "Versuch" ist das Surfen. In Zeiten moderner Telekommunikation
eigentlich nichst ungewöhnliches. Außergewöhnlich ist vielmehr, dass Karl-Heinz Gempp
80 Jahre alt ist. Seine Frau Erika, die mit wachsender Freude mit ihm über den
Datenhighway rast, ist 75.
Das Berliner Ehepaar gehört zu 720 Senioren, die sich bisher in der Bundeshauptstadt an
dem Projekt der Deutschen Telekom "Senioren ans Netz" beteiligten. In 40
deutschen Städten bietet die Telekom die Internet-Seminare für ältere Menschen an. Das
Projekt gehört zur Initiative "Fit für´s Informationszeitalter" mit
Ex-Bundespräsident Roman Herzog. Unternehmen der Informations- und
Telekommunikationsindustrie sind dabei aufgerufen, Projekte zu starten, die den Bürgern
bundesweit den Sprung ins Informationszeitalter erleichtern. Die Telekom beteiligt sich
mit der Aktion "Ein Leben lang lernen". Dabei werden unter anderem Jugendlichen,
Azubis und Frauen Internet-Seminare mit dem Schwerpunkt Online-Weiterbildung geboten. Für
die Senioren geht es um die Online-Kommunikation. Beispiel: Einkaufen. "Immer mehr
Supermärkte bieten Online-Shopping an. Für Senioren, die Einkaufstüten nicht mehr
schleppen können oder wollen, eine tolle Alternative", erklärt
Telekom-Projektleiter Stefan Koch. So sehen das auch die Gempps. Und mehr noch:
"Über das Internet können wir uns in allen Bereichen immer auf dem Laufenden
halten", so die rüstigen Senioren.
Das Surf-Know-How liefert ihnen ein zweieinhalbstündiger Kurs mit Seminarleiter und
Einzelbetreuern. Unter dem Motto "Senioren helfen Senioren" hat die Telekom zum
Teil Ruheständler aktiviert, die die Schulung übernehmen. Einer davon: Dietmar
Borzek. Per Lehrgang wurde er auf die Seminare vorbereitet. Danach lief alles wie von
selbst. Borzek: "Es war unvorstellbar, wie motiviert und interessiert, die
Kursteilnehmer an die Sache rangegangen sind."
Das Hauptinteresse der Senioren lag vor allem auf dem direkten praktischen Nutzen
des Internets, dem Versenden von E-Mails und dem Homebanking. Als
Gedankenstütze bekam jeder Teilnehmer entsprechende Unterlagen zum Mitnehmen
ausgehändigt.
Und auch für die praktische Anwendung des Gelernten ist gesorgt. Die Deutsche
Telekom richtet entsprechende Computertreffs ein. Unter anderem in den Räumen
des Berliner Instituts für Sozialforschung. Häufiger Gast dort ist Olaf Heine.
Der 78jährige chattet seit drei Jahren. Seine Kontakte: Deutsche die
ausgewandert sind, aber dennoch Kontakt zur Heimat halten wollen sowie Schüler und
Studenten aus dem Ausland, die deutsch lernen wollen. "Einen Brief schreiben und nach
Übersee eintüten, ist doch Quatsch", sagt der Rentner, "da kommt die Antwort
doch erst vier Wochen später." Der Berliner schwört aufs Internet. Wenn er nicht
gerade chattet, surft er durch die Museen dieser Welt. Heine: "In meinem Alter ist
das Reisen zu beschwerlich. Daher verreise ich mit dem PC."
"Tolle Idee", meint auch Karl-Heinz Gempp. Doch ihm schwebt dafür
nicht der Besuch im Computertreff vor. "Jetzt, wo ich das Surfen einmal kennengelernt
habe, hätte ich gerne einen eigenen Computer. Vielleicht schenkt mein
Sohn mir ja einen."
Die DPG
ist eine Gewerkschaft für alle Lebensalter
In der DPG sind über 124.000 VersorgungsempfängerInnen organisiert. Die
nicht mehr berufstätigen Mitglieder bilden innerhalb der DPG eine eigenständige
Personengruppe. Mit der DPG treten sie für ihre Interessen in gesellschaftlichen,
sozialen und kulturellen Angelegenheiten ein.
Die Erfahrungen und das Wissen der älteren Gewerkschaftsmitglieder sind nützlich und
wertvoll für die gesamte Gewerkschaftsorganisation.
Die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger sind mit eigenen Gremien am
Wohnort, im Bezirk und auf Bundesebene vertreten. Dort nehmen sie Einfluß auf die für
sie wichtigen Themen und Fragen.
Die nicht mehr berufstätigen Mitglieder der DPG haben volles
Antragsrecht und sind in den Willensbildungsprozeß voll eingebunden. Anträge der
VersorgungsempfängerInnen gelangen über die Bundes-Versorgungsempfängerkonferenz direkt
an den Gewerkschaftskongreß.
Der DPG-Service für Seniorinnen und Senioren ist beispiellos unter den
Gewerkschaften. VorruheständlerInnen, RentnerInnen und Ruhestandsbeamte können und
sollten Mitglied der DPG bleiben. Darüber hinaus ist es jetzt - auf Wunsch von
Mitgliedern - möglich, daß auch Hinterbliebene von DPG-Mitgliedern in die DPG eintreten
können. In der DPG-Familie haben sie alle Platz. Das DPG-Betreuungsnetz für Seniorinnen
und Senioren ist beispiellos unter den Gewerkschaften. DPG-Senioren haben vielfältige
Mitwirkungsmöglichkeiten in der Gewerkschaftsarbeit. Selbstverständlich haben sie auch
Anspruch auf die Serviceleistungen ihrer Gewerkschaft. Mehr noch: Seniorentreffen,
besondere Reiseangebote für Seniorinnen und Senioren mit Betreuung runden das
Leistungspaket für DPG-Mitglieder im Vorruhestand sowie im Renten- und Pensionsalter ab.
Siehe auch Seniorenportal
Weitere Quellen lassen sich mit dem Suchwort "Senioren" mit Hilfe von Suchmaschinen
erschliessen.
SES - Senior Experten Service |
Ehrenamtlicher und
gemeinütziger Dienst der deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH |
Man kann sich bei der untenstehenden Adresse als Experte registrieren lassen, wobei die beruflichen Qualifikationen abgefragt werden. Bei entsprechenden Anforderungen und Vorklärungen wird man angesprochen, ob man einem Einsatz zustimmen will.
SENIOR EXPERTEN SERVICE - SES
Postfach 2262
53012 Bonn
Telefon : (0228) 26090-0
Fax: : (0228) 26090 77
EMail : ses@ses-bonn.de
URL : http://www.ses-bonn.de
Es gibt auch einen SES Förderverein:
Verein zur Förderung des Senior Experten Service e.V.
(Anschrift wie oben)
Um Spenden wird geworben: Deutsche Bank Bonn (BLZ 380 700 69), Konto:
044878701.
Meldung aus Darmstädter Echo, 05. 10.1999
(Auszug)
Ruheständler profiliert sich in China
Bad Königer Diplom-Ingenieur bringt als Entwicklungshelfer
ein Reifenwerk voran.
Rudolf Klatte, bis zu seiner Pensionierung Abteilungsleiter bei Pirelli
(Sandbach), beriet im Auftrag des Senioren Experten Service eine chinesische Reifenfirma.
. . . . . .
Auszug aus Monitor 2 2000
Angebote für Ruheständler
ISDN: Bald
günstiger für Senioren
Die Zahl der Anfragen häuft sich: Wann, wollen viele ehemalige
Telekom-Mitarbeiter wissen, bekommen auch wir einen günstigen ISDN-Anschluss? Jetzt
die gute Nachricht für sie: "Voraussichtlich ab Frühjahr können auch sie
die Vorteile des T-ISDN-Mitarbeiteranschlusses nutzen", sagt René Kempf, Referent im
Stab des Arbeitsdirektors.
Ein konzernübergreifendes Team unter Federführung des Bereichs Personal und Recht
überarbeitet derzeit die entsprechenden betrieblichen Regelungen.
Hans Setzepfand freut sich über die Nachricht: "Einen ISDN-Anschluss wollte
ich schon lange gerne haben." Der ehemalige Abteilungsleiter Technik des früheren
Fernmeldezzentralzeugamtes Elmshorn hat zwei Telefone (eins mit Fax kombiniert) parallel
geschaltet, dazu einen Computer. All das nutzt er auch für seine Aufgabe als Vorsitzender
der Feriengemeinschaft seiner Ex-Arbeitsstelle. "Ohne ISDN klappt das nicht
vernünftig", sagt Setzepfand. Sobald wie möglich will er bestellen.
Schon jetzt gewährt die Deutsche Telekom ihren Pensionären und Rentnern
zahlreiche Vergünstigungen. Sie erhalten - wie die Aktiven auch - über den
Personalverkauf einen Rabatt von 25 Prozent auf ausgewählte Produkte. Auch beim Handy
geniessen die Senioren die gleichen Vorzüge wie die Mitarbeiter der Telekom und ihrer
Töchter: Beim Telly-Vertrag entfällt die monatliche Grundgebühr, bei den Verträgen
Telly Plus und ProTel gibt es entsprechende Ermässigungen. Und beim Tippfinder erhalten
die Ehemaligen dieselben Prämien wie die Aktiven.
Doch wenn´s um ihre rund 130000 Ruheständler geht, hat die Telekom mehr
zu bieten als günstige Angebote aus der Produktpalette: Das von der Telekom bezuschusste
Betreuungswerk hält den Kontakt zu den Senioren. Es unterstützt die rund 1000
Ehrenamtlichen, die sich in den Seniorenbeiräten engagieren. Das Angebot der Beiräte
reicht vom Theaterbesuch über Sportgruppen bis hin zum Besuch der kranken Ehemaligen.
"Dabei werden die Beiräte von uns unterstützt, etwa durch die Bereitstellung von
Arbeitsmaterial oder Räumen", sagt Bernhard Hogenschurz, Leiter der
Abteilung Soziales in der Telekom-Zentrale.
Weitere Angebote und Hilfen: Beim Erholungswerk können ehemalige vergünstigt
Pauschalreisen buchen; und unverschuldet in Not Geratene erhalten eine finanzielle
Unterstützung.
Anmerkung:
was daraus geworden ist, erreichte die Pensionäre nicht !
Auszug
aus Telekom-Intranet
Personalverkauf im Intranet
Berechtigtenkreis
1. Berechtigter Personenkreis
Berechtigt, den Personalrabatt in Anspruch zu nehmen, sind:
alle aktiv Beschäftigten der Deutschen Telekom AG, d. h. alle Personen, die mit der
DeutscheTekom AG ein Arbeits- bzw. Dienstverhältnis vertraglich vereinbart haben,
einschließlich der Auszubildenden und der Anwärter, (Teilzeitbeschäftigte erhalten den
Personalrabatt in gleicher Höhe wie Vollzeitbeschäftigte), ehemalige Beschäftigte des
Unternehmens Deutsche Telekom AG, die in den Ruhestand versetzt wurden
oder wegen Rentengewährung aus dem Beschäftigungsverhältnis ausgeschieden sind.
