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Gelingt es, die letzten technischen und regulatorischen Hürden zu meistern, dann steht mit der "Powerline"-Technik
eine echte Alternative zur bisherigen Telekom-Infrastruktur zur Verfügung.
Es wird an vielen Stellen in der Welt an diesem Thema gearbeitet.  Die Erwartungen sind groß.
Die hier wiedergegebenen Berichte sind nicht von gleichem fachlichen Tiefgang und gleicher sachlicher Qualität und teilweise sogar widersprüchlich. Bitte auch beachten, daß manche der hier aufgeführten Presseberichte schon älter sind.
Weitere Webseite auf dieser Homepage unter  Powerline.


Inhalt

Daten aus der Steckdose  -  Allgemein Pressebericht 1  Wirtschaftswoche  vom 22. Mai 1997
Konkrete industrielle Absichten Pressebericht 2  Rheinische Post     vom 6. November 1997
    NORTEL Pressebericht 3  ZDNet News           vom 25. September 1997
   Polytrax Pressebericht 4  ZDNet News           vom 10. Dezember 1997
Fragen und Antworten Pressebericht 5  Internet Magazin   2/99
Pressebericht 6  ZDNET                     vom 18.10.1999
Pressebericht 7  Funkschau 23/99    vom 29. 10. 1999
Anwendungen und weitere Meldungen Pressebericht 8  Funkschau 25/99    vom 26. 11. 1999
Weiterführende Internet-Web-Seiten Renaissance?    Computer Zeitung  vom 02. 93. 2000
Markteinführung für Powerline im Frühjahr 2001

Daten aus der Steckdose   An diesem allgemeinen Beitrag  läßt sich erkennen, worum es geht
© Berliner Morgenpost 1998, Montag, 5. Oktober 1998, Auszug
Telefongespräche und Internetkommunikation könnten künftig durch das Stromnetz rasen
Von Dirk Westphal
Wenn Frank Brandt in seinem Büro bei der Bewag sitzt, dann macht er sprichwörtlich Zukunft. In den letzten Jahren tüftelte der 36jährige Informatiker an einer Erfindung, die die Welt revolutionieren könnte. Die sensationelle Idee: Von jeder Steckdose aus soll künftig Telefonieren und Internet-Surfen möglich sein. Selbst die häusliche Fernüberwachung vom Urlaubsort oder automatische Stromzähler-Ablesung würden - wie kürzlich berichtet - mit  «powerline communication» zum Kinderspiel. Was wie Science Fiction erscheinen mag, ist in der Realität bereits erprobt. US-Militärs experimentierten in den 70er Jahren mit entsprechender Technik, um von Telefon-Firmen unabhängig zu werden. Frank Brandt hat auch die Praxishürde genommen: Das «Düne»-Verfahren (Datenübertragung über Niederspannungs-Energienetze) funktioniert. Ob Kommunikation per Internet, Telefongespräch oder Versand von Bilddateien - letztlich geht es immer um den Transport von Infopäckchen. «Düne» benötigt dazu im Normalhaushalt nur einen Adapter, der zwischen Endgerät  (Fax, PC oder Telefon) und Steckdose geschnallt wird. Die zu übertragenden Daten werden mittels dieses «Netzkopplers» und sogenannter Bandspreiztechnik einfach auf den vorhandenen Haushaltsstrom «aufgesattelt». Strom und Datenpaket stören sich nicht, weil sie anders «getaktet» sind. Haushaltsstrom fließt bekanntlich mit 50 Hertz, «Düne»-Adapter arbeiten mit 30 Megahertz und höheren Frequenzen. «Im Grunde tun wir so, als wenn der Strom gar nicht da wäre», beschreibt Brandt das «Düne»-Prinzip. Verläßt das solchermaßen hochgetaktete Infopäckchen via Stromleitung das Haus, gelangt es zu einer Trafostation, wo es weitergelenkt wird. Damit das Signal auch dort ankommt, wo es hin soll, arbeiten die Netzkoppler in den Trafostationen und häuslichen Endgeräte-Adaptern mit spezieller Software, die jedem Datenpäckchen eine Richtung zuweist. Ist das Signal schließlich am Bestimmungsort angelangt, wird es mittels des dort befindlichen Adapters wieder entschlüsselt. Neuer Endgeräte bedarf es nicht. Denn «Düne», für das das Weltpatent angemeldet ist, soll mit vorhandenen Systemen kompatibel sein, so daß Neuanschaffungen unnötig würden. Beeindruckend ist, wie schnell «Düne» arbeitet. Datenpakete können mit über 64 kbit/s, also schneller als bei ISDN, geradezu wegkatapultiert werden. Technisch entsprechend gewappnet, wolle man sich zwischen ISDN und der im Kommen begriffenen ADSL-Technik positionieren, die über das klassische Kupferkabel mittels Datenkompression noch größere Übertragungs-Geschwindigkeiten als bei ISDN erreicht.
Die technische Herausforderung bei «Düne» lag darin, daß die hochfrequenten Info-Päckchen nicht mit anderen Frequenzen, etwa von Radiosendern, «kollidieren». Die Technik wurde so abgestimmt, daß es zu keinen Interferenzen kommt. In Hunderten von Meßversuchen, die zum Teil die Regulierungsbehörde für Telekommunikation begleitete, haben Brandt und seine Mitstreiter der Hamburger Electricitätswerke (HEW) sowie die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln (GEW) - die wirtschaftlichen Nutzungsrechte liegen bei der Bewag - die Machbarkeit nachgewiesen. Gesundheitliche Auswirkungen, Stichwort «Elektro-Smog», werde es ebenfalls nicht geben. Dies hätten die Versuche gezeigt, so Brandt. In etwa zwei Jahren soll «Düne» marktreif sein. Zuvor könnte es auch größer angelegte Feldversuche mit Privathaushalten und Firmen in der Hauptstadt geben. Für die Bewag ist dies allemal ein interessanter Markt, denn an ihrem flächendeckenden Niederspannungs- Stromnetz mit rund 8000 Netzstationen hängen immerhin mehr als zwei Millionen Kunden. Wie teuer die deutschlandweite Abdeckung mit «Netzkopplern» kommt, oder wieviel ein Home-Adapter kosten soll, will Brandt noch nicht schätzen. Auf jeden Fall brauche man für den Aufbau einer Infrastruktur und den Betrieb Partner, die man auch außerhalb Berlins suche.
Setzt sich die Idee durch, könnten die Stromtelefonie-Visionäre vor allem in der Dritten Welt eine wahre Kommunikations- Revolution lostreten. Denn während es dort in vielen ländlichen Gebieten bis heute vergleichsweise wenig Telefonanschlüsse gibt, sind Stromleitungen öfter vorhanden. Dies wissen auch andere Telekommunikations- und Stromriesen. So starteten süddeutsche Energieversorger vor wenigen Tagen ein Projekt in Baden-Württemberg, das die Internet-Tauglichkeit des Stromnetzes im Feldversuch nachweisen soll.
Eines scheint sicher: Im «powerline communications»-Markt der Zukunft wird derjenige Sieger sein, der als erster eine Infrastruktur zu marktfähigen Preisen anbietet.


