| Telekommunikation per Stromnetz | |
| http://www.lv1.ifkomhessen.de/stromnetz.htm#S1 | |
Gelingt es, die letzten technischen und regulatorischen Hürden zu meistern, dann steht
mit der "Powerline"-Technik
eine echte Alternative zur bisherigen Telekom-Infrastruktur zur
Verfügung.
Es wird an vielen Stellen in der Welt an diesem Thema gearbeitet. Die
Erwartungen sind groß.
Die hier wiedergegebenen Berichte sind nicht von gleichem fachlichen Tiefgang und gleicher
sachlicher Qualität und teilweise sogar widersprüchlich. Bitte auch beachten,
daß manche der hier aufgeführten Presseberichte schon älter sind.
Weitere Webseite auf dieser Homepage unter Powerline.
| Daten aus der Steckdose - Allgemein | Pressebericht 1 Wirtschaftswoche vom 22. Mai 1997 |
| Konkrete industrielle Absichten | Pressebericht 2 Rheinische Post vom 6. November 1997 |
| NORTEL | Pressebericht 3 ZDNet News vom 25. September 1997 |
| Polytrax | Pressebericht 4 ZDNet News vom 10. Dezember 1997 |
| Fragen und Antworten | Pressebericht 5 Internet Magazin 2/99 |
| Pressebericht 6 ZDNET vom 18.10.1999 | |
| Pressebericht 7 Funkschau 23/99 vom 29. 10. 1999 | |
| Anwendungen und weitere Meldungen | Pressebericht 8 Funkschau 25/99 vom 26. 11. 1999 |
| Weiterführende Internet-Web-Seiten | Renaissance? Computer Zeitung vom 02. 93. 2000 |
| Markteinführung für Powerline im Frühjahr 2001 |
Daten aus
der Steckdose An
diesem allgemeinen Beitrag läßt sich erkennen, worum es geht
© Berliner Morgenpost 1998, Montag, 5. Oktober 1998, Auszug
Telefongespräche und Internetkommunikation könnten künftig
durch das Stromnetz rasen
Von Dirk Westphal
Wenn Frank Brandt in seinem Büro bei der Bewag sitzt, dann
macht er sprichwörtlich Zukunft. In den letzten Jahren tüftelte der 36jährige
Informatiker an einer Erfindung, die die Welt revolutionieren könnte. Die sensationelle
Idee: Von jeder Steckdose aus soll künftig Telefonieren und Internet-Surfen möglich
sein. Selbst die häusliche Fernüberwachung vom Urlaubsort oder automatische
Stromzähler-Ablesung würden - wie kürzlich berichtet - mit «powerline
communication» zum Kinderspiel. Was wie Science Fiction erscheinen mag, ist in der
Realität bereits erprobt. US-Militärs experimentierten in den 70er Jahren mit
entsprechender Technik, um von Telefon-Firmen unabhängig zu werden. Frank Brandt hat auch
die Praxishürde genommen: Das «Düne»-Verfahren (Datenübertragung
über Niederspannungs-Energienetze) funktioniert. Ob Kommunikation per Internet,
Telefongespräch oder Versand von Bilddateien - letztlich geht es immer um den Transport
von Infopäckchen. «Düne» benötigt dazu im Normalhaushalt nur einen Adapter, der
zwischen Endgerät (Fax, PC oder Telefon) und Steckdose geschnallt wird. Die zu
übertragenden Daten werden mittels dieses «Netzkopplers» und sogenannter Bandspreiztechnik
einfach auf den vorhandenen Haushaltsstrom «aufgesattelt». Strom und Datenpaket stören
sich nicht, weil sie anders «getaktet» sind. Haushaltsstrom fließt bekanntlich
mit 50 Hertz, «Düne»-Adapter arbeiten mit 30 Megahertz und höheren Frequenzen. «Im
Grunde tun wir so, als wenn der Strom gar nicht da wäre», beschreibt Brandt das
«Düne»-Prinzip. Verläßt das solchermaßen hochgetaktete Infopäckchen via
Stromleitung das Haus, gelangt es zu einer Trafostation, wo es weitergelenkt wird. Damit
das Signal auch dort ankommt, wo es hin soll, arbeiten die Netzkoppler in den
Trafostationen und häuslichen Endgeräte-Adaptern mit spezieller Software, die jedem
Datenpäckchen eine Richtung zuweist. Ist das Signal schließlich am Bestimmungsort
angelangt, wird es mittels des dort befindlichen Adapters wieder entschlüsselt. Neuer
Endgeräte bedarf es nicht. Denn «Düne», für das das Weltpatent angemeldet
ist, soll mit vorhandenen Systemen kompatibel sein, so daß Neuanschaffungen unnötig
würden. Beeindruckend ist, wie schnell «Düne» arbeitet. Datenpakete können mit über
64 kbit/s, also schneller als bei ISDN, geradezu wegkatapultiert werden. Technisch
entsprechend gewappnet, wolle man sich zwischen ISDN und der im Kommen
begriffenen ADSL-Technik positionieren, die über das klassische Kupferkabel mittels
Datenkompression noch größere Übertragungs-Geschwindigkeiten als bei ISDN erreicht.
Die technische Herausforderung bei «Düne» lag darin, daß die
hochfrequenten Info-Päckchen nicht mit anderen Frequenzen, etwa von Radiosendern,
«kollidieren». Die Technik wurde so abgestimmt, daß es zu keinen Interferenzen kommt.
In Hunderten von Meßversuchen, die zum Teil die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation begleitete, haben Brandt und seine Mitstreiter der Hamburger
Electricitätswerke (HEW) sowie die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln (GEW) -
die wirtschaftlichen Nutzungsrechte liegen bei der Bewag - die Machbarkeit nachgewiesen. Gesundheitliche
Auswirkungen, Stichwort «Elektro-Smog», werde es ebenfalls nicht
geben. Dies hätten die Versuche gezeigt, so Brandt. In etwa zwei Jahren
soll «Düne» marktreif sein. Zuvor könnte es auch größer angelegte Feldversuche mit
Privathaushalten und Firmen in der Hauptstadt geben. Für die Bewag ist dies allemal ein
interessanter Markt, denn an ihrem flächendeckenden Niederspannungs- Stromnetz mit rund
8000 Netzstationen hängen immerhin mehr als zwei Millionen Kunden. Wie teuer
die deutschlandweite Abdeckung mit «Netzkopplern» kommt, oder wieviel ein Home-Adapter
kosten soll, will Brandt noch nicht schätzen. Auf jeden Fall brauche man
für den Aufbau einer Infrastruktur und den Betrieb Partner, die man auch außerhalb
Berlins suche.