Als ehemalige Beschäftigte in diesem Sinne gelten:
Beamte, die nach dem 01.04.1990 in den Ruhestand versetzt wurden, unmittelbar vor der
Versetzung in den Ruhestand bei einer Dienststelle des Unternehmens Deutsche Bundespost
Telekom bzw.der Deutschen Telekom AG beschäftigt waren und ihren dauernden Wohnsitz
innerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben, ehemalige Angestellte und Arbeiter,
die nach dem 31.03.1990 aus einem Arbeitsverhältnis, das dem TV Ang/TV Arb unterlag,
wegen Rentengewährung ausgeschieden sind, wenn sie unmittelbar vor Rentenbeginn bei einer
Dienststelle des Unternehmens Deutsche Bundespost Telekom bzw. der Deutschen Telekom AG
beschäftigt waren und ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Zum
Berechtigten- kreis gehören auch die Kräfte, mit denen nach dem 31.03.1990 ein
Auflösungsvertrag im Sinne des § 34 Abs. 3 VAPS geschlossen wurde, ehemalige Angestellte
und Arbeiter, die nach dem 31.12.1992 aus einem Arbeitsverhältnis, das dem TV Ang-O/TV
Arb-O unterlag, wegen Rentengewährung ausgeschieden sind, wenn sie unmittelbar vor
Rentenbeginn bei einer Dienststelle des Unternehmens Telekom bzw. der Deutschen Telekom AG
beschäftigt waren und ihren dauernden Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben.
Mitarbeiter der inländischen 100%-Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG,
soweit entsprechende vertragliche Vereinbarungen zwischen dem Unternehmen Deutsche Telekom
AG und den Tochterunternehmen bestehen. (Tz. 5.6)
2. Nicht berechtigter Personenkreis
Nicht berechtigt, den Personalrabatt in Anspruch zu nehmen, sind Beschäftigte ohne
regelmäßige Bezüge, die sich im Wehrdienst, Erziehungsurlaub, Sonderurlaub
oder Studium befinden.
Versorgungsempfänger und Rentner, die im Ausland leben, haben grundsätzlich keinen
Anspruch auf die Gewährung des Personalrabatts, da dort in der Regel nicht von einem
Eigenbedarf ausgegangen werden kann.
Geschiedene Ehegatten, Witwen, Witwer und Waisen ehemaliger Beschäftigter des
Unternehmens Deutsche Bundespost Telekom bzw. der Deutschen Telekom AG gehören nicht
zum berechtigten Personenkreis.
Anmerkung:
Um überhaupt Pensionären Zugang zu entsprechenden Informationen zu geben, wurden einige
PDF-Dateien auf diese Homepage transferiert und können mit dem Acrobat-Reader
geöffnet und gelesen werden.
Siehe Entsprechende
Informationen auf dieser Homepage.
Einzelheiten zu ISDN und T-DSL Mitarbeiterangeboten
Alle Einzelheiten sind im Intranet von Telekom einzusehen.
Leider kann von den T-Online-Accounts der Pensionäre nicht in
das Intranet gelangen und somit auch die Details nicht erfragen.
Jetzt wird eine Internet-Adresse genannt, über welche man angeblich T-DSL-Anträge
stellen könne:
www.telekom.de/t-dsl-mitarbeiter-aktion
(Scheint wieder nicht speziell für Pensionäre
zu sein?)
Darmstädter
Echo vom22. 07. 2000 - Eine E-Mail von Oma für den Enkel in
Kanada, Von Petra Neumann-Prystaj
Senioren lernen, wie sie das Internet für sich nutzen
können
Was Hänschen und Gretchen nicht lernten, lernen Hans und Grete. Punktum. Das
anschließende Wörtchen "nimmermehr" sollte bei diesem antiquierten Sprichwort
einfach mit der Maus weggeklickt werden.
Wer den Anschluss an die Informations- und Kommunikationsgesellschaft nicht verpassen
will, darf sich dem Internet nicht verschließen. Zwar wird es nur von drei Prozent der
über Sechzigjährigen genutzt, aber viele würden gern mehr darüber erfahren. Dazu gibt
es viele gute Gründe: Weil hinter manchem interessanten Zeitungsartikel
der www.-Verweis ins Internet steht. Weil der Enkel in Kanada seiner Oma lieber E-Mails
schicken als Briefe schreiben möchte und sie den Kontakt mit ihm nicht verlieren will.
Weil man in den Chat-Rooms auch andere Senioren mit gleichen Interessen kennen lernen
kann. Weil es bequemer ist, Bankgeschäfte und Einkäufe vom Sessel aus zu erledigen. Weil
sich Seniorenstudenten schneller mit dem Wissen versorgen können, das sie für die
nächste Hausarbeit brauchen. Aber das englische Fachchinesisch und die
Turbogeschwindigkeit, mit der die durchweg jüngeren Kenner der Materie die etwas
langsamer Denkenden mit dem neuen Stoff vertraut machen wollen, verschreckt auch die
Lernbegierigsten.
Senioren müssen aber keine Angst vor Blamage und vermeintlich dummen
Fragen haben. Vom 21. bis 24. August werden in Darmstadt alle "Menschen ab 50"
besonders einfühlsam beraten, die das weltumspannende Medium von der Pike auf kennen
lernen wollen. Und zwar kostenlos. Ältere Internet-Profis - es werden übrigens noch
einige Mitmacher gesucht - erklären ihnen geduldig und möglichst ohne Fremdworte das Abc
des Anklickens.
Das pralle Internet-Informationspaket mit Vortragsveranstaltungen und
Senior-Info-Mobil mit sechs Internet-Arbeitsplätzen haben viele Organisationen und das
Bundesministerium für Wissenschaft und Technologie gefüllt: der Verein Seniorinnen und
Senioren in der Wissensgesellschaft, das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche
Weiterbildung der Universität Ulm, das Beratungs- und Service-Zentrum für ältere
Menschen der Wissenschaftsstadt Darmstadt (BuS), die Darmstädter Volkshochschule, der
Seniorenrat, die Technische Universität und das Senioren-Net Rhein-Main.
Und so funktioniert's: Der doppelstöckige Bus mit dem integrierten
Internet-Cafe steht vier Tage lang auf dem Luisenplatz. Wer ihn zwischen 10 und 18 Uhr
betritt, kann an sechs Bildschirmplätzen probesurfen und wird von freundlichen Tutoren
beraten. Zusätzlich gibt es (auf Anmeldung) Schnupperkurse in Räumen des TU-Fachbereichs
Informatik, Am Alten Landtag, sowie Workshops zu "Gestaltung einer eigen
Homepage" und "Suchen und Finden im Internet". Auf das Handwerkszeug folgt
die praktische Umsetzung des Gelernten. Referenten erklären in Vortragsveranstaltungen
mit Schwerpunktthemen, wie vielfältig das Internet genutzt werden kann: für die
Kontoführung, die Buchung von Reisen, das Kennenlernen netter Leute, für Besuche in
virtuellen Bibliotheken, für medizinische Recherchen und nicht zuletzt die Nutzung von
"Echo online". Zur Zeit suchen die Veranstalter noch Internet-erfahrene ältere
Leute, die als Tutoren mitwirken möchten. Sie können sich bei Marion Kreß von
"BuS" unter Tel. 132414 oder 132503 über Einzelheiten informieren. Parallel zur
Großaktion wird das Altenwohnheim Emilstraße 1 in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter
Seniorenrat ab Dienstag (8. August) in seinem Gebäude ein Internet-Cafe einrichten. Seit
drei Jahren tourt das Senior-Info-Mobil nun schon erfolgreich durch die Bundesrepublik.
Bei den Jüngeren weckt das tolle Angebot geradezu Neidgefühle. Kürzlich drängelten
sich in Ansbach zwei Schüler in den Bus und behaupteten frech, Senioren zu sein. Auf ihr
jugendliches Aussehen angesprochen, plapperten sie sich damit heraus, halt das Geheimnis
ewiger Jugend zu kennen. Es muss wohl die lebenslange Lernbereitschaft sein.
Auszug
aus Darmstädter Echo, vom 09. 08. 2000
"Na, schon ins Pentagon eingedrungen?"
Neues Internet-Café für Senioren
im Altenheim in der Emilstraße stößt auf großes Interesse
Von Petra Neumann-Prystay
Klar
interessiere ich mich fürs Internet. Ich will doch nicht doof sterben!" Elly
Gottschalk (87) vom Darmstädter Seniorenrat ist immer dabei, wenn es etwas Neues
auszuprobieren gilt. Die Eröffnung des ersten Darmstädter Internet-Cafes für Senioren,
ausgerechnet in einem Altenwohnheim, wollte sie sich nicht entgehen lassen. Der Ansturm
neugieriger Heimbewohner ließ alle Skeptiker verstummen. Fünfzehn haben bereits die
ersten Surftermine bei den Tutoren vereinbart, und von Externen liegen etwa 40 Anfragen
vor. Vorerst stehen den Einsteigern ins Internet drei Computerplätze zur Verfügung, bei
Bedarf könnten es bald mehr werden.
Hereinspaziert: Mit diesem unkonventionellen Angebot öffnet sich das Alten- und
Pflegeheim des Klinikums in der Emilstraße l noch weiter nach außen und wird nun auch
für Jungrentner interessant, die mit einem Altenheim nichts am Hut haben. Vorerst können
Interne wie Externe unter Anleitung von ehrenamtlichen Tutoren dienstags und donnerstags
von 14 bis 16 Uhr für 6 Mark pro Stunde surfen. Von dem Geld soll Material für den
laufenden Betrieb angeschafft und eine Rücklage für Reparaturen angelegt werden. Richtig
los geht es aber erst ab 29. August. Auf alle Fälle ist es ratsam, den gewünschten
Termin telefonisch abzusichern (Nummer l 07 12 45).
Internet ist nicht alles, aber ohne Internet ist vieles nichts", lobte Stadtrat Gerd
Grünewaldt bei der gestrigen Eröffnung die Initiative des Seniorenrats, dem es mit
Hilfe der Klinikverwaltung (das Klinikum ist Träger des ehemals städtischen Altenheims)
und der Sponsoren Heag MediaNet und Tenovis gelungen ist, die Surf-Welle ins Rollen zu
bringen.
Auch die Älteren werden sich der Faszination des neuen Mediums nicht entziehen können,
ist sich Sozialdezernent Grünewaldt sicher. Weil sie herausfinden wollen, was sich
hinter www.lindenstraße.de verbirgt oder - wie die 90 Jahre alte Berta Müller - ihren
Söhnen e-Mails nach Amerika schicken möchten. Wenn in vielleicht nicht mehr allzu fernen
Zeit Lebensmitteleinkäufe, Geldgeschäfte oder Fahrkartenbestellungen nur noch per
Internet abgewickelt werden, haben die Senioren des Altenwohnheims einen
Wissensvorsprung. Walburga Jung, Vorsitzende des Seniorenrates, hat das Projekt
angestoßen, da das Thema in der Luft liegt". Sie war es auch, die das
Altenheim Emilstraße auswählte - weil Heimleiter Manfred Held offen für Neuerungen ist,
das Gebäude mitten in der Stadt liegt und mit der Straßenbahn gut erreichbar ist. Kaffee
und Kuchen gibt es auch, allerdings nicht direkt im neuen Internet-Cafe, sondern in einem
Nachbarraum.
Na, schon ins Pentagon eingedrungen?", flachste ein Besucher mit den eifrig
tippenden Seniorinnen. Das kommt auch noch dran", kicherte eine ältere Dame.
Sie hat es ja gut vor.
Vom 21. bis 24. August können interessierte Bürger ab fünfzig Jahren
aufwärts in der Innenstadt Vortragsveranstaltungen mit Schwerpunktthemen rund ums
Internet besuchen und in einem doppelstöckigen Internet-Bus von 10 bis 18 Uhr am
Luisenplatz probesurfen. Alles unter Anleitung von älteren Lehrmeistern, die geduldig auf
ihr Lerntempo eingehen und dafür an diesem Donnerstag (10.) geschult werden.
Das Senior-Info-Mobil durchquert die Bundesrepublik nun schon seit drei Jahren auf
Internet-Mission. Mit Erfolg, denn in allen Städten zeigten sich die Älteren
wissbegierig. Und in Darmstadt haben sich sogar die meisten freiwillige Tutoren
gemeldet: Sechzig Kenner der Materie wollen ihre Mitbürger ab 21. August surffest und chatfit
machen. Am Internet kommt kein Senior mehr vorbei.