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Konkrete industrielle Absichten
Presseinformation von NORTEL
March 18, 1998, Contact: Joey Nord, Nortel, 404-661-5059, joey.nord@nortel.com
NORTEL (Northern Telecom)  and Norweb   Anmerkung des Webmasters: Siehe aber auch Pressebericht 7.
Launch shows improved technology to provide data services and Internet over electricity lines
HANNOVER, Germany --The latest version of Digital PowerLine, the technology which allows Internet and data to be transmitted over electricity power lines, was launched at CeBIT 1998 in Hannover by Nortel (Northern Telecom) and Norweb. The new Digital PowerLine solution, branded the DPL 1000, will make installation of the Digital PowerLine technology in the home faster and easier, and will provide a simple interface to a whole range of devices. The system is more flexible being compatible with a wide variety of platforms including laptops, PCs and Macs. The upgraded DPL 1000 version is based on a standalone unit connected to the power supply by standard coaxial cable and then linked to the data world by standard Ethernet cables.
Digital PowerLine technology was unveiled by Nortel and Norweb in October 1997. The system gives electricity users high speed access to data communications services, linking their computers to the outside world over existing electricity mains connections at speeds of at least one Megabit per second, up to ten times faster than ISDN. Digital PowerLine has attracted considerable attention around the world for its potential to accelerate the availability of fast, more cost-effective Internet services for everyone. As the new technology has standard interfaces such as Ethernet and Universal Serial Bus (USB), several machines can be connected to a single DPL box simultaneously to create a local area network (LAN) in the home or office. DPL 1000 has the added advantage of providing advanced telecommunications network management by the electricity company for the purpose of monitoring and maintenance as well as providing additional services to satisfy growing customer requirements. The new system also unleashes the future potential for home automation by enabling remote operation of appliances such as the video or the oven. The Digital PowerLine solution consists of a DPL 1000 mainstation, a DPL 1000 basestation, a DPL 1000 coupling unit and a DPL 1000 communications module. The total solution provides a competitively positioned access network which integrates seamlessly into today’s WAN networks. Major benefits to network providers include low connection cost due to reuse of existing infrastructure; potential for increased revenues; and a management system, based upon Nortel’s Magellan ATM management platform, which allows network operators to monitor and maintain pre-determined service levels and availability. For Service Providers, the Digital PowerLine solution provides an excellent opportunity for information content providers and other third-parties to evaluate and optimise the emerging market for new applications and advanced ways of delivering content. Digital PowerLine also enables service providers to differentiate their offerings from others through its ‘always on’ capability (no dialup). Multiple applications via Digital PowerLine will support high-speed Internet access, telephony (IP voice), multimedia, smart applications/remote control, home automation and security, home banking/shopping, data back-up, information services, telecommuting, and entertainment. Arrangements are underway to carryout commercial trials of the new product throughout Europe and Asia. Norweb, part of United Utilities plc, provides an extensive range of advanced voice and data services and has achieved significant success in providing resilient networks for businesses throughout the north west of the UK. United Utilities has a combined capability in water and waste water, electricity, gas and telecoms, employing 10,000 people worldwide with revenues of £2.4 billion in 1997. This new technology will strengthen its competitiveness as a multi-utility service provider.
Nortel in Europe had 1997 sales of $US 3.5 billion, operating both independently and through its joint ventures, Nortel Dasa Network Systems with Daimler-Benz Aerospace AG in Germany and Matra Communication with the Lagardère Group in  France. Nortel employs approximately 16,000 people across Europe in research and development, manufacturing and sales. Nortel had 1997 revenues of $US 15.5 billion and has approximately 73,000 employees worldwide.


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March 18, 1998
Nortel (Northern Telecom) and Nortel Dasa Demonstrate Focus on Webtone at   CeBIT’98
HANNOVER, Germany -- Speaking at a press conference today, J. A. (Ian) Craig, Nortel’s president, Broadband  Networks, outlined the industry’s evolution toward webtone and Nortel’s important role in offering a range of solutions   designed for the Internet and Internet Protocol (IP) networks.
Nortel aims to make the Internet as easy to use as the telephone for the consumer; to make the Internet a viable, commercial business for operators and service providers; and to build, design and integrate IP optimised data networks that have the same level of integrity, reliability, security and capacity planning that is taken for granted with voice networks. Currently, performance on the Internet is often lacking, speed to the desktop is slow, getting connected can be difficult and few service providers are
making money handling the flow of Internet traffic. Ian Craig said: "Data traffic is growing 30% per year versus 3% for voice traffic, and it is accelerating thanks to the Internet.
By the year 2000, the number of Internet users worldwide is expected to reach 250 million as opposed to 75 million today. In the past, our customers were looking for us to build voice networks that could accommodate data. Now, they are looking to us to design networks that are optimised for data but that will also do a good job at handling voice." Craig continued: "We are the number one supplier of  fibre optic transmission systems providing 10 gigabit per second transport capability on networks around the globe for customers like Qwest, MCI and WorldCom. We’re in a fast-moving, exciting ride as we work
with our customers and partners to create webtone." Nortel is ready for the Internet revolution, building upon its technological  competencies to evolve today’s networks to carry data, video, and voice effectively, creating innovative solutions for existing  and new operators and for enterprises of all sizes. With Norweb communications in the UK, Nortel has developed Digital PowerLine technology, which enables data to be transferred over electrical power lines at speeds of over one megabit per second, more than ten times faster than ISDN, providing permanent access to the Internet for individuals and small businesses. Nortel is challenging the dominant role of routers in the Internet by leveraging its leadership in
fibre-optic transmission systems. By integrating router functionality into high-speed optical systems,  Nortel is enabling the efficient movement of IP traffic directly over SONET/SDH pipes. New network architectures, such as Nortel’s Internet Thruway can relieve Internet data traffic congestion on existing networks and new modem technologies, such as Nortel’s 1-Meg Modem service will greatly improve their performance.