Setzt sich die Idee durch, könnten die Stromtelefonie-Visionäre vor allem in der Dritten
Welt eine wahre Kommunikations- Revolution lostreten. Denn während es dort in vielen
ländlichen Gebieten bis heute vergleichsweise wenig Telefonanschlüsse gibt, sind
Stromleitungen öfter vorhanden. Dies wissen auch andere Telekommunikations- und
Stromriesen. So starteten süddeutsche Energieversorger vor wenigen Tagen ein Projekt in
Baden-Württemberg, das die Internet-Tauglichkeit des Stromnetzes im Feldversuch
nachweisen soll.
Eines scheint sicher: Im «powerline communications»-Markt der
Zukunft wird derjenige Sieger sein, der als erster eine Infrastruktur zu marktfähigen
Preisen anbietet.
Konkrete industrielle
Absichten
Presseinformation von NORTEL
March 18, 1998, Contact: Joey Nord, Nortel, 404-661-5059,
joey.nord@nortel.com
NORTEL
(Northern Telecom) and Norweb Anmerkung
des Webmasters: Siehe aber auch Pressebericht 7.
Launch shows improved technology to provide data services and Internet over electricity lines
HANNOVER, Germany --The latest version of Digital PowerLine, the
technology which allows Internet and data to be transmitted over
electricity power lines, was launched at CeBIT 1998 in Hannover by Nortel
(Northern Telecom) and Norweb. The new Digital PowerLine solution, branded the DPL 1000,
will make installation of the Digital PowerLine technology in the home faster and easier,
and will provide a simple interface to a whole range of devices. The system is more
flexible being compatible with a wide variety of platforms including
laptops, PCs and Macs. The upgraded DPL 1000 version is based on a standalone unit
connected to the power supply by standard coaxial cable and then linked to the data world
by standard Ethernet cables.
Digital PowerLine technology was unveiled by Nortel and Norweb in October
1997. The system gives electricity users high speed access to data
communications services, linking their computers to the outside world over existing
electricity mains connections at speeds of at least one Megabit per second, up to ten times faster than ISDN. Digital PowerLine has
attracted considerable attention around the world for its potential to accelerate the
availability of fast, more cost-effective Internet services for everyone. As the new
technology has standard interfaces such as Ethernet and Universal Serial Bus
(USB), several machines can be connected to a single DPL box simultaneously to create a
local area network (LAN) in the home or office. DPL 1000 has the added advantage of
providing advanced telecommunications network management by the electricity company for
the purpose of monitoring and maintenance as well as providing additional services to
satisfy growing customer requirements. The new system also unleashes the future potential
for home automation by enabling remote operation of appliances such as the video or the
oven. The Digital PowerLine solution consists of a DPL 1000 mainstation, a DPL 1000
basestation, a DPL 1000 coupling unit and a DPL 1000 communications module. The total
solution provides a competitively positioned access network which integrates seamlessly
into todays WAN networks. Major benefits to network providers include low connection
cost due to reuse of existing infrastructure; potential for increased revenues; and a
management system, based upon Nortels Magellan ATM management platform, which allows
network operators to monitor and maintain pre-determined service levels and availability.
For Service Providers, the Digital PowerLine solution provides an excellent opportunity
for information content providers and other third-parties to evaluate and optimise the
emerging market for new applications and advanced ways of delivering content. Digital
PowerLine also enables service providers to differentiate their offerings from others
through its always on capability (no dialup). Multiple applications via
Digital PowerLine will support high-speed Internet access, telephony (IP voice),
multimedia, smart applications/remote control, home automation and security, home
banking/shopping, data back-up, information services, telecommuting, and entertainment.
Arrangements are underway to carryout commercial trials of the new
product throughout Europe and Asia. Norweb, part of United Utilities plc, provides an
extensive range of advanced voice and data services and has achieved significant success
in providing resilient networks for businesses throughout the north west of the UK. United
Utilities has a combined capability in water and waste water, electricity, gas and
telecoms, employing 10,000 people worldwide with revenues of £2.4 billion in 1997. This
new technology will strengthen its competitiveness as a multi-utility service provider.
Nortel in Europe had 1997 sales of $US 3.5 billion, operating both
independently and through its joint ventures, Nortel Dasa Network Systems with
Daimler-Benz Aerospace AG in Germany and Matra Communication with the
Lagardère Group in France. Nortel employs approximately 16,000
people across Europe in research and development, manufacturing and sales. Nortel had 1997
revenues of $US 15.5 billion and has approximately 73,000 employees worldwide.
March 18, 1998
Nortel (Northern Telecom) and Nortel Dasa
Demonstrate Focus on Webtone at CeBIT98
HANNOVER, Germany -- Speaking at a press conference today, J. A. (Ian) Craig,
Nortels president, Broadband Networks, outlined the industrys evolution
toward webtone and Nortels important role in offering a range of solutions
designed for the Internet and Internet Protocol (IP) networks.
Nortel aims to make the Internet as easy to use as the telephone for the consumer; to make
the Internet a viable, commercial business for operators and service providers; and to
build, design and integrate IP optimised data networks that have the same level of
integrity, reliability, security and capacity planning that is taken for granted with
voice networks. Currently, performance on the Internet is often lacking, speed to the
desktop is slow, getting connected can be difficult and few service providers are
making money handling the flow of Internet traffic. Ian Craig said: "Data traffic is
growing 30% per year versus 3% for voice traffic, and it is accelerating thanks to the Internet.