Auszug
aus Darmstädter Echo vom 22. 08. 2000
Senioren im elektronischen
Klassenzimmer
Internet-Surfen im Doppeldeckerbus, Vorträge und Schnupperkurse für
Leute ab fünfzig
(pep) - Ach. Sie auch hier" begrüßt der weißhaarige Herr
rnit dem Jägerhemd erstaunt eine rüstige Mittsechzigerin. Ort der unverhofften
Begegnung: weder ein Cafe, noch die Volkshochschule oder ein Seniorentreff, sondern ein
zeitweise knallvoller Doppeldeckerbus vor der Sparkasse am Luisenplatz.
Neugierig turnen die älteren Herrschaften die Treppe zu den sechs
Internet-Arbeitsplätzen hinauf, wo ein geduldiger Mentor sie erwartet. Unter seiner
Anleitung können sie täglich bis Donnerstag (24.) kostenlos das Suchen und Finden im
wellweiten Netz mit den 20 Millionen Seiten trainieren oder elektronische Post
verschicken.
Das neue Medium übt große Anziehungskraft auf die Darmstädter Senioren
aus. Viele bringen schon ein paar Computer- kennlnisse mit, haben einen PC oder können
den ihrer Kinder mitbenutzen. Was versprechen sie sich vom Unterricht im elektronischen
Klassenzimmer? Hier drei Antworten: Ich will mitdem Online-Banking klarkommen und
das Chatten lernen", sagt ein 78 Jahre alter Mann und wartet geduldig, bis der
Computerplatz vor ihm frei wird. Eine Dreiundsechzigjährige will sich eine eigene
Homepage basteln, fürchtet aber, dabei am PC ihres Mannes etwas kaputt zu
machen". Ihr Mann kann ihr nicht helfen, weil er zurzeit im Krankenhaus liegt. Da
kommt der Nachhilfeunterricht im Bus gerade recht. Unsere Tochter zieht nach
Amerika, doshalb will ich wissen, wie man eine E-Mail schreibt", begründet eine
Dreiundsechzigjährige ihre Neugier.
Mutig wagen sich viele älteren Leute an die neue Technik, die ihnen in
dieser Woche auf anschaulichste Weise durch den Verein Scniorinneii und Senioren in der
Wissensgesellschaft, das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der
Universität Ulm, den Seniorenrat, viele Sponsoren und durch das Beratungs- und
Service-Zentrum für ältere Menschen (BuS) der Stadt Darmstadt nahe gebracht wird.
Kostenlos können Leute ab fünfzig an Schnupperkursen, Workshops im TU-Fachbereich
Informatik (Am Alten Landtag) und thematischen Vorträgen teilnehmen. Anmeldungen werden
unter den Nummern 132053, 132503 und 132414 sowie direkt am Doppeldeckerbus
entgegengenommen.
Bei der gestrigen Eröffnungsveranstaltung im Media-Forum" der
Sparkasse wurde Altes und Neues optisch-akustisch miteinander verknüpft. Vor einer
Leinwand, auf der die Ziele der Kampagne Senioren ans Netz" und der Bus
abgebildet waren, bezirzte das Darmstädter Drehorgel-Orchester die zahlreichen Gäste mit
nostalgischer klassischer Musik.
Ziel der Kampagne, in deren Genuss bereits 45 deutsche Städte gekommen
sind, ist es laut Oberbürgermeister Peter Benz, die Bereitschaft
älterer Menschen zu wecken, sich auf technische Innovationen einzulassen. Darmstadt liege
bundesweit an der Spitze der technologischen Entwicklungen. Viele hier neu gegründete
Unternehmungen seien auf Medien und Kommunikationstechnik spezialisiert. Bei den
Internetanschlüssen stehe Darmstadt ganz weit vorn. Bis Mai 2000 seien 12 000 Anschlüsse
registriert worden - ein Beweis für die hohe technische Intelligenz in dieser Stadt. Die
Älteren sollten das Positive des neuen Mediums für sich entdecken, etwa die
elektronische Geschäftsabwicklung oder das Schreiben von E-Mails. Das Internet helfe
ihnen, möglichst lange ein selbstständiges Leben zu führen und am gesellschaftlichen
Leben teilzuhaben. Andererseits riet Benz den Senioren aber auch, die Supermärkte
aufzusuchen, so lange es noch welche gibt, um das menschliche Zusammenkommen nicht zu
verlernen.
Dr. Wilma Mohr, die Leiterin der Sozialverwaltung, und Walburga Jung von
Seniorenrat freuen sich über die Bereitschaft vieler älterer Darmstädter mit
Vorkenntnissen, sich während der vier Tage als Mentoren zur Verfügung zu stellen. Es
sind 62, mehr als sich in den 45 anderen Städten gemeldet hatten. Das Schulungskonzept
sei gut erprobt, versicherte Carmen Stadelhofer vom Zentrum für Allgemeine
Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm. Es sei an der Zeit, die alten Bilder
vom Alter abzubauen. Senioren könnten über das Internet Kontakte mit anderen Senioren
knüpfen, auf Foren über Schwerpunktthemen sprechen und über das E-Mail-Verfahren mit
jungen Leuten im Dialog zu bleiben. So sei es gelungen, drei 12. Klassen, die im
Deutschunterricht den Roman Gestern war heute" besprachen, per Internet mit
älteren Leuten zusammenzubringen. Sie konnten ihnen einiges über das Leben und
Lebensgefühl in den sechziger Jahren erzählen.
Also keine Angst vorm Internet. Den Umgang mit Radio, Fernsehgerät, Fax
und Handy hätten die Senioren von heute schließlich auch gelernt, meinte Carmen
Stadelhofer. Nur Mut: Erproben Sie das Internet", riet die Pädagogin.
Unter dem Titel Online-Angebote für Senioren" gibt es bei Echo Online ein
Special mit Links und Texten zum Thema.
Mehr im Internet: www.echo-online.de
Verschiedene
Adressen zum Thema "Senioren"
Betreuungswerk Post - Postbank - Telekom
Seniorenbeirat der Deutschen Telekom AG, Zentrale und Zentren
Am Kavalleriesand 3
64295 Darmstadt
Seniorenbetreuung im Sozialamt der Stadt Darmstadt
Frankfurter Str. 71
Tel.: 13 24 14 + 13 22 76
Siehe auch Darmstadt-online
Seniorenrat Darmstadt
Wachtelweg 15
64291 Darmstadt
Tel.: 06151 42 35 59
Senioren-Sportclub Darmstadt e.V.
Geschäftsstelle (Liesel und Hans Furmanowsky) Wichernstrasse 8
64291 Darmstadt
Tel.: 06150 82 17 3
Verein Ehrenamt für Darmstadt e.V.
Kasinostrasse 4
64293 Darmstadt
Tel.: 06151 27 32 22
Informationsdienst
Wissenschaft (idw) - Pressemitteilung - Universität Dortmund, 28.02.2001
Moderne Medien verbessern Lebensqualität
älterer, kranker und behinderter Menschen
Wissenschaftler, Entwickler und Produzenten von Tele- und
Kommunikationsmedien, Experten für die ambulante Betreuung von älteren, kranken und
behinderten Menschen diskutierten einen Tag lang intensiv miteinander. Sie schärften die
Blick für die Notwendigkeit, künftig auch enger zusammenzuarbeiten. Dazu soll schon bald
ein Workshop durchgeführt werden.
Am Zukunftskongress "Chancen und Innovationen durch Telemedien - Ein neues
Zeitalter der ambulanten Versorgung?" haben am 21. Februar in Dortmund
über 100 Expertinnen und Experten für soziale Dienstleistungen und Tele- und
Kommunikationsmedien teilgenommen.
"Der Einsatz von Tele- und Kommunikationsmedien wird für soziale
Dienstleistungen in den nächsten Jahren eine zentrale Bedeutung
haben. Die ältere Generation der Zukunft, aber auch Kranke und Behinderte, werden
Telefon, Handy und Internet selbstverständlicher als heute benutzen, um ihr Leben besser
abzusichern und die günstigsten Dienstleistungen auszuwählen." Mit dieser Prognose
fasste der Rehabilitationssoziologe Prof. Dr. Clemens Adam, Initiator und Leiter
des Kongresses, die Ausgangssituation zusammen. Die Fachleute belegten detailliert, dass
die Dienstleistungen der ambulanten Versorgung ein großes Zukunftspotential bergen. Das
liegt zum einen daran, dass eine wachsende Zahl von Menschen wegen ihres Alters auf Unterstützungen
angewiesen sind. Fakt ist auch, dass die Dienstleistungs- und Technikseiten gut
miteinander kooperieren müssen, um ein attraktives, qualitativ hochwertiges und
bezahlbares Angebot präsentieren zu können. Denn die Kundschaft von morgen erwartet eine
anwendungsfreundliche Technik und ein breit gefächertes Serviceangebot, das über
Pflegeleistungen und eine Notrufsicherung weit hinaus geht.
Die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer vereinbarten einen Workshop,
bei dem die Entwicklungsabsichten und Zukunftsplanungen zwischen Dienstleistung und
Kommunikationstechnik aufeinander näher abgestimmt werden sollen. Das Ministerium für
Arbeit, Soziales, Weiterbildung und Technologie des Landes NRW erklärte sich bereit, ein
solches Arbeitstreffen zu unterstützen. Prof. Adam hat zugesagt, die
Kongressreferate und die wichtigsten Diskussionsergebnisse in einem Kongressbericht
aufzubereiten.
Nähere Information:
Prof. Dr. Clemens Adam,
Ruf 0231 7554549 und -4554 (Sekretariat)
E-mail: adam@nvl1.fb13.uni-dortmund.de
ZDNet, 21.03.2001
IMMER MEHR ÄLTERE WEB-NUTZER
Nutzungsverhalten unterscheidet sich von dem der Juengeren
http://www.zdnet.de/maillist/cnt.cgi?C01?news/artikel/2001/03/21001-wc.html
Webpromotion-Newsletter
vom 14.03.2001
Studie: Zuwachs an älteren Surfern
Der Altersdurchschnitt der deutschen Internet-Nutzern ist deutlich
angestiegen. Das ergab eine Studie von Fittkau & Maaß. Demnach lag der
Anteil der über 50jährigen im vergangenen
Herbst bei 14 Prozent. Das ist rund fünfmal höher als 1995. Ältere
Surfer nutzen überdurchschnittlich oft
Finanz-, Reise- und Gesundheitsangebote. Beim eCommerce sind sie der
Studie zufolge zurückhaltender als die
übrigen Nutzer.
http://www.fittkaumaass.de
Auszug
aus Darmstädter Echo, 26.06.2001
Senioren drängen ins Internet
(ap) - Die über Fünfzigjährigen sind
die Internet-Gruppe in Deutschland mit der höchsten Zuwachsrate, sagt die Deutsche
Seniorenliga in Bonn. Ihr Anteil habe sich seit 1995 fast versechsfacht
und mache rund 15 Prozent der deutschsprachigen Nutzer aus. Ihr beliebtester Surf-Zweck
sei das Abrufen von Nachrichten, erklärte die Organisation unter Hinweis auf jüngste Umfragen.
Die älteren Surfer steuerten zudem häufiger die Themen
Gesundheit und Fitness an und zeigten Interesse für Finanzen, Immobilien, Börse sowie
Reisen und Urlaub. Auffällig sei ihre Zurückhaltung beim Online-Einkauf.