Nortel’s Micom division is the industry leader in the fast-growing carrier, ISP and corporate Voice over IP gateway market, and, Nortel’s Rapport Dialup switch provides a single, integrated, high performance platform that simplifies management and lowers operating costs for ISPs and enterprises offering remote access. Nortel itself operates one of the world’s largest and most advanced intranets. The company’s very high performance ATM-based global corporate network manages IP, data, and video traffic among 73,000 people and their PCs and workstations at more than 250 locations around the world.
Nortel is participating in a consortium of more than 100 universities, government agencies, corporations and other institutions developing the next-generation Internet. InterNet 2 will handle multimedia applications 100-1,000 times faster than today’s Internet allowing the Net to become the primary medium for business globally. Nortel is also part of the MIT Internet Telephony Consortium working on the technical, economic,
strategic and policy issues arising from the convergence of telephony and the Internet.   The consortium is nurturing new forms of integrated multimedia communication that use the full capabilities of broadband networks. Nortel in Europe had 1997 sales of $US 3.5 billion, operating both independently and through its joint ventures, Nortel Dasa Network Systems with Daimler-Benz Aerospace AG in Germany and Matra Communications with the Lagardère Group in France. Nortel employs approximately 16,000 people across Europe in research and development, manufacturing and sales.
Nortel had 1997 revenues of $US 15.5 billion and has approximately 73,000 employees worldwide.
Anmerkung des Webmasters: Siehe aber auch
Pressebericht 7.

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Quelle : Polytrax
Die Technologie  Auszug
Der wachsende Bedarf an Informationstechnologie und die Öffnung der Telekommunikationsmärkte erfordern neue Alternativen im Bereich der Datenübertragung. Die gewöhnliche Steckdose bzw. das gewöhnliche Stromnetz bieten eine ideale und preiswerte Möglichkeit zur Datenübertragung. Um Informationen in das Stromnetz einzuspeisen, werden hochfrequente Signale auf die 50Hz Spannungskurve aufmoduliert. Die europäische Norm EN50065 CENELEC stellt dafür verschiedene Frequenzbereiche zur Verfügung. In diesen Bändern lassen sich digitale Daten durch Amplituden-, Frequenz- oder Phasenmodulation übertragen. Die Amplitudenmodulation läßt sich technisch sehr einfach realisieren, ist jedoch besonders anfällig gegen Störungen. Für die Übertragung von einzelnen Datenbits wird bevorzugt die Frequenzmodulation verwendet. Es werden zwei unterschiedliche Frequenzen für Bit 0 bzw. Bit 1 gewählt. Die Phasenmodulation hingegen verwendet lediglich eine Frequenz, deren Phase zwischen Datenbits mit unterschiedlichen Werten sprunghaft verändert wird. Die europäische Norm unterscheidet sich deutlich von Vorschriften der nicht europäischen Länder. In Amerika oder Japan können für die Datenübertragung im Stromnetz (Powerline Communication) Frequenzbänder bis 500kHz verwendet werden. Dies hat zur Folge, daß amerikanische oder asiatische Geräte die CENELEC Norm meist nicht erfüllen und somit nicht in Europa eingesetzt werden können.

Die Anwendungen
Die PolyTrax PL-Triple-C® Serie findet Einsatz in den folgenden Bereichen:  (Auszug)
Telekommunikation
Eine Kombination aus der PolyTrax Datenübertragungstechnik und herkömmlicher Telekommunikationstechnik bietet völlig neue Aspekte. Internetzugang und E-Mail Service via Steckdose ersetzen bzw. komplementieren herkömmliche Verbindungen über Telefondatenleitungen. Eine Integration aus Funktechnologie und der PolyTrax PL-Triple-C® Serie ermöglicht den Telekommunikationsunternehmen, Dienste lokal unabhängig anzubieten. Die Informationen werden über Modems z.B.: auf  Hausdächern in die Stromleitungen eingespeist. Eine Entnahme der Daten ist an nahezu jedem Ort des Gebäudes über die Steckdosen möglich. Kodierungsverfahren sorgen für hohe Sicherheit im Netz.
Fragen und Antworten   (Auszug aus Polytrax Homepage)
Welche Verfahren eignen sich am besten für eine Datenübertragung im Stromnetz?
Prinzipiell gibt es zwei Methoden für die Datenübertragung im Stromnetz. Eine schmalbandige und eine breitbandige
Modulation. Die schmalbandige Modulation hat Vorteile auf ungestörten Kanälen. Hier kann am besten mit einer Phasen- oder einer Frequenzmodulation gearbeitet werden. Eine Amplitudenmodulation ist meist nicht geeignet. Breitbandige Modulationsverfahren gewährleisten eine hohe Sicherheit im Netz. Sie sind sehr robust gegen Interferenzen. Als bekannt gelten die "frequency hopping" Methode, die "chirp" Methode und die PN-DS Methode.
Diese Verfahren werden meist in nicht-europäischen Ländern eingesetzt.
Unterscheiden sich amerikanische und europäische Normen ?
Die europäische Norm EN50065 (
CENELEC) definiert verschiedene Frequenzbänder für die Datenübertragung im Stromnetz.
Band              Frequenzbereich
A                    9 - 95      kHz
B                  95 - 125    kHz
C               125 - 140    kHz
D               140 - 148,5 kHz
In Amerika oder Japan hingegensind Anwendungen  im  Bereich bis  500 kHz möglich.