By the year 2000, the number of Internet users worldwide is expected to
reach 250 million as opposed to 75 million today. In the past, our
customers were looking for us to build voice networks that could accommodate data. Now,
they are looking to us to design networks that are optimised for data but that will also
do a good job at handling voice." Craig continued: "We are the number one
supplier of fibre optic transmission systems providing 10 gigabit per second
transport capability on networks around the globe for customers like Qwest, MCI and
WorldCom. Were in a fast-moving, exciting ride as we work
with our customers and partners to create webtone." Nortel is ready for the Internet
revolution, building upon its technological competencies to evolve todays
networks to carry data, video, and voice effectively, creating innovative solutions for
existing and new operators and for enterprises of all sizes. With Norweb
communications in the UK, Nortel has developed Digital PowerLine technology,
which enables data to be transferred over electrical power lines at speeds of over
one megabit per second, more than ten times faster than ISDN,
providing permanent access to the Internet for individuals and small businesses. Nortel is
challenging the dominant role of routers in the Internet by leveraging its leadership in
fibre-optic transmission systems. By integrating router functionality into high-speed
optical systems, Nortel is enabling the efficient movement of IP traffic directly
over SONET/SDH pipes. New network architectures, such as Nortels Internet Thruway
can relieve Internet data traffic congestion on existing networks and new modem
technologies, such as Nortels 1-Meg Modem service will greatly improve their
performance.
Nortels Micom division is the industry leader in the
fast-growing carrier, ISP and corporate Voice over IP gateway market, and, Nortels
Rapport Dialup switch provides a single, integrated, high performance platform that
simplifies management and lowers operating costs for ISPs and enterprises offering remote
access. Nortel itself operates one of the worlds largest and most
advanced intranets. The companys very high performance ATM-based global corporate
network manages IP, data, and video traffic among 73,000 people and their PCs and
workstations at more than 250 locations around the world.
Nortel is participating in a consortium of more than 100 universities, government
agencies, corporations and other institutions developing the next-generation Internet.
InterNet 2 will handle multimedia applications 100-1,000 times faster than todays
Internet allowing the Net to become the primary medium for business globally. Nortel is
also part of the MIT Internet Telephony Consortium working on the technical, economic,
strategic and policy issues arising from the convergence of telephony and the Internet.
The consortium is nurturing new forms of integrated multimedia
communication that use the full capabilities of broadband networks. Nortel in Europe had
1997 sales of $US 3.5 billion, operating both independently and through its joint
ventures, Nortel Dasa Network Systems with Daimler-Benz Aerospace AG in Germany
and Matra Communications with the Lagardère Group in France. Nortel
employs approximately 16,000 people across Europe in research and
development, manufacturing and sales.
Nortel had 1997 revenues of $US 15.5 billion and has approximately 73,000 employees
worldwide.
Anmerkung des Webmasters: Siehe aber auch Pressebericht 7.
Quelle : Polytrax
Die Technologie Auszug
Der wachsende Bedarf an Informationstechnologie und die Öffnung der
Telekommunikationsmärkte erfordern neue Alternativen im Bereich der
Datenübertragung. Die gewöhnliche Steckdose bzw. das gewöhnliche Stromnetz bieten eine
ideale und preiswerte Möglichkeit zur Datenübertragung. Um
Informationen in das Stromnetz einzuspeisen, werden hochfrequente Signale auf die 50Hz
Spannungskurve aufmoduliert. Die europäische Norm EN50065 CENELEC stellt
dafür verschiedene Frequenzbereiche zur Verfügung. In diesen Bändern lassen sich
digitale Daten durch Amplituden-, Frequenz- oder Phasenmodulation übertragen. Die
Amplitudenmodulation läßt sich technisch sehr einfach realisieren, ist
jedoch besonders anfällig gegen Störungen. Für die Übertragung von
einzelnen Datenbits wird bevorzugt die Frequenzmodulation verwendet. Es
werden zwei unterschiedliche Frequenzen für Bit 0 bzw. Bit 1 gewählt. Die
Phasenmodulation hingegen verwendet lediglich eine Frequenz, deren Phase
zwischen Datenbits mit unterschiedlichen Werten sprunghaft verändert wird. Die
europäische Norm unterscheidet sich deutlich von Vorschriften der nicht
europäischen Länder. In Amerika oder Japan können für die Datenübertragung im
Stromnetz (Powerline Communication) Frequenzbänder bis 500kHz verwendet werden. Dies hat
zur Folge, daß amerikanische oder asiatische Geräte die CENELEC Norm meist nicht
erfüllen und somit nicht in Europa eingesetzt werden können.
Die Anwendungen
Die PolyTrax PL-Triple-C® Serie findet Einsatz in den folgenden
Bereichen: (Auszug)
Telekommunikation
Eine Kombination aus der PolyTrax Datenübertragungstechnik und herkömmlicher
Telekommunikationstechnik bietet völlig neue Aspekte. Internetzugang und
E-Mail Service via Steckdose ersetzen bzw. komplementieren herkömmliche Verbindungen
über Telefondatenleitungen. Eine Integration aus Funktechnologie und der PolyTrax
PL-Triple-C® Serie ermöglicht den Telekommunikationsunternehmen, Dienste lokal unabhängig
anzubieten. Die Informationen werden über Modems z.B.: auf Hausdächern in die Stromleitungen
eingespeist. Eine Entnahme der Daten ist an nahezu jedem Ort des Gebäudes über die
Steckdosen möglich. Kodierungsverfahren sorgen für hohe Sicherheit im Netz.
Fragen und Antworten
(Auszug aus Polytrax Homepage)
Welche Verfahren
eignen sich am besten für eine Datenübertragung im Stromnetz?
Prinzipiell gibt es zwei Methoden für die Datenübertragung im
Stromnetz. Eine schmalbandige und eine breitbandige
Modulation. Die schmalbandige Modulation hat Vorteile auf ungestörten
Kanälen. Hier kann am besten mit einer Phasen- oder einer Frequenzmodulation gearbeitet
werden. Eine Amplitudenmodulation ist meist nicht geeignet. Breitbandige
Modulationsverfahren gewährleisten eine hohe Sicherheit im Netz. Sie
sind sehr robust gegen Interferenzen. Als bekannt gelten die "frequency
hopping" Methode, die "chirp" Methode und die PN-DS
Methode.