Während die Gesamtbevölkerung zu 40,1 Prozent davon Gebrauch mache, seien es bei den
Senioren nur 28,8 Prozent. Seniorenliga und
Telekom bieten die kostenlose Broschüre "Mehrwert Internet" an
- anzufordern bei:
Deutsche Seniorenliga, Gotenstraße 164, 53175 Bonn ( www.deutscheseniorenliga.de
)
PC-Welt, 18.07.2001
Immer mehr Senioren surfen im Internet
Immer mehr Senioren surfen im Internet. Bereits jeder fünfte Nutzer
des weltweiten Datennetzes ist ein Senior.
http://www.pcwelt.de/news/internet/17749
Siehe auch http://www.feierabend.com/
Informationsdienst
Wissenschaft (idw) - Pressemitteilung - Universität Regensburg, 18.07.2001
Neues Portal soll älteren Mitbürgern
Zugang zum Internet erleichtern
Eine pädagogisch-studentische Unternehmensberatung an der
Universität Regensburg möchte den stark wachsenden Internetnutzern der junggebliebenen
Generation ein entsprechendes Internetportal gestalten.
Das Internet ist das bis heute am schnellsten wachsende aller Medien.
Besonders in der Personengruppe ab 45 Jahren wächst die Begeisterung für das Internet
überproportional. Obwohl immer mehr Inhalte hinzukommen, wird diese Zielgruppe bisher auf
den angebotenen Seiten vernachlässigt. Gerade der Raum Oberpfalz,
Nieder- und Oberbayern war auf diesem Gebiet ein Niemandsland (SZ
06.10.00). In der Oberpfalz, speziell im Großraum Regensburg, versucht nun die
pädagogisch- studentische Unternehmensberatung CONSULTO e.V. mit einem speziellen
Internetportal für Junggebliebene Abhilfe zu schaffen.
Erfahrene Gestalter
Der gemeinnützige Verein hat sich schon seit längerer Zeit mit
Weiterbildungsangeboten in der Geragogik, z.B. speziell konzeptionierten Internet- und
Computereinführungskursen, regelmäßigen Beratungen in Elektronikfachgeschäften und
Gedächtnistraining auch für Demenzkranke hervorgetan.
Spezielle Interessen
Untersuchungen zufolge liegt das Interesse der junggebliebenen Generation vor allem an
speziellen Informationen (Gesundheit, Reisen, aktuelles Geschehen), Erleichterungen im
Alltagsleben (Online-banking) und Kommunikation (e-mail, Forum zur Meinungsäußerung,
Erfahrungsaustausch). Diesen Bedürfnissen soll in dem Webportal Rechnung
getragen werden.
Einfache Handhabung
Im Mittelpunkt steht dabei die Übersichtlichkeit, so dass kostenlos auf
gewünschte Informationen schnell und einfach zugegriffen werden kann. Um den Aufbau und
die Inhalte flexibel an die Bedürfnisse der Benutzer anpassen zu können, werden
verschiedene Feedbackfunktionen integriert.
Großes Netzwerk
Für die Umsetzung wurde ein Netzwerk mit Informationsträgern, Junggebliebenen
und unterstützenden Unternehmen gebildet. Das Portal ist ab Anfang
August im Internet verfügbar. Möglichkeit der Beteiligung Für interessierte
Institutionen oder Personen und unterstützende Unternehmen, die das Webportal auch als
Plattform nutzen können, besteht jederzeit die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Für Anfragen
steht CONSULTO e.V. unter der Tel. 0941-9433712 (Mo, Mi 9-16 Uhr, Fr 9-12 Uhr) gerne zur
Verfügung.
Weitere Informationen sind im Internet unter www.consulto.de
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.consulto.de
PC-Welt, 14.08.2001
"Silver Surfer" erobern das Netz
Internetanbieter und Werbeprofis haben die Bedeutung der Menschen im
Alter über 50 Jahre lange unterschätzt. Dieser Meinung ist Erhard Hackler, Vorstand der
Deutschen Seniorenliga. Dabei seien die Überfünfzigjährigen die am schnellsten größer
werdende Gruppe im Netz. "Aber das Bewusstsein wächst", meint Hackler.
http://www.pcwelt.de/news/internet/18300
Informationsdienst
Wissenschaft (idw) - Pressemitteilung - Fachhochschule Potsdam, 27.08.2001
Interneteinstieg leichtgemacht -
für Senioren und andere
FH Potsdam auf der Internationalen Funkausstellung 2001
Das Forschungsprojekt "Leben im Alter" des Fachbereichs Design der
Fachhochschule Potsdam zeigt auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung Web50+
- Interfacedesign für Ältere. Die Präsentation ist in der Halle 5.3,
Stand 10, zu besichtigen.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden unter der Leitung von Prof.
Dr. Rainer Funke zwei Projekte entwickelt, die älteren Menschen den Umgang mit
Computer und Internet erleichtern sollen. Webpad 50+ sind kleine,
einfach handhabbare Computer, die altersspezifischen Einschränkungen
entgegenwirken und die Distanz zur neuen Technik verringern. Das Surfset
ist ein optimiertes System, das maximalen Freiraum bietet. Mit integriertem Touch-screen,
Web-Cam, Microphon, Lautsprecher und Akku kann das tragbare Surftableau
überall genutzt werden.
www.silber-surfer.de
ist ein schönes, nicht überladenes Forenportal, das für "Internetanfänger"
leicht zu begreifen und zu bedienen ist. Die Gestaltung der Seiten entspricht
ergonomischen und inhaltlichen Bedürfnissen einer senioren-gerechten
Interfacegestaltung in Bezug auf Schriftart, Schriftgröße, Farbwahl, Seitenaufbau und
leicht nachvollziehbare Funktionsabläufe. Das Konzept der Seite sieht u.a. vor, in
verschiedenen, zumeist moderierten und betreuten, Foren
relevante Themen in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten mit Inhalten zu füllen
(verschiedene redaktionelle Beiträge, Online-Kurse, Link- und Literaturtipps
u.v.m.) und diese mit den Nutzerinnen und Nutzern zu diskutieren und
weiterzuentwickeln. Großer Wert wird auf die Kommunikation
mit den Usern gelegt, um die inhaltliche Qualität zu
gewährleisten und die Bedürfnisse der User zu erfüllen. Das Forum
dient ebenfalls dem Informationsaustausch zwischen Jung und Alt. Das Themenangebot ist vielfältig.
Von Veranstaltungstipps über Haus und Garten, Gesundheit, Liebe, Dienstleistungen bis hin
zum Computerkurs.
Das Portal "silber-surfer"
ist der erste Teil eines "Altenportals", das
sich zur Zeit im Aufbau befindet. Das nächste Projekt ist eine "Learnpage",
die selbst dem blutigsten Anfänger zeigt, wie das Internet zu benutzen
ist und einen Überblick über die Leistung des World Wide Web gibt.
Das allgemeine Interesse an Informations- und Kommunikationsmedien steigt
in allen Altersschichten. Dabei nimmt die Gruppe der über
50jährigen eine besondere Position
ein. Diese finanziell starke Zielgruppe wird den Prognosen nach in den
kommenden Jahren einen höheren Anteil an Internet-Usern stellen
als die jüngeren Altersgruppen. Ihre spezifischen Anforderungen an ihre Umgebung, an
Produkte und Kommunika- tionsmedien werden dagegen kaum berücksichtigt. Die
Angebotsvielfalt und die Geschwindigkeit auf dem Datenhighway machen jüngeren Usern
spielerisch Spaß. Älteren Internet-Interessierten bereitet der Einstieg
in die virtuelle Welt zum Teil viel Mühe. Verschiedene altersspezifische Einschränkungen können den
Umgang mit der unbekannten Technik erschweren. Nach einem kurzen Ausflug
ins Internet schwindet oft das Interesse, da die Schwierigkeiten zu groß
erscheinen oder Ansprüche nicht erfüllt werden. Mögliche
altersspezifische Defizite betreffen vor allem das visuelle und auditive
System der Sensorik, feinmotorische Defizite des Bewegungsapparats.
Kognitive Einschränkungen können sich zum Teil aus der bisher nicht erforderlichen
Auseinandersetzung mit den Neuen Medien ergeben. Aber auch Unzufriedenheit
mit der Qualität der Produktangebote, der Serviceleistungen sowie mangelnde
Übersichtlichkeit und Benutzerfreund- lichkeit behindern den Zugang zur bunten Welt des World
Wide Web.
Mit den von der FH Potsdam entwickelten Produkten soll ein wesentlicher
Beitrag zur Integration der Senioren in die Informationsgesellschaft
geleistet werden. Informationen zu beiden Projekten finden Sie auch im Internet unter www.design.fh-potsdam.de
und unter www.silber-surfer.de
Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.
Zu dieser Mitteilung existieren Bilder im WWW.
Siehe * http://idw-online.de/public/zeige_bild?imgid=3223
Modell einer Surfstation mit dem Internetportal www.silber-surfer.de
Heute/T-Online,
23.01.2002
Senioren: Zu gefährlich für die Straße?
Senioren und Lkw-Fahrer dürften gespannt auf den 40. Deutschen
Verkehrsgerichtstag in Goslar blicken. 1600 Richter,
Rechtsanwälte, Polizisten, Mediziner, Versicherungsfachleute und Autofahrerlobbyisten
wollen dort über Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr diskutieren
- und dazu gehören nach Ansicht der Experten unter anderem ältere
Autofahrer und Lastwagen-Fahrer.
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/0,1251,HOME-0-176256,00.html
Informationsdienst
Wissenschaft (idw) - Pressemitteilung - Kuratorium Deutsche
Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V., 16.04.2002
Gründung von fünf Regionalgruppen in NRW
Senioren OnLine (SOL) fördert die Vernetzung von Internet-Angeboten
für Menschen ab 55
Köln (SOL), 16. April 2002 - Fünf modellhaft eingerichtete
Regionalgruppen in Arnsberg, Wesel, Ost-Westfalen-Lippe, Köln und im Tecklenburger Land
sollen die Internet-Kurse und -Cafés für ältere Menschen vor Ort
stärker miteinander vernetzen. Initiiert wurde der Aufbau der regionalen Netzwerke in
Nordrhein-Westfalen von Senioren
OnLine - dem Projektverbund zwischen dem Kuratorium Deutsche Altershilfe
(KDA), dem Evangelischen Verband für Altenarbeit im Rheinland (EVA)
und der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT). Ziel ist es,
die stetig zunehmenden Initiativen für Seniorinnen und Senioren intensiver
und noch effizienter zu unterstützen, den
Erfahrungsaustausch sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung der vielfältigen
Internet-Angebote voranzutreiben. "Über den 'kurzen Draht' vor Ort sollen
beispielsweise Kurskonzepte diskutiert, die Weiterbildung von Ehrenamtlichen
gefördert und Fragen zur Computer- und Internet-Technik beantwortet werden", betonte
der KDA-Referent und Projektleiter des Kompetenz-Netzwerkes Daniel Hoffmann auf
der SOL-Fachveranstaltung "Senioren Internet-Cafés in der Praxis". 230
Praktikerinnen und Praktiker von Internet-Angeboten trafen sich im Bürgerhaus Stollwerck
in Köln, um gemeinsam über
weiterführende Aktivitäten der Arbeit mit neuen Medien für ältere Menschen
zu diskutieren.
Neben dem Erfahrungs- und Informationsaustausch sollen mit Hilfe der Regionalgruppen
Ressourcen gebündelt und gezielt eingesetzt werden, um u.a. eine gemeinsame
Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und Sponsoren zu finden. Dabei wird SOL
den Akteuren der neuen Netzwerke - der Volkshochschule der Stadt Arnsberg, dem
Seniorenbeirat der Stadt Wesel, dem Begegnungszentrum Heisenbergweg des Kreisverbandes der
Arbeiterwohlfahrt in Bielefeld, der Begegnungsstätte der Evangelischen
Kirchengemeinde in Köln-Lindweiler und dem Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche
in Ibbenbüren - beratend zur Seite stehen und sie bei den ersten Netzwerk-Schritten
begleiten.