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Sollten Sie bestimmte weitere Fragen zur Datenübertragung im Stromnetz haben, schicken Sie uns bitte eine E-Mail.
Wir beantworten Ihre Fragen gerne.
                         Email : info@polytrax.com


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Pressebericht 1   "Wirtschaftswoche Nr.22" vom 22.5.1997, Seite 94-97,  Spannende Sache
Das Stromnetz läßt sich auch zum Telefonieren nutzen.
Doch die Technik hat noch  Macken.
Die Konkurrenten der Deutschen Telekom, die sich vom großen Telefonkuchen gehörige Scheiben abschneiden wollen, besitzen bereits recht gut ausgebaute Telefonnetze. Nur das letzte Stück auf der Datenautobahn fehlt den Wettbewerbern noch - der Zugang zum Kunden, die sogenannte letzte Meile. Im Gegensatz zur Telekom verfügen sie nicht über eigene Ortsnetze, ihre Kabel reichen nicht bis in die Haushalte. Das Verlegen von eigenen Kabeln in den Ballungszentren ist astronomisch teuer. Der drahtlose Zugang via Funk erwies sich bislang als zu kostspielig, auch das Umrüsten der Fernsehkabelnetze ist aufwendig. Es schien, als seien die Telekom-Herausforderer ausschließlich auf das Ortsnetz des Giganten aus Bonn angewiesen, dessen Telefonleitungen in jedes Haus und in jedes Unternehmen führen. Auf dessen Netz, so sieht es das Telekommunikationsgesetz vor, können sich die Konkurrenten bei Bedarf aufschalten.Doch jetzt gibt es eine zusätzliche Möglichkeit, das Ortsnetz des Giganten zu umgehen, die künftig Furore machen könnte: Auch das
Stromleitungsnetz läßt sich inzwischen zur Übertragung von Telefongesprächen nutzen. Da fügt es sich gut, daß sich unter den
Telekom-Konkurrenten die größten Stromversorger wie die RWE, Veba sowie die Viag-Tochter Bayernwerk finden. Das Telefon wird dabei mit der Steckdose gekoppelt. Die Gesprächssignale werden dann über das Stromnetz transportiert und an der nächstgelegenen Trafostation über einen dort installierten Vermittlungsrechner in das eigene Telefonfernnetz eingespeist. Im britischen Manchester klappt das bereits, wenn auch noch längst nicht so gut, daß eine echte Konkurrenz zum Telefonnetz entsteht. Immerhin führen 20 Kunden des britischen Energieversorgers Norweb ihre Telefongespräche bereits über das Stromnetz. Das funktioniert auch reibungslos, so daß der Energieversorger, der mit dem kanadischen Kommunikationskonzern Nortel und der amerikanischen Computerfirma Silicon Graphics kooperiert, die Telefonie per Stromkabel ausbauen möchte. Doch vor allem ein Problem bereitet den Entwicklern noch Kopfschmerzen: Momentan können nicht mehr als zwölf Gespräche gleichzeitig auf einer Stromleitung geführt werden, dabei erreicht eine Norweb- Energieleitung im Schnitt mehr als 150 Kunden. Mit leistungsfähigeren Übertragungsprotokollen, die derzeit von Wissens- chaftlern der Universität Lancaster entwickelt werden, will man das Problem ausmerzen. Die Technik, die stromführende Kupferkabel zu Pipelines für die Telekommunikation aufweitet, wird als Powerline bezeichnet. Ein Pionier auf diesem Gebiet ist der amerikanische Netzwerkspezialist Novell. Die Amerikaner wollen Powerline so ausbauen, daß nicht nur Computer via Stromleitung miteinander vernetzt, sondern beispielsweise auch Telefone, Faxgeräte oder Drucker komfortabel via Steckdose angesteuert werden können. Da sich in jedem Zimmer Steckdosen befinden, müßten keine zusätzlichen Kabel mehr verlegt werden. Die Geräte werden dabei über eine elektronische Kupplung an das Stromnetz angeschlossen. Jeder Apparat erhält eine Adresse, unter der er angesprochen werden kann. Die Daten, die übertragen werden sollen, werden in handliche Datenpakete zerlegt und - je nach Verkehrsaufkommen im Leitungsnetz - mit wechselnder Übertragungsgeschwindigkeit zur Zieladresse gelotst. „Derzeit erreichen wir Übertragungsraten von mindestens 100 Kilobyte pro Sekunde", freut sich Novell-Experte Michael Jans. Das entspricht in etwa zwei parallel genutzten ISDN-Telefonleitungen. Das ist im Vergleich zu Datenleitungen, die locker zehn Megabit verkraften, noch wenig, doch die Novell-Experten sind zuversichtlich, daß in wenigen Jahren schon mehrere Megabits über die Stromleitung rauschen werden. Eine spannende Sache: Dann ließen sich die Stromleitungen sogar für die Multimedia-Kommunikation nutzen. Zunächst werden die Stromversorger allerdings noch keine Telefonverbindungen über das Stromnetz anbieten, sondern eher „energienahe Dienstleistungen", wie Jens Vesper, Powerline-Experte der Ratinger Unternehmensberatung Eutelis Consult, vermutet. So könnten die Versorger beispielsweise künftig die Stromzähler der Kunden aus der Ferne über das Elektrokabel ablesen. Doch möglich ist weit mehr - bis hin zu einer Art Fernsteuerservice für Haus oder Wohnung der Stromkunden. Solche Lösungen bietet beispielsweise die Lüdenscheider ABB-Tochter Busch-Jaeger Elektro GmbH bereits an. Der Der US-Energieversorger UtiliCorp United arbeitet gemeinsam mit Novell an solchen Anwendungen. Der Stromkonzern aus Kansas City im US-Bundesstaat Missouri will Geschäfts- und Privatkunden per
Powerline ein komplettes Gebäude- und Energiemanagement anbieten. 
Ein Single, der abends von der Arbeit nach Hause kommt, findet nicht nur eine erleuchtete Wohnung vor. Auf einem Monitor erscheinen die wichtigsten Nachrichten, die während des Tages gesammelt wurden, und die neuesten Börsenkurse für das persönliche Aktienportfolio. Befehl zum Aufruf der Videotextseiten wird via Steckdose erteilt. Eines Tages soll die Stromnetzkommu- nikation sogar für das interaktive Homebanking genutzt werden. Über ähnlich hochwertige Serviceangebote denken auch schon deutsche Stromkonzerne nach. Bei der Hannoveraner Veba-Tochter PreussenElektra etwa laufen derzeit die Vorbereitungen für ein Pilotprojekt, das „die Einsatzmöglichkeiten für die Telekommunikation über die Stromleitung ausloten soll", formuliert Thomas Schmitz, Nachrichten-technikexperte bei PreussenElektra, vorsichtig. Auch bei RWE tut sich etwas. „Die Diskussionen über dieses Thema", betont RWE-Forscher Hartmut Schilling die Ernsthaftigkeit, „gehen quer durch alle Konzernbereiche." Dennoch, schätzen Experten, wird bis auf weiteres wohl nur Strom aus der Steckdose kommen. „Noch sind viele Fragen offen", konstatiert Eutelis-Beraterin Nadine Berezak-Lazarus, die dank Powerline auch für die kommunalen Stadtwerke gute Chancen sieht, ins Telekommunikationsgeschäft vorzudringen.Zwar arbeiten inzwischen auch deutsche Hersteller an Lösungen, mit denen die normale Strom- zu einer Telefonleitung aufgewertet werden könnte. Auch an Universitäten wie Paderborn, Essen und Karlsruhe wird eifrig auf diesem Gebiet geforscht. Wissenschaftler des Instituts für Experimentelle Mathematik in Paderborn haben bereits ein System entwickelt, mit dem sich über Niederspannungsnetze (400 Volt) Videobilder übertragen lassen. Doch ein auch in den dichtbesiedelten Ballungszentren nutzbares System zur Telefonie über das Energienetz existiert noch nicht. „Die Hersteller werden noch einiges investieren müssen, bis solche Geräte marktreif sind", meint Powerline-Experte Professor Klaus Dostert vom Institut für Industrielle Informationstechnik an der Universität Karlsruhe.Wie verhalten sich beispielsweise Telekommunikationsverbindungen, die auf Stromleitungen aufgesetzt werden? Zwar fließen die Daten in einem höheren Frequenzbereich als der Strom; doch elektromagnetische Störungen kann selbst PreussenElektra-Techniker Schmitz nicht ausschließen. So könnten Babyphone, Dimmer oder die Starter von Neonröhren die Funktionen der Internetcomputer, Telefone und Faxgeräte beeinträchtigen. Helmut Möller sieht noch eine viel größere Gefahr. Der Powerline-Fachmann vom Bundesamt für Post und Telekommunikation sieht eine Riesenlücke in der Datensicherheit: „Wir haben noch in 1,8 Kilometer Entfernung von Stromleitungen abhörbare Telekommunikationssignale gemessen."Mehr noch: Den Strategen der großen Telekom- Wettbewerber paßt die Diskussion über das Strornnetz als Zugangsmedium zu den Haushalten derzeit überhaupt nicht in den Kram. Sie wollen wegen der noch nicht abgeschlossenen technischen Entwicklung lieber einen preiswerten Zugang zu den Ortsnetzen der Telekom erzwingen. Je geringer die Alternativen zum Umgehen des Ortsnetzes sind, um so wahrscheinlicher ist es, daß der Regulierungsrat den Telefonkonzern zu niedrigen Aufschaltungstarifen verdonnert. Um die Technik- und Regulierungsfragen rund um Powerline zu klären, will die Beratungsfirma Eutelis ein sogenanntes Powerline Telecommunications Forum (PTF) gründen und Forscher, Hersteller und Energieversorger an einen Tisch bringen. Möglich, daß hierdurch auch die deutschen Stromer an Schwung gewinnen. Denn trotz aller Begeisterung für die Technologie überwiegen noch skeptische Töne. RWE-Forscher Schilling hält sogar ein schnelles Aus für Powerline für denkbar. „Wenn die Telekommunikation die Qualität der Stromleitung verschlechtert, dann ist das Thema tot."
MARKUS SCHNURPFEIL / MATTHIAS HOHENSEE