Diese Verfahren werden meist in nicht-europäischen Ländern eingesetzt.
Unterscheiden sich amerikanische
und europäische Normen ?
Die europäische Norm EN50065 (CENELEC) definiert verschiedene Frequenzbänder für die Datenübertragung im Stromnetz.
Band
Frequenzbereich
A
9 - 95 kHz
B
95 - 125 kHz
C 125
- 140 kHz
D 140
- 148,5 kHz
In Amerika oder Japan hingegensind Anwendungen im Bereich bis 500
kHz möglich.
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Sollten Sie bestimmte weitere Fragen zur Datenübertragung im
Stromnetz haben, schicken Sie uns bitte eine E-Mail.
Wir beantworten Ihre Fragen gerne.
Email : info@polytrax.com
Pressebericht
1 "Wirtschaftswoche Nr.22" vom 22.5.1997,
Seite 94-97, Spannende Sache
Das Stromnetz läßt sich auch zum Telefonieren nutzen.
Doch die Technik hat noch Macken.
Die Konkurrenten der Deutschen Telekom, die sich vom großen
Telefonkuchen gehörige Scheiben abschneiden wollen, besitzen bereits recht gut ausgebaute
Telefonnetze. Nur das letzte Stück auf der Datenautobahn fehlt den Wettbewerbern noch -
der Zugang zum Kunden, die sogenannte letzte Meile. Im Gegensatz zur Telekom verfügen sie
nicht über eigene Ortsnetze, ihre Kabel reichen nicht bis in die Haushalte. Das Verlegen
von eigenen Kabeln in den Ballungszentren ist astronomisch teuer. Der drahtlose Zugang via
Funk erwies sich bislang als zu kostspielig, auch das Umrüsten der Fernsehkabelnetze ist
aufwendig. Es schien, als seien die Telekom-Herausforderer ausschließlich auf das
Ortsnetz des Giganten aus Bonn angewiesen, dessen Telefonleitungen in jedes Haus und in
jedes Unternehmen führen. Auf dessen Netz, so sieht es das Telekommunikationsgesetz vor,
können sich die Konkurrenten bei Bedarf aufschalten.Doch jetzt gibt es eine zusätzliche
Möglichkeit, das Ortsnetz des Giganten zu umgehen, die künftig Furore
machen könnte: Auch das
Stromleitungsnetz läßt sich inzwischen zur Übertragung von Telefongesprächen nutzen.
Da fügt es sich gut, daß sich unter den
Telekom-Konkurrenten die größten Stromversorger wie die RWE, Veba sowie
die Viag-Tochter Bayernwerk finden. Das Telefon wird dabei mit der
Steckdose gekoppelt. Die Gesprächssignale werden dann über das Stromnetz transportiert
und an der nächstgelegenen Trafostation über einen dort installierten
Vermittlungsrechner in das eigene Telefonfernnetz eingespeist. Im britischen Manchester klappt
das bereits, wenn auch noch längst nicht so gut, daß eine
echte Konkurrenz zum Telefonnetz entsteht. Immerhin führen 20 Kunden des britischen
Energieversorgers Norweb ihre Telefongespräche bereits über das Stromnetz. Das
funktioniert auch reibungslos, so daß der Energieversorger, der mit dem kanadischen
Kommunikationskonzern Nortel und der amerikanischen Computerfirma Silicon
Graphics kooperiert, die Telefonie per Stromkabel ausbauen möchte. Doch vor
allem ein Problem bereitet den Entwicklern noch Kopfschmerzen: Momentan können nicht
mehr als zwölf Gespräche gleichzeitig auf einer Stromleitung geführt werden,
dabei erreicht eine Norweb- Energieleitung im Schnitt mehr als 150 Kunden. Mit
leistungsfähigeren Übertragungsprotokollen, die derzeit von Wissens- chaftlern der
Universität Lancaster entwickelt werden, will man das Problem ausmerzen. Die Technik, die
stromführende Kupferkabel zu Pipelines für die Telekommunikation aufweitet, wird als Powerline
bezeichnet. Ein Pionier auf diesem Gebiet ist der amerikanische Netzwerkspezialist Novell.
Die Amerikaner wollen Powerline so ausbauen, daß nicht nur Computer via Stromleitung
miteinander vernetzt, sondern beispielsweise auch Telefone, Faxgeräte oder Drucker
komfortabel via Steckdose angesteuert werden können. Da sich in jedem Zimmer Steckdosen
befinden, müßten keine zusätzlichen Kabel mehr verlegt werden. Die Geräte werden dabei
über eine elektronische Kupplung an das Stromnetz angeschlossen. Jeder Apparat erhält
eine Adresse, unter der er angesprochen werden kann. Die Daten, die übertragen werden
sollen, werden in handliche Datenpakete zerlegt und - je nach Verkehrsaufkommen im
Leitungsnetz - mit wechselnder Übertragungsgeschwindigkeit zur Zieladresse gelotst.
Derzeit erreichen wir Übertragungsraten von mindestens 100 Kilobyte pro
Sekunde", freut sich Novell-Experte Michael Jans. Das entspricht in etwa
zwei parallel genutzten ISDN-Telefonleitungen. Das ist im Vergleich zu Datenleitungen, die
locker zehn Megabit verkraften, noch wenig, doch die Novell-Experten sind zuversichtlich,
daß in wenigen Jahren schon mehrere Megabits über die Stromleitung rauschen werden. Eine
spannende Sache: Dann ließen sich die Stromleitungen sogar für die
Multimedia-Kommunikation nutzen. Zunächst werden die Stromversorger
allerdings noch keine Telefonverbindungen über das Stromnetz anbieten, sondern eher
energienahe Dienstleistungen", wie Jens Vesper, Powerline-Experte der Ratinger
Unternehmensberatung Eutelis Consult, vermutet. So könnten die Versorger beispielsweise
künftig die Stromzähler der Kunden aus der Ferne über das Elektrokabel
ablesen. Doch möglich ist weit mehr - bis hin zu einer Art Fernsteuerservice für Haus
oder Wohnung der Stromkunden. Solche Lösungen bietet beispielsweise die Lüdenscheider
ABB-Tochter Busch-Jaeger Elektro GmbH bereits an. Der Der US-Energieversorger UtiliCorp
United arbeitet gemeinsam mit Novell an solchen Anwendungen. Der Stromkonzern aus Kansas
City im US-Bundesstaat Missouri will Geschäfts- und Privatkunden per
Powerline ein komplettes Gebäude- und Energiemanagement anbieten.