Mehr als 400 Internet-Angebote für Ältere in NRW In den vergangenen beiden Jahren sind
durch die finanzielle Förderung des nordrhein-westfälischen Familienministeriums im
Rahmen des Projektes
"Senioren OnLine" rund 250 neue Internet-Cafés für ältere Menschen
entstanden. Darüber hinaus gibt es 150 bereits bestehende Angebote von Internet-Cafés
und -Kursen für Seniorinnen und Senioren in NRW. "Wir sind
sehr zufrieden damit, dass die Senioren-Internet-Angebote breitflächig in NRW etabliert
werden konnten und nicht nur vereinzelte Regionen oder Ballungsgebiete mit Internet-Cafés
versorgt sind. So ist
es möglich, jedem interessierten älteren Menschen einen Internet-Kurs in zumutbarer
Entfernung anzubieten", unterstrich der EVA-Referent Gottfried Paul-Roemer.
Die Anschriften der einzelnen
nternet-Initiativen können sowohl im Internet unter www.senioren-online.net
abgerufen als auch telefonisch unter der gebührenfreien Service-Nummer
0800/100 80 17 erfragt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.kda.de
http://www.senioren-online.net
PCWelt, 22.04.2002
Studie: Internet steigert Lebensstandard
der Senioren
Das Surfen im Internet kann einer Studie zufolge den Lebensstandard
älterer Menschen erheblich verbessern. Demnach werden viele Senioren,
die das weltweite Computernetz regelmäßig nutzten, nach und nach deutlich selbstbewusster,
ergab eine am Freitag in Erlangen vorgestellte Untersuchung der Universität
Erlangen-Nürnberg.
http://www.pcwelt.de/news/internet/23173
Senioren
entdecken das Netz
http://www.heise.de/newsticker/data/jk-10.05.02-000
Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung hat sich die Zahl der Internet-Nutzer
unter den 50- bis 69-Jährigen von 6 auf 14 Prozent erhöht.
ZDNet, 11.05.2002
Immer mehr Senioren wagen sich ins Internet
Christa Siegls Weg in die virtuelle Welt ist typisch: Die
56-Jährige hat sich den Computer nicht selbst angeschafft. Ihr Sohn setzte ausrangierte
Computerteile zu einem neuen Rechner zusammen und schenkte ihn ihr. Ein gutes
Dreivierteljahr ist das her. Die "Seniorin" aus der Nähe von
Augsburg ist seitdem fast täglich online. Unter deutschen Senioren
zeichnet sich der Trend zur Internetnutzung aber sowieso schon ab.
http://www.pcwelt.de/news/internet/23574
Auszug
aus Telekom Monitor 6/2002
Alter schützt vorm Surfen nicht
Schon 72 000 Senioren geschult.
Seniorinnen und Senioren erobern mehr denn je das Internet. Die Seminare
der Telekom für die Generation 50plus sind an diesem Trend nicht nur maßgeblich
beteiligt, sie eröffnen zudem einen neuen Vertriebsweg.
. . . .
Seminar-Infos: Hotline 0800 3 30 21 22
Siehe auch www.atlantis-city.de
Siehe auch www.feierabend.de
Es gibt eine Regionalgruppe Darmstadt !
Siehe auch www.hulda.de
Siehe auch www.telekom-senioren-bonn.de
Siehe auch www.seniorenportal.de
Informationsdienst Wissensch - idw - - Pressem - Kuratorium
Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e.V., 07.06.2002
Immer mehr ältere Menschen surfen mit Leidenschaft im
Internet
Immer mehr ältere Menschen surfen mit Leidenschaft im Internet
KDA-Fachzeitschrift PRO ALTER bietet erstmals umfassenden Überblick über Seniorenarbeit
mit neuen Medien
Köln (KDA), 07. Juni 2002 - Das
Internet kennt keine Altersgrenzen.
Einen Überblick über die Arbeit des nordrhein-westfälischen
KompetenzNetzwerkes Senioren OnLine (SOL) bringt PRO
ALTER, die Fachzeitschrift des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) in
ihrer
aktuellen Ausgabe 2/2002. Das Titelthema - Neue Netzwerke für "Silver Surfer"
- berichtet unter anderem, wie SOL ( www.senioren-online.net ) und
Senior@s Online ( www.senioras-online.net
) Älteren den Einstieg ins "WWW" mit all seinen Vorteilen erleichtert und ihre Medienkompetenz
fördert. Darüber hinaus trägt SOL dazu bei, dass Senioren ihre
Interessen durch den erlernten Umgang mit dem neuen Medium selbst aktiv
darstellen können. Daneben zeigen Projektbeispiele, wie Städte und Kommunen das neue
Medium nutzen, um ihre älteren Bürger zu bürgerschaftlichem Engagement zu motivieren. PRO
ALTER berichtet aber auch über neue Forschungs- und Weiterbildungsschwerpunkte
an Universitäten, die sich durch den immer größer werdenden Zugang von Senioren ins
Internet ergeben. In weiteren Beispielen veranschaulicht PRO ALTER zudem, wie viele
Senioren und Seniorinnen vom neuen Medium profitieren, indem sie an den
über das Netz transportierten positiven gesellschaftlichen Entwicklungen
teilhaben können. Denn sind erst einmal die Berührungsängste mit dem
neuen Medium abgebaut, kann es zu einer höheren Lebensqualität im
Alltag beitragen.
Laut der ARD/ZDF-Online-Studie 2001 sind rund 19 Prozent
der ca. 25 Millionen deutschen Internet- Surfer 50 Jahre und älter, während es 1997erst
neun Prozent waren. Obwohl die Älteren die am schnellsten
wachsende Nutzergruppe darstellen, ist das Potenzial möglicher
Internet-Anwender unter den Senioren aber bei weitem noch nicht erschlossen.
Denn erst jeder dritte 50- bis 59-Jährige ist online, und nur acht
Prozent der Über-60-Jährigen haben Zugang zum Internet.
Weitere Themen der 73-seitigen Ausgabe 2/2002 von PRO ALTER sind unter
anderem:
- Dekubitusprophylaxe im Wandel: "Do's" und "Don'ts" bei
Druckgeschwüren
- Architektur im Wandel: Vom Altenpflegeheim zur Hausgemeinschaft
- Pflege im Wandel: Mehr Qualität durch neue Gesetze?
- Zwischenergebnisse eines Forschungsberichts: Analyse und Transfer des Verfahrens
PLAISIR©
- Pflegesatzgestaltung in den Hausgemeinschaften Rablinghausen der Bremer Heimstiftung
- Drei neue Landesfachstellen eingerichtet: Meilenstein in der Entwicklung der
Wohnberatung
- Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit? Forderung nach Heim-Enquête
- Bevölkerungsentwicklung und Alter aus Sicht der Vereinten Nationen: Der neue
Weltaltenplan
PRO ALTER ist zu beziehen beim Kuratorium Deutsche Altershilfe, An
der Pauluskirche 3, 50677 Köln, Fax 0221/93 18 47-6, E-Mail: versand@kda.de.
Das Magazin erscheint viermal im Jahr. Das Einzelheft kostet
4,80 Euro (zuzüglich Versandkosten), das Jahresabonnement 16 Euro
(einschließlichVersandkosten).
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.kda.de
Weitere
Meldungen
Informationsdienst
Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung - Universität Leipzig, 16.08.2002
Senioren können bald Gedächtnisstütze
testen
Forschungsprojekt an der Universität Leipzig:
Wissenschaftler entwickeln eine interaktive Gedächtnishilfe für gesunde ältere
Menschen.
Viele ältere Menschen haben Berührungsängste gegenüber modernen
Technologien. Schon die Funktionsweise eines Handies ist für
sie oft schwer zu erlernen. Hier soll der PMA (Personal Memory
Assistant), wie die Gedächtnishilfe genannt wird, Abhilfe schaffen.
An seiner Entwicklung arbeiten das Institut für Informatik der Universität Leipzig (Prof.
Klaus Irmscher, Projektleiter) und die Tagesklinik für kognitive Neurologie des
Universitätsklinikums (Dr. Angelika Thöne-Otto) zusammen.
Das handyähnliche Gerät erinnert an wichtige Erledigungen wie die Medikamenteneinnahme
oder einen Arztbesuch. Es soll älteren Menschen außerdem auf einfachem
Wege Zugang zum Internet ermöglichen, ohne von dessen Vielfalt verwirrt zu werden. Dort
finden sie dann z.B. aktuelle Fahrplaninformationen oder Veranstaltungshinweise. Der PMA
arbeitet interaktiv und steht bei Bedarf mit einem Betreuungscenter
in
Verbindung. Von dort kann z.B. die Ausführung von Terminen und Erledigungen begleitet
oder im Notfall ein Therapeut oder Angehöriger informiert werden. Er ist sehr leicht zu
bedienen, so können z.B. Termine aufgesprochen und Schriftgröße, Tastengröße oder
Lautstärke des Signals nach Bedarf eingestellt werden. Mit dem System erreichen die
Wissenschaftler drei Ziele: Das System ist robust und zuverlässig,
es
ist hoch flexibel und anpassbar an neue Aufgaben und Benutzergruppen, und
die Bedienung ist sehr einfach gestaltet.
Bereits seit 1999 arbeiten die Wissenschaftler an einer Gedächtnishilfe für Patienten
mit Gedächtnis- störungen. Jetzt sollen die bisherigen Erfahrungen für gesunde
ältere Menschen ausgebaut werden. Das Bundesministerium für Bildung und
Forschung fördert das Projekt, bei dem am Institut für Informatik drei Informatiker
und an der Tagesklinik für kognitive Neurologie zwei Diplom-PsychologInnen
und eine psychologisch-technische Assistentin mitwirken.
Senioren, die ihre Ideen und Interessen in die Entwicklung einbringen
wollen, können später den PMA auf seine Alltagstauglichkeit prüfen.
Nähere Informationen für Angehörige und Betroffene im Internet unter:
rnvs.informatik.uni-leipzig.de/memos oder telefonisch unter Tel. 97 24 234 (Katrin
Walther).
Weitere Informationen: Dr. phil. Dipl. Psych. Angelika Thöne-Otto
Telefon: 0341 585 29 33
E-Mail: thoene.otto@t-online.de
Informationsd
Wissenschaft - idw - Pressemitteilung -Deutsches Institut für
Internationale Pädagogische Forschung, 24.03.2003
Seniorenbildung und Altersforschung
Siehe auch oben
Neues Angebot beim Deutschen Bildungsserver
Ältere Menschen, aber auch Studierende und Interessierte
aus dem Bereich der Erwachsenen-/ Weiterbildung, können sich seit kurzem beim Deutschen Bildungsserver
über "Seniorenbildung und Altersforschung" informieren. Unter http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1430
ist das neue Informationsangebot des Bildungsportals
im Internet seit Februar 2003 online; es umfasst Bildungsangebote für Senioren -
konventioneller Art und im Bereich der Neuen Medien, Politik und
entsprechende Programme auf Bundes- und Länderebene, Fragen der
Altersforschung und wissenschaftliche Aspekte der Seniorenbildung,
berufliche Aspekte sowie europäische Aktivitäten.
Entwickelt wurde das spezielle Angebot für Senioren nicht zuletzt
aufgrund der veränderten Altersstruktur in Deutschland. Mit dem wachsenden Anteil
älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung und ihrem
häufigem früherem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben steigt auch ihr
Bedarf und Interesse an Bildungs- angeboten, an Weiterbildungsmöglichkeiten
und adäquaten beruflichen Angeboten.