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Pressebericht  2   "Rheinische Post Düsseldorf 11/97" vom Donnerstag, den 6. November 1997, Nr. 258, Seite 3
In Leverkusen bald Daten und Gespräche aus der Steckdose
LEVERKUSEN.  Es klingt nach Utopie, doch für viele Leverkusener wird es schon bald alltägliche Wirklichkeit werden: das Telefonieren über die Steckdose. Bereits im nächsten Jahr will TeleLev, eine Tochter von RWE-Telliance, Energieversorgung Leverkusen und des Gründer- und Informationszentrums Leverkusen, die neue Technik marktreif haben. Bewährt sich das
Übertragungsverfahren namens „Powerline", wird die Telekom ab Juli 1998 bundesweit Konkurrenz bekommen. „25 bis 26 Prozent, aller Haushalte wären für RWE und Veba erreichbar", rechnet TeleLev-Geschäftsführer und Telliance-Manager Gerhard Schumacher vor.
„Wir beobachten die Anstrengungen mit Spannung", sagt Telekomsprecher Ulrich Lissek. Angst vor der Konkurrenz hat er nicht: „Wir haben ja immer gefordert, daß die Wettbewerber in alternative Technologien investieren sollen. Wenn die Übertragung über das Stromnetz klappt, müssen wir wenigstens unsere Leitungen nicht mehr zu Dumpingpreisen an die Konkurrenzvermieten". Der Verbraucher hätte gleich mehrere Vorteile:
Powerline soll billiger sein als das Telefonieren über das Festnetz.   Über das Stromnetz können theoretisch sehr viel größere Datenmengen, etwa für das Internet, gesendet werden als über den ISDN-Anschluß. Statt zweimal 64 Kilobit pro Sekunde wären mehrere Megabit möglich. Das Telefonieren wäre von jedem Zimmer mit Steckdose möglich, ohne daß zusätzliche Kabel verlegt werden müssen
Die einmaligen Anschlußkosten veranschlagt Schumacher auf  500 bis 1000 Mark pro Haushalt. Dort muß im Verteilerkasten ein Filter eingebaut werden, der die huckepack reisenden Telefon- und Datensignale sauber von den Frequenzen der Energieversorgung trennt - schließlich möchte sich ja niemand mit seiner Stehlampe unterhalten und vom Telefon einen elektrischen Schlag bekommen. Ein weiteres Filter muß in Trafostationen installiert werden.  In Manchester 1äuft ein Feldversuch mit 2000 Teilnehmern seit zwei Jahren erfolgreich. Am Montag überzeugte sich der RWE-Vorstand in Leichlingen, daß die Powerline-Technik auch unter den Bedingungen des deutschen Stromnetzes funktioniert. Die Demonstration fiel so überzeugend aus, daß schon in den nächsten Wochen im Ruhrgebiet zwei weitere Telliance-Töchter gegründet werden sollen, die wie in Leverkusen neben dem Powerline-System auch das drahtlose DECT-Verfahren vertreiben werden. Während der schnurlose Anschluß vorrangig Firmen schmackhaft gemacht werden soll, zielt die „Energieleitung" auf   Privatverbraucher. Mindestens 4000 der 34000 örtlichen Telefonkunden will die TeleLev der Telekom abspenstig machen. Doch auch die Festnetzkunden dürfen sich freuen: Die Konkurrenz wird auch die Telekom-Preise
drücken.
von  JURGEN STOCK