Ein Single, der abends von der Arbeit nach Hause kommt, findet nicht nur eine erleuchtete
Wohnung vor. Auf einem Monitor erscheinen die wichtigsten Nachrichten, die während des
Tages gesammelt wurden, und die neuesten Börsenkurse für das persönliche
Aktienportfolio. Befehl zum Aufruf der Videotextseiten wird via Steckdose erteilt. Eines
Tages soll die Stromnetzkommu- nikation sogar für das interaktive Homebanking genutzt
werden. Über ähnlich hochwertige Serviceangebote denken auch schon deutsche
Stromkonzerne nach. Bei der Hannoveraner Veba-Tochter PreussenElektra etwa laufen derzeit
die Vorbereitungen für ein Pilotprojekt, das die
Einsatzmöglichkeiten für die Telekommunikation über die Stromleitung ausloten
soll", formuliert Thomas Schmitz, Nachrichten-technikexperte bei PreussenElektra, vorsichtig.
Auch bei RWE tut sich etwas. Die Diskussionen über dieses Thema", betont
RWE-Forscher Hartmut Schilling die Ernsthaftigkeit, gehen quer durch alle
Konzernbereiche." Dennoch, schätzen Experten, wird bis auf weiteres
wohl nur Strom aus der Steckdose kommen. Noch sind viele Fragen offen",
konstatiert Eutelis-Beraterin Nadine Berezak-Lazarus, die dank Powerline auch für die
kommunalen Stadtwerke gute Chancen sieht, ins Telekommunikationsgeschäft
vorzudringen.Zwar arbeiten inzwischen auch deutsche Hersteller an Lösungen, mit denen die
normale Strom- zu einer Telefonleitung aufgewertet werden könnte. Auch an Universitäten
wie Paderborn, Essen und Karlsruhe wird eifrig auf diesem Gebiet geforscht.
Wissenschaftler des Instituts für Experimentelle Mathematik in Paderborn haben bereits
ein System entwickelt, mit dem sich über Niederspannungsnetze (400 Volt) Videobilder
übertragen lassen. Doch ein auch in den dichtbesiedelten Ballungszentren nutzbares System
zur Telefonie über das Energienetz existiert noch nicht. Die
Hersteller werden noch einiges investieren müssen, bis solche Geräte marktreif
sind", meint Powerline-Experte Professor Klaus Dostert vom Institut für Industrielle
Informationstechnik an der Universität Karlsruhe.Wie verhalten sich beispielsweise
Telekommunikationsverbindungen, die auf Stromleitungen aufgesetzt werden? Zwar fließen
die Daten in einem höheren Frequenzbereich als der Strom; doch elektromagnetische
Störungen kann selbst PreussenElektra-Techniker Schmitz nicht ausschließen.
So könnten Babyphone, Dimmer oder die Starter von Neonröhren die Funktionen der
Internetcomputer, Telefone und Faxgeräte beeinträchtigen. Helmut
Möller sieht noch eine viel größere Gefahr. Der Powerline-Fachmann vom Bundesamt für
Post und Telekommunikation sieht eine Riesenlücke in der
Datensicherheit: Wir haben noch in 1,8 Kilometer Entfernung von Stromleitungen
abhörbare Telekommunikationssignale gemessen."Mehr noch: Den Strategen der großen
Telekom- Wettbewerber paßt die Diskussion über das Strornnetz als Zugangsmedium zu den
Haushalten derzeit überhaupt nicht in den Kram. Sie wollen wegen der
noch nicht abgeschlossenen technischen Entwicklung lieber einen
preiswerten Zugang zu den Ortsnetzen der Telekom erzwingen. Je geringer die Alternativen
zum Umgehen des Ortsnetzes sind, um so wahrscheinlicher ist es, daß der Regulierungsrat
den Telefonkonzern zu niedrigen Aufschaltungstarifen verdonnert. Um die Technik- und
Regulierungsfragen rund um Powerline zu klären, will die Beratungsfirma Eutelis ein
sogenanntes Powerline Telecommunications Forum (PTF)
gründen und Forscher, Hersteller und Energieversorger an einen Tisch bringen. Möglich,
daß hierdurch auch die deutschen Stromer an Schwung gewinnen. Denn trotz aller
Begeisterung für die Technologie überwiegen noch skeptische Töne. RWE-Forscher
Schilling hält sogar ein schnelles Aus für Powerline für denkbar.
Wenn die Telekommunikation die Qualität der Stromleitung verschlechtert, dann ist
das Thema tot."
MARKUS SCHNURPFEIL / MATTHIAS HOHENSEE
Pressebericht
2 "Rheinische Post Düsseldorf 11/97" vom Donnerstag,
den 6. November 1997, Nr. 258, Seite 3
In Leverkusen bald Daten und Gespräche aus der Steckdose
LEVERKUSEN. Es klingt nach Utopie, doch für viele Leverkusener wird es
schon bald alltägliche Wirklichkeit werden: das Telefonieren über die Steckdose. Bereits
im nächsten Jahr will TeleLev, eine Tochter von RWE-Telliance, Energieversorgung
Leverkusen und des Gründer- und Informationszentrums Leverkusen, die neue Technik
marktreif haben. Bewährt sich das
Übertragungsverfahren namens Powerline", wird die Telekom ab Juli 1998
bundesweit Konkurrenz bekommen. 25 bis 26 Prozent, aller Haushalte wären für RWE
und Veba erreichbar", rechnet TeleLev-Geschäftsführer und Telliance-Manager Gerhard
Schumacher vor.