Entsprechend umfassend ist das Senioren-Angebot des Deutschen
Bildungsservers: Politik und Programme auf Bundes- und Länder-Ebene, Organisationen,
Übergang in den Ruhestand, Aktivität im Alter, Kursangebote und Seniorenstudium sind die
Themen des vielfältigen Informationsangebotes. Einen Schwerpunkt bilden
Bildungsangebote im Bereich der Neuen Medien: Seniorenportale, Netzwerke
und Medienprojekte.
Auch wird die spezifische Situation älterer Menschen berücksichtigt,
werden entsprechende Fragen und Probleme fokussiert. Die Informationssammlung
des Bildungsservers wird deshalb ergänzt um
Internetmaterialien zu Altersforschung und wissenschaftlichen Aspekten der Seniorenbildung
- wie zum Beispiel Ressourcen aus dem Feld der Gerontologie und Geragogik; berücksichtigt
werden auch berufliche Perspektiven in diesem Bereich und Initiativen auf europäischer
Ebene.
"Seniorenbildung und Altersforschung" ist eine Rubrik im
Themenbereich Erwachsenen-/Weiterbildung des Deutschen Bildungsservers. Die gesammelten
und thematisch gebündelten Internet-Links und Online- Informationen sind redaktionell
aufbereitet, also mit Kurzbeschreibungen und Schlagwörtern versehen;
damit wird den Nutzerinnen und Nutzern eine schnelle und einfache Suche ermöglicht.
Die Sammlung stützt sich weitgehend auf offizielle und nicht-kommerzielle
Homepages. Auch die Nutzer selbst können das Angebot erweitern, indem sie
mit Betätigung des Buttons 'Eintragen' auf der Startseite ein Eintragsformular aufrufen
und weitere Informationen hinzufügen.
Zu finden sind die Informationen für Senioren des Deutschen Bildungsservers unter
http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1430
oder über die Startseite des Deutschen Bildungsservers: http://www.bildungsserver.de
im Themenbereich Weiterbildung und Erwachsenenbildung - mit Klick auf
'Senioren'.
Kontakt
Doris Hirschmann, Geschäftsstelle Deutscher Bildungsserver,
Informationszentrum (IZ) Bildung, Deutsches Institut für
Internationale
Pädagogische Forschung (DIPF), Schloss-Straße 29, 60486
Frankfurt/Main,
Tel. 24708-319, Fax 24708-444, E-Mail hirschmann@dipf.de, Url
http://www.dipf.de
Öffentlichkeitsarbeit IZ Bildung: Christine Schumann, Tel. 24708-314;
Fax -328, E-Mail schumann@dipf.de
Das DIPF ist mit 79
außeruniversitären Forschungsinstituten und Serviceeinrichtungen für die Forschung
Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Aufgabenspektrum der Institute
reicht von den Raum- und Wirtschaftswissenschaften über weitere
gesellschaftswissenschaftliche Forschungsprojekte bis in die Natur-, Ingenieur- und
Umweltwissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten nachfrageorientiert und
interdisziplinär. Sie verstehen sich als Kooperationspartner von Industrie, Behörden und
Politik; besonders eng und intensiv ist die wissenschaftliche Kooperation mit den
Hochschulen. Ihre Forschungs- und Dienstleistungs- aufgaben sind von überregionaler
Bedeutung, gesamtstaatlichem wissenschaftspolitischen Interesse und werden deshalb von
Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Näheres unter: http://www.wgl.de
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.bildungsserver.de
http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=1430
http://www.dipf.de
Pressemitteilung
23/2003 Bertelsmann-Stiftung 14.04.2003
Betreute Wohngruppen, ein bedarfsgerechtes
Angebot für die Zukunft
Erfahrungsaustausch der Akteure betreuter Wohngruppen
Zu einem überregionalen Erfahrungsaustausch trafen sich Ende März in Braunschweig
erstmals rund 30 Initiatoren betreuter Wohngruppen aus dem In- und Ausland. Die
Veranstaltung fand im Rahmen des Bertelsmann Stiftung / KDA-Projektes Leben
und Wohnen im Alter" statt und eröffnete den Teilnehmern in vier
Themenblöcken die Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch über die
praktische
Umsetzung von derartigen Wohnkonzepten.
Betreute Wohngruppen sind bislang in Deutschland nur in
wenigen Kommunen bekannt. Die bislang noch geringe Verbreitung dieser Wohnkonzepte ist auf
die erheblichen Informationsdefizite bei den Akteuren, aber auch auf die bestehenden
rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückzuführen. Während der
Veranstaltung wurde deutlich, dass dort, wo Projekte Unterstützung der Aufbauorganisation
sowie
insbesondere kommunale Unterstützung erfahren, sich diese Wohnkonzepte etabliert haben.
Sie könnten jedoch, im Rahmen des demografischen Wandels, insbesondere
auch für ländliche Regionen, einen wichtigen Bestandteil der Versorgungskette bilden.
Der Erfahrungsaustausch machte insgesamt deutlich, wie lähmend sich
ungeklärte Finanzierungsfragen und die Trägheit von Behörden auf die Entwicklung von
betreuten Wohngruppen auswirken.
Im Themenblock Erfahrungen und Probleme mit dem Wohn- und Lebensalltag
von alten Menschen wurden Möglichkeiten und Grenzen der Selbstbestimmung
und normalen Alltagsgestaltung in betreuten Wohngruppen dargestellt. Hierbei wurde von den
Projektvertretern geschildert, dass insbesondere bei demenziell
erkrankten Bewohnern die Möglichkeiten, den Alltag mit zu gestalten und ihr Leben selbst
zu bestimmen, stark eingeschränkt seien. So müssten Maßstäbe des normalen
Alltags angepasst werden, ohne die Gemeinschaft aus dem Auge zu verlieren. Im Verlauf der
Diskussion wurde deutlich, dass es dabei weniger um die Sicherung von Alltagsnormalität
gehe als um die Schaffung von Vertrautheit. Kontrovers
wurde diskutiert, ob für einzelne Bewohner andere Betreuungsformen
besser seien oder ob ein lebenslanges Wohnrecht konstitutives Element
dieses Wohnkonzeptes sein müsse.
Aus betreute Wohngruppen kommen nicht ohne Qualitätsstandards aus. Nach
Ansicht der Workshop- Teilnehmer müssen mit zunehmender Verbreitung dieses Wohnkonzeptes
Standards zur Sicherung von Struktur-, Prozess-, und Ergebnisqualität
definiert werden. Allerdings dürfen diese nicht zu einer Überregulierung
führen. Eine wichtige Maßnahme der Qualitätssicherung stellt die bestehende Machtbalance
zwischen Bewohnern und deren Angehörigen sowie den Betreuungs- und Pflegedienstleitern
dar. Um Stolpersteine, welche die Entwicklung und Verbreitung von
Wohngruppen erschweren, ging es im Erfahrungsaustausch der Teilnehmer über die
Projektentwicklung. Hindernisse tun sich hier vor allem durch die rechtlichen
Rahmenbedingungen, erhebliche Informationsdefizite bei ambulanten Diensten und
Angehörigeninitiativen als Initiatoren diese Wohngruppen sowie der Finanzierung
des Aufbaus auf. Hinzukommen häufig Schwierigkeiten bei der Beschaffung
und Anpassung geeigneter Wohnungen, Abstimmungen mit den Wohnungseigentümern sowie der
Auswahl von Bewohnern.
Probleme ganz anderer Art ergeben sich bei der Gestaltung deckender
Kostensätze und dem Umgang mit Kostenträgern. Projektvertreter berichteten von der mangelnden
Finanzierung der Organisationskosten für Wohnprojekte, von ungedeckten
Kosten bei Krankenhausaufenthalten oder bei einem Bewohnerwechsel. Deutlich wurde
auch, dass in den einzelnen Bundesländern Sozialhilfeträger und Krankenkassen unterschiedlich
mit der Finanzierung dieser Wohngruppen umgehen. Durch Deckelung der Kosten,
Zahlungsverweigerungen oder Zahlungsverzögerungen erschwerten sie zum Teil die Arbeit der
Wohngruppen erheblich.
Berichtet wurde auch von alternativen Kostenträger-Modellen, wie z.B. einer
Finanzierung der Wohngruppen über SGB IX-Leistungen.Im Rahmen des Projektes Leben
und Wohnen im Alter" richten die Bertelsmann-Stiftung und das Kuratorium Deutsche
Alterhilfe im Juni einen weiteren Workshop zum Thema Wohnen im
Quartier" aus.
www.bertelsmann-stiftung.de
Bertelsmann-Stiftung, Carl-Bertelsmann-Str. 256, 33311 Gütersloh
www.kda.de
Kuratorium Deutsche Altershilfe, Wilhelm-Lübke-Stiftung e.V. , An der Pauluskirche
3, 50677 Köln
Happy mit
Handy
Wenn Senioren an der Technischen Universität Berlin (TU) zu Gast
waren, schaffen sie manchmal ungeliebte High-Tech-Geräte im Haushalt sofort ab. Denn die
Wissenschaftler haben belegt, dass Senioren nicht etwa zu dumm sind, mit moderner Technik
umzugehen. Die Produkte, so die Forscher, seien vielmehr zu wenig an den Bedürfnissen
älterer Menschen orientiert.
http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/30/0,1367,HOME-0-2106718,00.html
Informationsdienst
Wissenschaft - idw - Pressemitteilung - Siemens AG, 06.07.2004
Hightech im Telefon - speziell für Ältere
Die Bedienung moderner Hightech-Produkte kann auch
für ältere Menschen kinderleicht sein. Ein Beispiel ist das Telefon Gigaset
E150: Seine großen Tasten, die einfache Menüführung und laute
Klingeltöne kommen den Bedürfnissen von Senioren entgegen. Speziell
für Notfälle ist das Gigaset mit einer rot hervorge- hobenen SOS-Taste
versehen. Die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT) verlieh dem
schnurlosen Telefon von Siemens kürzlich das "GGT-Siegel". Dieses Gütezeichen
wird nur an Produkte vergeben, die den besonderen Anforderungen älterer
Menschen im Umgang mit Technik entsprechen. Das Telefon ist mit großen, ergonomischen
Tasten und einem beleuchteten Display versehen. So haben auch Menschen
mit schwächeren Augen und weniger gelenkigen Händen keine Probleme. Ebenso leicht
verständlich ist die Menüführung: Mit drei Zielwahltasten lassen sich alle
Grundfunktionen wie das Speichern einer Telefonnummer problemlos bedienen. Einfach
ablesbar ist dabei auch das Schriftbild: Namen oder Nummern auf dem Display sind nahezu
doppelt so groß wie bei anderen Telefonen. Extralaute Klingeltöne
sorgen dafür, dass selbst schwerhörige Nutzer den Anruf hören.
Auf der SOS-Taste können die Besitzer bis zu vier Nummern hinterlegen.
Im Notfall reicht ein Tastendruck auf dem Mobilteil, und das Gigaset wählt nacheinander
die gespeicherten Nummern. Nimmt einer der angewählten Personen den Anruf entgegen, wird
automatisch ein Notruftext übermittelt. Den Ansagetext kann der Nutzer dabei vorher
aufnehmen und nach seinen Bedürfnissen abstimmen. Die Programmierung der SOS-Taste ist
dabei recht einfach. Auch mit der Bedienungsanleitung kommen technische
Laien nicht in Konflikt. Alle GGT-Testpersonen konnten in der zweimonatigen Testreihe das
Gigaset problemlos alleine aufstellen und anschließen. Das durchschnittliche Alter der
befragten Personen lag bei 64 Jahren. Ein Drittel der Testper- sonen hatte Schwierigkeiten
bei der Benutzung von Telefonen aufgrund körperlicher Einschränkungen wie
Schwerhörigkeit und Arthrose.