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Pressebericht 3           ZDNet News 25. September 1998 (dmu)
Internet aus der Steckdose ab 1999
Baden-Württemberger Pilotprojekt soll Regelbetrieb aufnehmen / Übertragungsrate von 1 MBit pro Sekunde
Der Energieversorger Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat sich mit dem Internet- Zugangsanbieter Tesion Communikationsnetze Südwest und dem Telekommunikations-Anbieter Nortel Dasa zusammengetan, um ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres einen Internet-Zugang über das Stromnetz anzubieten. Gerade hat das Konsortium ein entsprechendes Pilotprojekt in Baden-Württemberg gestartet. Dabei sollen zunächst 20 Nutzer, ab Januar 1999 dann 200 Teilnehmer die Verbindung ins Internet über die Steckdose herstellen können. Die Teilnehmer benötigen eine Ethernet- Netzwerkkarte für ihren PC, die über ein Koaxialkabel mit einem Spezialmodem verbunden wird. Von dort geht es weiter zur Steckdose und einem zentralen Zähler. Im Rahmen des Versuchs wird mit einer Trägerfrequenz von bis zu 20 MHz gearbeitet, beider eine Übertragungskapazität von maximal einem Megabit pro Sekunde möglich ist - das 16fache Tempo einer Standard-ISDN-Verbindung. Zum Einsatz kommt dabei die "Digital-Powerline"-Technologie. Sie wurde von Nor.Web entwickelt, einem Gemeinschaftsunternehmen von Northern Telecom (Nortel) und Norweb Communications. Bislang gibt es noch keine festgelegten Standards für den Datenaustausch über Stromnetze. Das Projekt arbeitet daher eng mit der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zusammen, um die notwendigen Kriterien festzulegen.
Potentiellen Nutzern verspricht der Datentransfer via Stromleitung etliche Vorteile: Um mit dem Internet-Angebot via Telefonleitung konkurrieren zu können, mußder Datenaustausch durch das Stromnetz prinzipiell billiger ausfallen. Die Stromleitung ist ein "Shared Medium", was unter anderem bedeutet, daß der Kunde mehrere Geräte gleichzeitig an das Netz anbinden kann. Nur die wirklich übertragene Datenmenge muß bezahlt werden, nicht die für einen Download verbrauchte Zeit. Der Kunde erhält "Dynamische Tarife" undkann damit - unabhängig vom Internet-Zugang - wählen, welche Stromquelle er anzapfen will. Ökologisch orientierte Nutzer können sich damit beispielsweise dem Atomstrom verweigern.
Nach Angaben des Projektleiter Jürgen Unfried von der Firma Tesion ist eine Zusammenarbeit mit anderen Energieversorgern in Deutschland nicht ausgeschloßen. "Auch eine Übernahme des Bewag-Patents ist möglich. Zunächst wollen wir das Ergebnis unseres eigenen Versuchs abwarten."
Der Berliner Energieversorger Bewag hatte im Juli dieses Jahres einen "Durchbruch" bei der Datenübertragung über Stromkabel verkündet. Er meldete weltweit ein Patent zur Nutzung von 220-Volt-Leitungen an, rechnete damals jedoch mit mehreren Jahren Entwicklungszeit bis zur Marktreife. Schon im März '98 hatte die Bewag ein Konsortium mit dem Projektnamen "Düne" (Datenübertragung über Niederspannungs-Energienetze) ins Leben gerufen. An "Düne" sind neben der Bewag auch die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln AG (GEW) und die Hamburgischen Elektricitätswerke AG (HEW) beteiligt. Neben dem Pilotprojekt "Midas" der Bewag läuft derzeit auch in Dresden ein Versuch mit dem Namen Dresdner Kommunikationsnetz für innovative Energiedienstleister" (Dre-Konnex). In den Dresdner Versuch sind auch die Baden-Württemberger involviert. Als Triebfeder der jüngsten Projekte nennt Unfried die Quasi-Monopolstellung der Deutschen Telekom bei den "letzten Metern" der Telefonleitungen. Internet-Zugangsanbieter wie Tesion seien ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um dieses teure Monopol zu umgehen.
Nortel Dasa ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Northern Telecom und der Daimler-Benz Aerospace AG (Dasa). Tesion Communikationsnetze, ein regionaler Internet Service Provider, ist ein Joint-Venture von EnBW und der Swisscom.
Kontakt: Energie Baden-Württemberg AG, Tel.:0721/6306