Wir beobachten die Anstrengungen mit Spannung", sagt Telekomsprecher Ulrich
Lissek. Angst vor der Konkurrenz hat er nicht: Wir haben ja immer gefordert, daß
die Wettbewerber in alternative Technologien investieren sollen. Wenn die
Übertragung über das Stromnetz klappt, müssen wir wenigstens unsere Leitungen nicht
mehr zu Dumpingpreisen an die Konkurrenzvermieten". Der Verbraucher hätte gleich
mehrere Vorteile:
Powerline soll billiger sein als das Telefonieren über das Festnetz.
Über das Stromnetz können theoretisch sehr viel größere
Datenmengen, etwa für das Internet, gesendet werden als über den ISDN-Anschluß. Statt
zweimal 64 Kilobit pro Sekunde wären mehrere Megabit möglich. Das
Telefonieren wäre von jedem Zimmer mit Steckdose möglich, ohne daß zusätzliche Kabel
verlegt werden müssen
Die einmaligen Anschlußkosten veranschlagt Schumacher auf 500 bis
1000 Mark pro Haushalt. Dort muß im Verteilerkasten ein Filter eingebaut
werden, der die huckepack reisenden Telefon- und Datensignale sauber von den Frequenzen
der Energieversorgung trennt - schließlich möchte sich ja niemand mit
seiner Stehlampe unterhalten und vom Telefon einen elektrischen Schlag bekommen. Ein weiteres
Filter muß in Trafostationen installiert werden. In Manchester 1äuft ein
Feldversuch mit 2000 Teilnehmern seit zwei Jahren erfolgreich. Am Montag überzeugte sich
der RWE-Vorstand in Leichlingen, daß die Powerline-Technik auch unter den Bedingungen des
deutschen Stromnetzes funktioniert. Die Demonstration fiel so überzeugend
aus, daß schon in den nächsten Wochen im Ruhrgebiet zwei weitere Telliance-Töchter
gegründet werden sollen, die wie in Leverkusen neben dem Powerline-System auch das drahtlose
DECT-Verfahren vertreiben werden. Während der schnurlose Anschluß vorrangig Firmen
schmackhaft gemacht werden soll, zielt die Energieleitung" auf
Privatverbraucher. Mindestens 4000 der 34000 örtlichen Telefonkunden will die TeleLev der
Telekom abspenstig machen. Doch auch die Festnetzkunden dürfen sich freuen: Die
Konkurrenz wird auch die Telekom-Preise
drücken.
von JURGEN STOCK
Pressebericht
3
ZDNet News 25. September 1998
(dmu)
Internet aus der Steckdose ab 1999
Baden-Württemberger Pilotprojekt soll Regelbetrieb aufnehmen / Übertragungsrate von 1
MBit pro Sekunde
Der Energieversorger Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat sich mit
dem Internet- Zugangsanbieter Tesion Communikationsnetze Südwest und dem
Telekommunikations-Anbieter Nortel Dasa zusammengetan, um ab der zweiten Hälfte des
kommenden Jahres einen Internet-Zugang über das Stromnetz anzubieten. Gerade hat das
Konsortium ein entsprechendes Pilotprojekt in Baden-Württemberg gestartet. Dabei sollen
zunächst 20 Nutzer, ab Januar 1999 dann 200 Teilnehmer die Verbindung ins Internet über
die Steckdose herstellen können. Die Teilnehmer benötigen eine Ethernet- Netzwerkkarte
für ihren PC, die über ein Koaxialkabel mit einem Spezialmodem verbunden wird. Von dort
geht es weiter zur Steckdose und einem zentralen Zähler. Im Rahmen des Versuchs wird mit
einer Trägerfrequenz von bis zu 20 MHz gearbeitet, beider eine Übertragungskapazität
von maximal einem Megabit pro Sekunde möglich ist - das 16fache Tempo einer
Standard-ISDN-Verbindung. Zum Einsatz kommt dabei die
"Digital-Powerline"-Technologie. Sie wurde von Nor.Web entwickelt, einem
Gemeinschaftsunternehmen von Northern Telecom (Nortel) und Norweb Communications. Bislang
gibt es noch keine festgelegten Standards für den Datenaustausch über Stromnetze. Das
Projekt arbeitet daher eng mit der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
zusammen, um die notwendigen Kriterien festzulegen.
Potentiellen Nutzern verspricht der Datentransfer via Stromleitung etliche Vorteile: Um
mit dem Internet-Angebot via Telefonleitung konkurrieren zu können, mußder
Datenaustausch durch das Stromnetz prinzipiell billiger ausfallen. Die Stromleitung ist
ein "Shared Medium", was unter anderem bedeutet, daß der Kunde mehrere Geräte
gleichzeitig an das Netz anbinden kann. Nur die wirklich übertragene Datenmenge muß
bezahlt werden, nicht die für einen Download verbrauchte Zeit. Der Kunde erhält
"Dynamische Tarife" undkann damit - unabhängig vom Internet-Zugang - wählen,
welche Stromquelle er anzapfen will. Ökologisch orientierte Nutzer können sich damit
beispielsweise dem Atomstrom verweigern.
Nach Angaben des Projektleiter Jürgen Unfried von der Firma Tesion ist
eine Zusammenarbeit mit anderen Energieversorgern in Deutschland nicht ausgeschloßen.
"Auch eine Übernahme des Bewag-Patents ist möglich. Zunächst
wollen wir das Ergebnis unseres eigenen Versuchs abwarten."
Der Berliner Energieversorger Bewag hatte im Juli dieses Jahres einen
"Durchbruch" bei der Datenübertragung über Stromkabel verkündet. Er meldete
weltweit ein Patent zur Nutzung von 220-Volt-Leitungen an, rechnete damals jedoch mit
mehreren Jahren Entwicklungszeit bis zur Marktreife. Schon im März '98 hatte die Bewag
ein Konsortium mit dem Projektnamen "Düne" (Datenübertragung
über Niederspannungs-Energienetze) ins Leben gerufen. An "Düne" sind neben der
Bewag auch die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln AG (GEW) und die Hamburgischen
Elektricitätswerke AG (HEW) beteiligt. Neben dem Pilotprojekt
"Midas" der Bewag läuft derzeit auch in Dresden ein Versuch mit dem Namen
Dresdner Kommunikationsnetz für innovative Energiedienstleister" (Dre-Konnex). In
den Dresdner Versuch sind auch die Baden-Württemberger involviert. Als Triebfeder
der jüngsten Projekte nennt Unfried die Quasi-Monopolstellung der Deutschen Telekom bei
den "letzten Metern" der Telefonleitungen. Internet-Zugangsanbieter wie Tesion
seien ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um dieses teure Monopol zu
umgehen.