Foto: http://www.siemens.com/icm-bilder/soicm200424
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.siemens-mobile.de/gigaset
http://www.siemens.de/innovationnews
Informationsd Wissensch
- idw - Pressemitt - IfADo - Institut für Arbeitsphysiologie an der Uni Dortmund, 28.09.2004
Gute Nachricht: Im Alter wird manches auch
besser
Hirnforscher am IfADo untersuchen ältere Menschen
Nicht nur in der Bevölkerungspyramide, auch im Interesse der Wissenschaftler
rücken die Alten nach oben. Forscher vom Institut für Arbeitsphysiologie an der
Universität Dortmund (IfADo) untersuchen seit
einiger Zeit die Vorgänge im Hirn älterer Menschen. Und dabei wurden sie positiv
überrascht: Im Vergleich mit Jüngeren "denken" sie anders - und manchmal sogar
schneller.
"Ältere Menschen lernen mehr aus ihren Fehlern", berichtet Dr.
Michael Falkenstein. Die Messungen der Gehirnströme zeigte bei älteren Menschen
eine flachere Kurve, nachdem sie bei Testaufgaben einen Fehler gemacht hatten. Die
Vermutung, dass diese flachere "Fehlerwelle" eine verminderte Reaktion auf den
Fehler andeuten könnte, bestätigte sich aber nicht. Im Gegenteil, nach
einem Fehler zögern ältere Menschen bei
der nächsten Aufgabe ein wenig länger und machen damit im Endeffekt etwas weniger Fehler
als die jüngeren Probanden. Dass die Reaktionszeiten im Alter länger werden, ist
nichts Neues. Der Effekt ist aber viel geringer als gemeinhin angenommen.
Und auch bei diesen Untersuchungen stießen die Dortmunder Wissenschaftler auf ein
interessantes Detail: Die Verzögerung in der Reaktion auf einen
visuellen Reiz geschieht vor allem in der Umsetzung der Entscheidung für eine Reaktion in
ihre motorische Ausführung, also von der Entscheidung "Tastenklick" bis
zur Fingerbewegung. Die Hirnstromdaten deuten jedoch darauf hin, dass dies kein
Defizit ist, sondern eine Strategie der Älteren sein könnte,
die Reaktionsschwelle zu erhöhen, also vorsichtiger zu sein als Jüngere. Weiterhin
zeigte sich bei den Älteren eine leichte Verzögerung der
Reizwahrnehmung, die aber durch eine entsprechende Beschleunigung des
Entscheidungsprozesses wieder kompensiert werden konnte - ein Teil des
"Denkvorgangs" läuft also schneller ab als bei Jüngeren. Forschungen des
Instituts für Arbeitsphysiologie haben, wie der Name schon andeutet, immer einen Bezug
zur Arbeitswelt. Dieses Projekt erarbeitet Grundlagen für die Konzeption
"altersdifferenzierter Arbeitssysteme". Dabei geht es darum zu analysieren, wie
Arbeitsplätze durch Umstrukturierung an ältere Arbeitnehmer angepasst werden können -
ein Punkt, der in der Diskussion um längere Lebensarbeitszeiten
bedeutsam wird. Viele altersbedingte Leistungsveränderungen zeigen sich in den
Gehirnströmen, die aus dem vorderen Teil des Gehirns, dem Frontalhirn, stammen. Diese
Hirnregion, die auch als "Sitz der Persönlichkeit" gilt, ist ein besonders
empfindlicher Bereich. In der Kindesentwicklung entwickelt er sich sehr spät und zeigt im
Alter die ersten Veränderungen. Das Frontalhirn kontrolliert und koordiniert verschiedene
Prozesse; hier findet z.B. die Wahrnehmung und Bewertung eigener Fehler statt. Die
detaillierte Analyse der Prozesse im Gehirn soll zur Entwicklung spezifischer
Trainingsprogramme genutzt werden: "Je genauer wir wissen, wo es hakt, desto
gezielter können Trainingsmaßnahmen die Defizite verringern - oder zumindest eine
Verschlechterung bremsen", erläutert Dr. Falkenstein. Gehirnjogging
wird also immer effizienter, je genauer es auf
beeinträchtigte Funktionen abgestimmt ist. Völlig unspezifisch,
aber trotzdem erstaunlich wirksam ist übrigens herkömmliches Jogging - oder jedes andere
körperliche Fitness-Training. Körperliche Fitness wirkt sich äußerst positiv auch auf
die geistigen Fähigkeiten aus, wie der amerikanische Forscher Arthur Kramer vom Beckman
Institute in Illinois herausfand. Ein junger Geist in einem
trainierten Körper, sozusagen.
Noch ein Vorurteil konnte mit den bisherigen Untersuchungen am IfADo
ausgeräumt werden: Ältere Menschen ermüden nicht schneller als junge.
Aber einen Wermutstropfen will Dr. Falkenstein nicht verschweigen:
"Ältere lassen sich eher ablenken. Sie blenden unwichtige
Informationen schlechter aus." Was man natürlich auch so deuten kann, dass sich der
Blick für das große Ganze schärft - die Alten können eben doch
einiges besser.
Dr. Falkenstein erreichen Sie unter 0231/1084-277 oder falkenstein@ifado.de.
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Informationsdienst Wissenschaft - idw
- Pressemitteilung - Universität Kassel, 06.10.2004
Internationales Forschungsvorhaben:
"Ältere Menschen in Europa und die neuen Medien"
"Ältere Menschen in Europa und die neuen Medien" ist der
Arbeitstitel eines Forschungsprojekts, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus
Spanien, Ungarn, Griechenland, Tschechien und Deutschland in Kassel auf den Weg gebracht
haben.
Kassel. "Ältere Menschen in Europa und die neuen Medien" ist
der Arbeitstitel eines Forschungsprojekts, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
aus Spanien, Ungarn, Griechenland, Tschechien und
Deutschland in Kassel auf den Weg gebracht haben. Unter der Leitung von Prof. Dr. Fred
Karl, Fachbereich Sozialwesen der Universität Kassel, wurde ein Szenario
entwickelt, nachdem zunächst empirische
Untersuchungen der Lebenssituation älterer Menschen über 60 Jahre Erkenntnisse über
deren Bedürfnisse im Bereich Fortbildung und neue Medien erbringen soll. Auf dieser Basis
wird dann ein gemeinsames
Curriculum entwickelt werden, das in Fortbildungskursen angewendet wird. Ein
besonderer Schwerpunkt wird dabei im Bereich E-Learning
liegen, so dass die älteren Menschen an das Lernen mit Hilfe des Computers und des
Internets herangeführt werden. So können sie Kenntnisse über die anderen Länder
erwerben sowie internationale Kontakte knüpfen. Das Projekt dient der europäischen
Integration. Finanziert werden soll das Projekt im Rahmen des von der EU geförderten
Programms "Socrates-Grundtvig I".
http://www.chip.de/news/c_news_12474671.html,
4.11.2004, 11:34
Studie: Internet-Apotheken bei Senioren beliebt
Informationsd Wissensch - idw - Pressemitteilung
- Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V.,
Klaus Großjohann, 22.04.2005
Alternative Wohn- und Betreuungsangebote
für Senioren müssen ausgebaut werden
Bertelsmann Stiftung und Kuratorium Deutsche Altershilfe
zeigen Perspektiven für ein Leben älterer Menschen im Wohnquartier auf
Berlin, 22. April 2005. Angesichts des demographischen Wandels müssen
alternative Wohn- und Betreuungsangebote für alte Menschen in Deutschland ausgebaut
werden. Gelingt es nicht, andere Wohnformen zu verbreiten und entsprechende Maßnahmen in
der häuslichen Pflege zu ergreifen, müssen bis zum Jahr 2050 etwa 800.000 zusätzliche
Pflegeplätze geschaffen werden. Dies erläuterte Dr. Brigitte Mohn,
Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, heute in Berlin bei der Abschluss-
veranstaltung des Projektes "Leben und Wohnen im Alter" von Stiftung und
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Zudem müsse die Anzahl der Beschäftigten in
Heimeinrichtungen mehr als verdoppelt
werden."Die Zahl älterer hilfe- und pflegebedürftiger Menschen wird deutlich
steigen, gleichzeitig akzeptieren aber immer weniger Pflegebedürftige eine
Heimunterbringung. Zudem nimmt die Tragfähigkeit familiärer Netzwerke
immer mehr ab", so Dr. Mohn. Unabhängig davon, dass die
damit verbundenen ökonomischen Belastungen für unsere heutigen Sozialsysteme kaum
tragbar seien, wünschten sich ohnehin immer mehr Seniorinnen und Senioren ein Leben
außerhalb der stationären Einrichtungen. Ziel des im Mai 2002 begonnenen
Gemeinschaftsprojekts war, zukunftsfähige Wohnformen zu ermitteln, weiter zu entwickeln
und zu verbreiten.
Alternativen zum Heim fördern und Rahmenbedingungen verbessern Eine
wichtige Erkenntnis aus dem Projekt ist, dass es eine Reihe von alternativen Wohnformen
gibt, die den zukünftigen Anforderungen gewachsen sind. So haben sich mit den ambulant
betreuten Wohngemeinschaften Alternativen zum Heim entwickelt, die es
ermöglichen, auch bei Pflegebedürftigkeit in einer eigenen Häuslichkeit innerhalb der
vertrauten Nachbarschaft wohnen zu bleiben und nicht in ein Heim umziehen
zu müssen. "Eine im Rahmen des Projektes erstellte Pilotstudie zu
diesen Wohngruppen hat gezeigt, dass hier ein hohes Maß an Versorgungssicherheit und
selbstbestimmter
Lebensführung gewährt wird. Betreute Wohngruppen ermöglichen eine günstige
Betreuungssituation, die
den Bewohnerinnen und Bewohnern in vielfältiger Weise zugute kommt", stellte Klaus
Großjohann,
Geschäftsführer des KDA, fest. Jedoch erschweren die derzeitigen Rahmenbedingungen die
Umsetzung
und Verbreitung solcher alternativen Wohnangebote. "Sollen diese
bedarfsgerechten Wohnalternativen eine Zukunft haben, dann müssen deren
Finanzierungsprobleme sowie Fragen der ordnungsrechtlichen Abgrenzung zu Heimeinrichtungen
gelöst und gleichzeitig neue Verfahren der Qualitätssicherung erprobt werden",
forderte Klaus Großjohann.
Kleinräumige Vernetzung im Wohnquartier - Schlüsselrolle für die Zukunft
Das Gemeinschaftsprojekt hat auch noch einmal bekräftigt, dass dem Wohnen in der
normalen Wohnung und im vertrauten Wohngebiet in Zukunft eine Schlüsselrolle zukommt.
Dabei wird es nicht nur darum gehen, einzelne Wohnformen in Richtung auf mehr
Wohnqualität, Prävention und soziale Kontakte weiter zu entwickeln, sondern vor allem
darum, die unterschiedlichen Wohn- und Betreuungsangebote kleinräumig miteinander zu
verknüpfen. "Um die Versorgung mit altersgerechten Wohnangeboten zu sichern, ist vor
allem eine Vernetzung und Integration zukunftsfähiger Wohnmodelle in bestehende
Versorgungsstrukturen und Wohngebiete wichtig", betonte Großjohann.
"Nur so lässt es sich vermeiden, die steigende Zahl Pflegebedürftiger überwiegend
in zusätzlichen Pflegeheimen unterzubringen", so die Überzeugung des KDA-
Geschäftsführers.