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Pressebericht 4             ZDNet News  10. Dezember 1998 (jok)
Testkunden gehen über Stromleitung ins Internet
Tesion und EnBW schließen in Herrenberg erste Haushalte an
Das Stuttgarter Telekommunikationsunternehmen Tesion und die Energie Baden-Württemberg (EnBW) haben am Mittwoch die ersten Haushalte über das Stromnetz ans Internet angeschlossen. In Herrenberg bei Stuttgart beginnt damit die zweite Phase des Digital-Powerline-Feldversuchs, bei der erstmals in Deutschland Haushalte diese neue Technologie nutzen können.
Die Testkunden haben in Zukunft über das Stromkabel eine Internet-Standleitung von bis zu 1 MBit in beiden Richtungen zur Verfügung. Der Zugang ist 15mal schneller als ISDN. Zum Einsatz kommt die Digital-Powerline-Technologie, die von Nor.Web entwickelt wurde, einem Gemeinschaftsunternehmen von Northern Telecom (Nortel) und Norweb Communications. Die Teilnehmer benötigen eine Ethernet- Netzwerkkarte für ihren PC, die über ein Koaxialkabel mit einem Spezialmodem verbunden wird. Vom Haushalt der Testkunden werden die Internet-Dienste über die Stromleitung zum Ortsnetztransformator übertragen. Von dort werden sie auf einer EnBW-eigenen Kupferleitung ins Umspannwerk und über Glasfaserstrecken zum Tesion-Internetbackbone geleitet.
In der letzten Versuchsphase sollen in Baden-Württemberg im Frühjahr 1999 bis zu 200 Nutzer über die Stromleitung ans Internet angebunden werden. Zweites Testgebiet neben Herrenberg wird der Ort Pfinztal-Berghausen bei Karlsruhe sein.
Kontakt: Tesion Communikationsnetze Südwest, Tel.: 0711/20210; Energie Baden-Württemberg, Tel.: 0721/6306


Pressebericht 5       Internet-Magazin 2-99
Web aus der Steckdose
20 Haushalte in Herrenberg bei Stuttgart sind über die Stromleitung ans Internet angeschlossen. An dem Feldversuch beteiligen sich der Stromversorger EnBW, tesion als Internetprovider und der Hardware-Hersteller Nortel Dasa. In dem "Digital Powerline" genannten Projekt sind Übertragungsraten von bis zu 1 MBit/s in beiden Richtungen möglich. Der PC wird über ein Ethernet-Interface angeschlossen. Sollte der Feldversuch erfolgreich verlaufen, will tesion schon im zweiten Halbjahr 1999 allen EnBW-Kunden den Digital Powerline-Dienst anbieten.


Pressebericht 6       ZDNET 18.10.1999   
"IN ZWEI JAHREN IST INTERNET AUS DER STECKDOSE MARKTREIF"
Bewag trennt sich von Duene / Conaxion macht alleine weiter
http://www.zdnet.de/maillist/cnt.cgi?C01?/news/artikel/1999/10/18010-wc.html


Pressebericht 7
Auszug aus Funkschau 23/99, Seiten 20ff
Bewährungsprobe für Powerline
Die Norweb-Auflösung und die Trennung der Bewag vom DÜNE-Projekt verunsichern den Powerline-Markt: Ist die Überwindung der "letzten Meile" per Stromleitung schon vor der Markteinführung  nicht mehr konkurrenzfähig?  . . . . .
Überblick
Powerline und Regulierung
Tatsache ist, dass die endültigen Eckdaten für eine flächendeckende Einführung der Powerline-Technologie von den Aufsichtsbehörden noch nicht festgeschrieben sind. Bisher arbeiten deshalb die Demo-Systeme und Feldversuche mit vorläufigen Genehmigungen. Für die Zukunft entscheidend ist der neue Frequenznutzungsplan (FreqNP), der bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) erstellt wird. Die Fertigstellung des von der RegTP aufgrund des nach §46 TKG aufzustellenden Frequenznutzungsplans sollte ursprünglich Mitte dieses Jahres durch eine entsprechende Mitteilung im Amtsblatt der RegTP sowie im Bundesanzeiger bekannt gegeben werden. Inzwischen habe aber das Bundesministerium für Wirtschaft die Entwürfe der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung (FreqBZPV) und der Frequenznutzungsplanaufstellungsverordnung (FreqNPAV) geändert und dazu wären erneut die Träger öffentlicher Belange (Bundesministerien, Bundesländer und andere Behörden und Stellen) zu beteiligen, heisst es von der Seite der Behlörde; deren im Frühjahr 1999 eingereichten Stellungnahmen wurden von der RegTP inzwischen bewertet und in den Entwurf des FreqNP entsprechend eingearbeitet. Im nächsten Schritt wird nun voraussichtlich erst einmal ein neuer Fahrplan für das weitere Vorgehen veröffentlicht. Von einem konkreten Zeitpunkt für eine endgültige Entscheidung ist bisher noch nicht die Rede.
. . . . . Der Ausstieg von Nortel und Bewag aus der Powerline-Technik ist also nicht das Todesurteil für die Daten aus der Steckdose. Alle verbliebenen Mitbewerber geben sich unbeeindruckt. Sie wollen ihre Anstrengungen sogar intensivieren.
Der Erfolg wird wesentlich von den Rahmenbedingungen der Regulierungsbehörden abhängen, die indirekt über die Installationskosten und die in der Realität möglichen Datenraten entscheiden.

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Pressebericht 8
Auszug aus Funkschau 25/99, 26. 11. 1999
Störpotentiale bei Powerline Communication
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat eine Studie zur Untersuchung des Abstrahlverhaltens von Netzleitungen bei der Powerline Communication in Auftrag gegeben.
. . . . . .