Nortel Dasa ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Northern Telecom und der
Daimler-Benz Aerospace AG (Dasa). Tesion Communikationsnetze, ein regionaler Internet
Service Provider, ist ein Joint-Venture von EnBW und der Swisscom.
Kontakt: Energie Baden-Württemberg AG, Tel.:0721/6306
Pressebericht
4
ZDNet News 10. Dezember 1998 (jok)
Testkunden gehen über Stromleitung ins Internet
Tesion und EnBW schließen in Herrenberg erste Haushalte
an
Das Stuttgarter Telekommunikationsunternehmen Tesion und die Energie
Baden-Württemberg (EnBW) haben am Mittwoch die ersten Haushalte über
das Stromnetz ans Internet angeschlossen. In Herrenberg bei Stuttgart beginnt damit die
zweite Phase des Digital-Powerline-Feldversuchs, bei der erstmals in
Deutschland Haushalte diese neue Technologie nutzen können.
Die Testkunden haben in Zukunft über das Stromkabel eine Internet-Standleitung von bis zu
1 MBit in beiden Richtungen zur Verfügung. Der Zugang ist 15mal schneller als ISDN. Zum
Einsatz kommt die Digital-Powerline-Technologie, die von Nor.Web entwickelt wurde, einem
Gemeinschaftsunternehmen von Northern Telecom (Nortel) und Norweb Communications. Die
Teilnehmer benötigen eine Ethernet- Netzwerkkarte für ihren PC, die über ein
Koaxialkabel mit einem Spezialmodem verbunden wird. Vom Haushalt der Testkunden werden die
Internet-Dienste über die Stromleitung zum Ortsnetztransformator übertragen. Von dort
werden sie auf einer EnBW-eigenen Kupferleitung ins Umspannwerk und über
Glasfaserstrecken zum Tesion-Internetbackbone geleitet.
In der letzten Versuchsphase sollen in Baden-Württemberg im Frühjahr
1999 bis zu 200 Nutzer über die Stromleitung ans Internet angebunden werden. Zweites
Testgebiet neben Herrenberg wird der Ort Pfinztal-Berghausen bei
Karlsruhe sein.
Kontakt: Tesion Communikationsnetze Südwest, Tel.: 0711/20210; Energie
Baden-Württemberg, Tel.: 0721/6306
Pressebericht
5 Internet-Magazin 2-99
Web aus der Steckdose
20 Haushalte in Herrenberg bei Stuttgart sind über die Stromleitung ans Internet
angeschlossen. An dem Feldversuch beteiligen sich der Stromversorger EnBW, tesion
als Internetprovider und der Hardware-Hersteller Nortel Dasa. In dem "Digital
Powerline" genannten Projekt sind Übertragungsraten von bis zu 1 MBit/s in beiden
Richtungen möglich. Der PC wird über ein Ethernet-Interface angeschlossen. Sollte der
Feldversuch erfolgreich verlaufen, will tesion schon im zweiten Halbjahr 1999
allen EnBW-Kunden den Digital Powerline-Dienst anbieten.
Pressebericht
6 ZDNET
18.10.1999
"IN ZWEI JAHREN IST INTERNET AUS DER STECKDOSE MARKTREIF"
Bewag trennt sich von Duene / Conaxion macht alleine weiter
http://www.zdnet.de/maillist/cnt.cgi?C01?/news/artikel/1999/10/18010-wc.html
Pressebericht
7
Auszug aus Funkschau 23/99, Seiten 20ff
Bewährungsprobe für Powerline
Die Norweb-Auflösung und die Trennung der Bewag vom DÜNE-Projekt
verunsichern den Powerline-Markt: Ist die Überwindung der "letzten Meile" per
Stromleitung schon vor der Markteinführung nicht mehr konkurrenzfähig? . . .
. .
Überblick
Powerline und Regulierung
Tatsache ist, dass die endültigen Eckdaten für eine
flächendeckende Einführung der Powerline-Technologie von den Aufsichtsbehörden noch
nicht festgeschrieben sind. Bisher arbeiten deshalb die Demo-Systeme und
Feldversuche mit vorläufigen Genehmigungen. Für die Zukunft entscheidend ist der neue
Frequenznutzungsplan (FreqNP), der bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post (RegTP) erstellt wird. Die Fertigstellung des von der RegTP aufgrund des nach §46
TKG aufzustellenden Frequenznutzungsplans sollte ursprünglich Mitte dieses Jahres durch
eine entsprechende Mitteilung im Amtsblatt der RegTP sowie im Bundesanzeiger bekannt
gegeben werden. Inzwischen habe aber das Bundesministerium für Wirtschaft die Entwürfe
der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung (FreqBZPV) und der
Frequenznutzungsplanaufstellungsverordnung (FreqNPAV) geändert und dazu wären erneut die
Träger öffentlicher Belange (Bundesministerien, Bundesländer und andere Behörden und
Stellen) zu beteiligen, heisst es von der Seite der Behlörde; deren im Frühjahr 1999
eingereichten Stellungnahmen wurden von der RegTP inzwischen bewertet und in den Entwurf
des FreqNP entsprechend eingearbeitet. Im nächsten Schritt wird nun voraussichtlich erst
einmal ein neuer Fahrplan für das weitere Vorgehen veröffentlicht. Von einem konkreten Zeitpunkt
für eine endgültige Entscheidung ist bisher noch nicht die Rede.
. . . . . Der Ausstieg von Nortel und Bewag aus der Powerline-Technik ist
also nicht das Todesurteil für die Daten
aus der Steckdose. Alle verbliebenen Mitbewerber geben sich unbeeindruckt. Sie wollen ihre
Anstrengungen sogar intensivieren.