Eigenverantwortung ermöglichen und fördern
Auch die Strukturen der Altenhilfe müssten darauf ausgerichtet werden, die
Potenziale für Eigeninitia- tiven, Eigenverantwortung und gegenseitige Hilfe zu stärken,
lautet eine weitere Erkenntnis aus dem Gemein- schaftsprojekt. Dies erfordert eine
Gewichtsverlagerung auf solche Wohn- und Betreuungs- formen, die dies bestmöglich
leisten. Deshalb sollte die Altenhilfe ihre Aktivitäten vor allem dort konzentrieren, wo
Alt und Jung zusammenleben, nämlich in den "normalen"
Wohngebieten. "Nur dort wird es gelingen, die Potenziale für Eigenverantwortung,
gegenseitige Hilfe und auch Prävention zu stärken, auf die wir in Zukunft so stark
angewiesen sein werden", unterstrich Staatssekretär Peter Ruhenstroth-Bauer
vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Auszeichnung beispielhafter Quartiersprojekte
Um Projektbeispiele zu ermitteln und bekannt zu machen, die bei
der Umsetzung von Quartiers- konzepten schon praktische Erfahrungen gesammelt haben, wurde
im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts der "Werkstatt-Wettbewerb Quartier"
ausgeschrieben. Dessen Preisträger wurden im Rahmen der Veranstaltung ausgezeichnet und
der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Durchführung dieses Wettbe- werbs wurde durch drei
Kooperationspartner sowohl konzeptionell als auch finanziell wesentlich unterstützt: das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Stiftung Liebenau
in Meckenbeuren und den Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen in
Berlin. Die Preise und Anerkennungen verliehen Dr. Brigitte Mohn,
Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, und Staatssekretär Peter
Ruhenstroth-Bauer, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Ansprechpartner:
Kuratorium Deutsche Altershilfe
Ursula Kremer-Preiß oder Holger Stolarz
An der Pauluskirche 3
50677 Köln
Fon: 02 21/93 18 47-34
E-Mail: wohnen@kda.de
oder:
Bertelsmann Stiftung
Birgit Ottensmeier
Carl-Bertelsmann-Str. 256
33311 Gütersloh
Fon: 0 52 41/8 18 12 05
E-Mail: birgit.ottensmeier@bertelsmann.de
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.kda.de
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Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
- Siemens AG, Dr. Norbert Aschenbrenner, 10.05.2005
"Reine Seniorenprodukte sind keine
Lösung"
Produkte, die ausschließlich auf Ältere zugeschnitten sind, werden
nie erfolgreich sein. Mit dieser Aussage erteilt der Seniorenforscher Ernst
Pöppel der landläufigen Ansicht eine Absage, für Senioren
müssten spezielle Produkte entwickelt werden. Im Gegenteil: "Produkte müssen barrierefrei
und integrativ sein, also für zehn- bis 80-Jährige entwickelt werden", sagte Pöppel
in einem Interview mit dem
Forschungsmagazin Pictures of the Future. Es dürfe keine Segmentierung
der Gesellschaft geben, sonst fühlten sich die Menschen stigmatisiert, denn sie möchten
ja dazugehören. Im Übrigen könnten auch Jüngere
Geräte besser nutzen, wenn sie bedienerfreundlicher gestaltet seien, sagte Pöppel.
Der Professor an der Ludwig-Maximilian-Universität München leitet das Generation-Research-Program
(GRP), das sich mit der
Entwicklung altersgerechter Produkte befasst.
Das GRP-Team untersucht etwa, wie Schalter in Autos angebracht werden
müssen, damit sie von Senioren mühelos erreicht werden können. Pöppel bemängelt,
dass es heute in Autos zu viele und zu weit auseinander liegende Bedienelemente gebe. Das
sei besonders für Ältere ungeeignet, da sie für viele Aktionen mehr Zeit benötigten.
Bei ihnen verlaufen die Informationsverarbeitung und die Entscheidungsprozesse langsamer
als bei Jüngeren.
Pöppel kritisiert zudem die Haltung, dass sich der Mensch an
die Technik anpassen müsse. Aber "das Gegenteil ist richtig: Die
Technik muss sich anpassen". Bei den meisten Geräten spielten ästhetische
Gesichtspunkte eine größere Rolle als die Benutzerfreundlichkeit. "Aber Ältere
möchten Produkte kaufen, die sie auch bedienen können." Siemens hat diese
Problematik erkannt und entwickelt unter dem Konzept
"Design for All" Produkte für alle Altersgruppen.
Foto: http://www.siemens.com/ct-bilder/soct200505
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.siemens.de/pof
Informationsdienst
Wissenschaft - idw - Pressemitteilung - Fachhochschule Aalen, Dr.
Marc Dressler, 22.12.2005
FH Aalen: Seniorentauglichkeit von
Bedienungsanleitungen für Mobiltelefone
Die Bedienung von Mobiltelefonen ist kinderleicht. Ist sie aber auch
seniorengerecht? Anders als junge Menschen probieren ältere weniger aus,
weil sie befürchten, sie könnten durch ein Herumspielen das
technische Gerät beschädigen. Bevor sie sich ans Telefonieren machen, lesen sie
gewissenhaft die Bedie- nungsanleitungen durch. Das hat auch Steffen Thurn aus
Essingen getan. Der Diplomand im Studiengang Technische Redaktion der Hochschule Aalen
analysierte Bedienungsanleitungen von verschiedenen Mobil- telefonen und stellte älteren
Paaren Aufgaben, die sie anhand der Anleitungen lösen sollten.
Sein Ergebnis: Aus Sicht der Senioren sind die Bedienungsanleitungen
bestenfalls mangelhaft.
An den Anfang seiner von Prof. Dr. Monika Weissgerber betreuten Diplomarbeit
stellte Steffen Thurn eine Befragung von Senioren aus dem Ostalbkreis zu den
Anforderungen, die sie an eine Anleitung für Mobil- telefone haben. Dergemäß erwarten
sie einen großen, gut leserlichen Schriftsatz, durch den Orientierungshilfen wie
beispielsweise eine klare Hierarchie der Überschriften oder die Hervorhebung
von Hauptfunktionen des Mobiltelefons helfen sollen. Zur Leserlichkeit trägt zudem ein
hoher Kontrast von Text und Hintergrund bei. Außerdem sollte der Text so wenig wie
möglich Fachbegriffe enthalten. Sind diese unumgänglich, sollten sie wenigstens an
geeigneter Stelle allgemeinverständlich erläutert sein.
Mit diesem Vorwissen machte sich Steffen Thurn an die Analyse von
Bedienungsanleitungen für Mobiltelefone. Er untersuchte Struktur, Gliederung,
Typographie, Terminologie und Bebilderung der ausgelieferten Anlei- tungen und kam zu
einem vernichtenden Urteil: "Die Abbildungen sind größtenteils unbrauchbar,
Serifen- schriftarten behindern den Lesefluss und der Zeilenabstand ist einfach zu gering,
so dass wichtige Informa- tionen schlichtweg überlesen werden."
Der sich aus den Analysen vorhersehbare Ärger beim Einsatz der
Bedienungsanleitungen stellte sich bei Tests mit Senioren im Alter zwischen 62 und 75
Jahren dann auch tatsächlich ein. Zwei Beobachter
haben Vorgehen und Reaktionen der Probanden beobachtet und dokumentiert. Gleichzeitig
wurden die Senioren beim Lösen der Aufgaben von einer Videokamera aufgezeichnet.
Übereinstimmend stellte sich
heraus, dass die Paare die benötigten Informationen nicht oder nur schlecht
auffinden konnten. "Die Schwierigkeiten beginnen beim lückenhaften
Inhaltsverzeichnis und enden bei einem Stichwortverzeichnis mit falschen
Verweisen", erklärt Steffen Thurn. Durch zielloses Blättern seien die
Probanden oftmals schneller ans Ziel gelangt.
Eine Aufgabe bestand darin, Akku und SIM-Karte einzulegen und das Mobiltelefon in
Betrieb zu nehmen. Für viele ein Ding der Unmöglichkeit. "Hätten sich die Nutzer
ausschließlich auf die Bedienungsanleitung verlassen, hätten sie das Handy erst gar
nicht zum Laufen bekommen", so der Technische Redakteur. Grund dafür seien zu wenige
sachgerechte Abbildungen und fehlende Anweisungen. Kaum eine Abbildung ließ sich einer
konkreten Handlungsanweisung zuordnen. So wurde nicht erklärt, dass vor dem Einsetzen
der SIM-Karte die Abdeckung des Mobiltelefons abgenommen oder die Eingabe der PIN mit 'OK'
bestätigt werden muss. "Wer keine Erfahrung mit ähnlichen technischen Geräten hat,
wird von der Anleitung allein gelassen", so Thurn.
War das Mobiltelefon betriebsbereit, sollten die Senioren einen einfachen
Anruf tätigen. Selbst diese grundlegende Funktion des Kommunikationsmediums bereitete den
älteren Paaren große Schwierigkeiten. Knackpunkt war häufig die
Anweisung, nach Eingabe der Rufnummer, die Anruftaste zu betätigen. Eine
solche Taste findet sich jedoch keine auf dem Tastenfeld des
Mobiltelefons. "Es wird demnach voraus- gesetzt, dass der Nutzer
weiß, dass die Anruftaste eine Wahltaste ist, die über die Anzeige auf
dem Display zur Anruftaste wird", bemängelt Steffen Thurn.
Dass die Wahltaste mehrere Funktionen übernehmen kann, werde nicht
ausdrücklich an dieser Stelle der Bedienungsanleitung beschrieben.
An der Aufgabe schließlich, einen Personennamen und eine Nummer im Telefonbuch des Handys
zu speichern, sind alle (!) Versuchsteilnehmer gescheitert. Im
gleichnamigen Kapitel der Bedienungsanleitung wurde vorausgesetzt, wie man ins
Auswahlmenü gelangt, wie man dort navigiert, usw. Ein Verweis auf erläuternde Kapitel
ist Fehlanzeige. "Von der Bedienungsanleitung erhält der sachunkundige Nutzer keine
Hilfe", urteilt Thurn.
Daraufhin hat der Technische Redakteur die Bedienungsanleitung überarbeitet und
Empfehlungen für eine Musteranleitung aufgelistet. Absolutes Muss: Eine
aufklappbare Übersicht, auf der das Mobiltelefon
aus allen Perspektiven zu sehen ist und wichtige Teile mit Nummern versehen sind. Auch
eine größere Schrift und Zeilenabstände, die zur besseren Lesbarkeit
beitragen, sind wünschenswert. "Natürlich sind den
verantwortlichen Redakteuren auch Grenzen gesetzt und man muss zu Kompromissen bereit
sein", meint Steffen Thurn. Von einer Anleitung extra für Senioren rät er ab. Das
werde von vielen älteren Menschen
als diskriminierend empfunden. Eine Bedienungsanleitung sollte vielmehr den Ansprüchen
aller Benutzergruppen gerecht werden. Das setzt voraus, dass die Anforderungen von
Senioren zukünftig bei der
Erstellung von Bedienungsanleitungen stärker berücksichtigt werden.
Weitere Quellen
Weitere Homepage-Adressen
| http://www.telekom-senioren-bonn.de/ www.verdi-senioren-club.de www.workshop-zukunft.de DGB http://www.seniorennet.de http://www.seniorentreff.de http://www.seniorweb.uni-bonn.de http://www.tu-dresden.de/senior http://www.adis.at/senioren http://www.seniorweb.ch http://www.internet-fuer-einsteiger.org http://www.ovivo.de http://www.vavo.de http://www.silber-surfer.de www.atlantis-city.de www.feierabend.de www.hulda.de www.telekom-senioren-bonn.de www.seniorenportal.de http://www.wegweiser-zahnzusatzversicherung.de/senioren.php |
Angebote und Links zu Regionalgruppen Links zu deutschen und internationalen Seniorenorganisationen Angebote von Volkshochschulen Kommerzielle Internet-Platform für Senioren mit Online-Shops Infos, Kleinanzeigen, Kontaktbörsen Internetfans im Rentenalter |
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Mit dem weltfremden Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 -
"Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) in Hamburg
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Siehe aber auch http://www.daniel-rehbein.de/urteil-landgericht-hamburg.html
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