Renaissance?
Auszug aus Computer Zeitung Nr. 9 vom 2. März
Powerline erlebt eine Renaissance
Hannover (cz) - Wieder einmal scheint das Web aus der Steckdose der Energieversorger greifbar nahe zu sein.
Auszug aus Funkschau  Nr. 6  vom 3. März
Powerline Communications
Die Energieversorgung Baden Würtemberg (EnBW) und die Siemens AG wollen ein Gemeinschaftsunternehmen für die Entwicklung und Vermarktung von Systemen zur Datenkommunkation über Energieverteilnetze (Powerline Communications - PLC) gründen.  . . . .
Auszug aus NET  Nr. 1-2/2000
Zwei Schritte vor, einer zurück
. . . .  Nach dem Ausstieg der Firma Norweb aus dem Powerline-Geschäft, mit der Begründung, das Nachfragepotential für kommerzielle Dienste sei zu gering, glaubt man an ein Aus für diese Technologie. Jetzt nehmen die Aktivitäten wieder zu. Und auch die technischen Probleme gelten mittlerweile als gelöst. Offen sind nach wie vor die Fragen EMV und Freuquenzzuteilung.
. . . .


<Weitere Beiträge werden recherchiert und ggf. hier wiedergegeben>


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Weiterführende Internet-Web-Seiten
Auf einzelnen Web-Seiten, die "Suchen" erlauben, scheinen POWERLINE+INTERNET   geeignete Suchwörter zu sein.
Auch mit Hilfe von Suchmaschinen läßt sich das Feld weiter ergründen.
Die folgenden Quellen bieten Informationen, die zu diesem Thema weitere Aufschlüsse geben.
http://www.polytrax.com                                                                                               Deutsche / Englische Information
http://www.regtp.de/fachinfo/emv/assemblier.htm                                                        Deutsche Information
http://www.iiit.uni-karlsruhe.de                         http://www.uni-karlsruhe.de                Deutsche Information
http://www.nor.webdpl.com                                                                                          Englische Informationen
http://www.arigo.de                                                                                                       Deutsche / Englische Information
http://www.emv.de                                                                                                        Deutsche Information
http://www.rwe.de                                                                                                         Deutsch / Englische Information
http://www.powernetelb.de                                                                                           Deutsche Information
http://www.norwebcomms.com                                                                                     Englische Informationen
http://www.nortel.com                                                                                                   Englische Informationen

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ZDNET,   04. April 2000 (dmu)
"Markteinführung für Steckdosen-Internet im Frühjahr 2001"
EnBW, Tesion und Siemens wollen durchstarten
"Im Frühjahr 2001 wollen wir mit der Markteinführung von EnBW Powerline Communication beginnen", erklärte der Vorstandschef der EnBW Energie Baden-Württemberg, Gerhard Goll. Dazu kooperiere man mit Siemens (Börse Frankfurt: SIE) und Tesion, einer Tochtergesellschaft von EnBW und Swisscom. Die Übertragungsraten betragen derzeit mehr als ein MBit/s.
Konkrete Zahlen zur Preisgestaltung für die PLC-Nutzung nannte die EnBW noch nicht. Die Kosten für die Anbindung eines Privathaushaltes oder eines kleineren Büros durch Powerline Komponenten soll sich jedoch um die 1000 Mark bewegen.
Powerline Communications nutze ein für das besondere Übertragungsverhalten des Stromnetzes optimiertes Verfahren. Mit der neuen Technik werde die Übertragung von Daten mit Geschwindigkeiten von mehr als einem MBit pro Sekunde über das Niederspannungsnetz der Stromversorger möglich. Das Verfahren Orthgonal Frequency Division Multiplexing (OFDM) ermögliche die Übertragung hoher Datenraten auch bei starken Störungen auf dem Energienetz, so Siemens.
Die Daten werden über Glasfasernetze von Tesion zur Umspannstation der EnBW-Regionalgesellschaft und von dort über Kupferleitungen via HDSL zum Ortsnetztrafo geleitet. Dort erfolgt die Einkopplung der Daten. Vom Ortsnetztrafo gelangen sie über das EnBW-Niederspannungsnetz zum Nutzer, werden am Stromzähler über eine dort eingebaute Koppeleinheit abgegriffen und über ein "Powerline Modem" sowie ein separates Kabel zum PC übertragen. Der Internet-Surfer braucht nur einen handelsüblichen PC mit einer Standard-Netzwerkkarte oder einer USB-Schnittstelle.
Die neue Technik könnte laut Siemens auch zur Überbrückung der "letzten Meile" für Telekommunikations- unternehmen benutzt werden.
Seit Dezember 1998 läuft ein gemeinsames Projekt von EnBW und Tesion. Die Kunden nutzen eine Internet-Standleitung von bis zu einem MBit/s in beide Richtungen, was eine 15 mal höhere Übertragungsgeschwindigkeit als bei einem herkömmlichen ISDN-Anschluß ermöglicht.
Die kommenden Monate wolle die EnBW dazu nutzen, ein "für die Kunden interessantes Leistungsangebot" auszuarbeiten. Das Angebot soll neben der Internetnutzung auch neue Dienste wie Sicherheitsüberwachung, Steuerung von Haushaltsgeräten, Zählerfernauslesung oder variable Tarifsteuerung umfassen.
Kontakt: Energie Baden-Württemberg, Tel.: 0721/6306

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Auszug aus Network Computing, Special 6/2005
Informationen aus der Steckdose
Der Wunsch, dass informationen genauso flexibel zur Verfügung stehen, wie der Strom aus der Steckdose, ist relativ alt. Sowohl OttoNormalVerbraucher als auch Unternehmen mit Spezialanforderungen können zugreifen, unabhängig von Menge, Quealität und Herstellung des Stroms. Jetzt gibt es ernstzunehmende Ansätze, dass diees Prinzip auch für den Abruf von Information Wirklichkeit wird.
. . . .

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