Der Erfolg wird wesentlich von den Rahmenbedingungen der Regulierungsbehörden abhängen,
die indirekt über die Installationskosten und die in der Realität möglichen Datenraten
entscheiden.
Pressebericht
8
Auszug aus Funkschau 25/99, 26. 11. 1999
Störpotentiale bei Powerline Communication
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP)
hat eine Studie zur Untersuchung des Abstrahlverhaltens von Netzleitungen bei der Powerline
Communication in Auftrag gegeben.
. . . . . .
Renaissance?
Auszug aus Computer Zeitung Nr. 9 vom 2. März
Powerline erlebt eine Renaissance
Hannover (cz) - Wieder einmal scheint das Web aus der Steckdose
der Energieversorger greifbar nahe zu sein.
Auszug aus Funkschau Nr. 6 vom 3.
März
Powerline Communications
Die Energieversorgung Baden Würtemberg (EnBW) und die Siemens AG wollen
ein Gemeinschaftsunternehmen für die Entwicklung und Vermarktung von Systemen zur
Datenkommunkation über Energieverteilnetze (Powerline Communications - PLC)
gründen. . . . .
Auszug aus NET Nr. 1-2/2000
Zwei Schritte vor, einer zurück
. . . . Nach dem Ausstieg der Firma Norweb aus dem
Powerline-Geschäft, mit der Begründung, das Nachfragepotential für kommerzielle Dienste
sei zu gering, glaubt man an ein Aus für diese Technologie. Jetzt nehmen
die Aktivitäten wieder zu. Und auch die technischen Probleme gelten mittlerweile als
gelöst. Offen sind nach wie vor die Fragen EMV und Freuquenzzuteilung.
. . . .
<Weitere Beiträge werden recherchiert und ggf. hier wiedergegeben>
Weiterführende
Internet-Web-Seiten
Auf einzelnen Web-Seiten, die "Suchen" erlauben, scheinen POWERLINE+INTERNET
geeignete Suchwörter zu sein.
Auch mit Hilfe von Suchmaschinen läßt sich das Feld weiter ergründen.
Die folgenden Quellen bieten Informationen, die zu diesem Thema weitere
Aufschlüsse geben.
http://www.polytrax.com
Deutsche
/ Englische Information
http://www.regtp.de/fachinfo/emv/assemblier.htm
Deutsche
Information
http://www.iiit.uni-karlsruhe.de
http://www.uni-karlsruhe.de
Deutsche Information
http://www.nor.webdpl.com
Englische
Informationen
http://www.arigo.de
Deutsche / Englische Information
http://www.emv.de
Deutsche Information
http://www.rwe.de
Deutsch / Englische Information
http://www.powernetelb.de
Deutsche Information
http://www.norwebcomms.com
Englische Informationen
http://www.nortel.com
Englische Informationen
ZDNET, 04.
April 2000 (dmu)
"Markteinführung für Steckdosen-Internet im Frühjahr
2001"
EnBW, Tesion und Siemens wollen durchstarten
"Im Frühjahr 2001 wollen wir mit der Markteinführung von EnBW Powerline
Communication beginnen", erklärte der Vorstandschef der EnBW Energie
Baden-Württemberg, Gerhard Goll. Dazu kooperiere man mit Siemens (Börse Frankfurt: SIE)
und Tesion, einer Tochtergesellschaft von EnBW und Swisscom. Die Übertragungsraten
betragen derzeit mehr als ein MBit/s.
Konkrete Zahlen zur Preisgestaltung für die PLC-Nutzung nannte die EnBW noch nicht. Die
Kosten für die Anbindung eines Privathaushaltes oder eines kleineren Büros durch
Powerline Komponenten soll sich jedoch um die 1000 Mark bewegen.
Powerline Communications nutze ein für das besondere Übertragungsverhalten des
Stromnetzes optimiertes Verfahren. Mit der neuen Technik werde die Übertragung von Daten
mit Geschwindigkeiten von mehr als einem MBit pro Sekunde über das Niederspannungsnetz
der Stromversorger möglich. Das Verfahren Orthgonal Frequency Division Multiplexing
(OFDM) ermögliche die Übertragung hoher Datenraten auch bei starken Störungen auf dem
Energienetz, so Siemens.
Die Daten werden über Glasfasernetze von Tesion zur Umspannstation der
EnBW-Regionalgesellschaft und von dort über Kupferleitungen via HDSL zum Ortsnetztrafo
geleitet. Dort erfolgt die Einkopplung der Daten. Vom Ortsnetztrafo gelangen sie über das
EnBW-Niederspannungsnetz zum Nutzer, werden am Stromzähler über eine dort eingebaute
Koppeleinheit abgegriffen und über ein "Powerline Modem" sowie ein separates
Kabel zum PC übertragen. Der Internet-Surfer braucht nur einen handelsüblichen PC mit
einer Standard-Netzwerkkarte oder einer USB-Schnittstelle.
Die neue Technik könnte laut Siemens auch zur Überbrückung der "letzten
Meile" für Telekommunikations- unternehmen benutzt werden.
Seit Dezember 1998 läuft ein gemeinsames Projekt von EnBW und Tesion.
Die Kunden nutzen eine Internet-Standleitung von bis zu einem MBit/s in beide Richtungen,
was eine 15 mal höhere Übertragungsgeschwindigkeit als bei einem herkömmlichen
ISDN-Anschluß ermöglicht.
Die kommenden Monate wolle die EnBW dazu nutzen, ein "für die Kunden interessantes
Leistungsangebot" auszuarbeiten. Das Angebot soll neben der Internetnutzung auch neue
Dienste wie Sicherheitsüberwachung, Steuerung von Haushaltsgeräten, Zählerfernauslesung
oder variable Tarifsteuerung umfassen.
Kontakt: Energie Baden-Württemberg, Tel.: 0721/6306
Auszug aus Network
Computing, Special 6/2005
Informationen aus der Steckdose
Der Wunsch, dass informationen genauso flexibel zur Verfügung
stehen, wie der Strom aus der Steckdose, ist relativ alt. Sowohl OttoNormalVerbraucher als
auch Unternehmen mit Spezialanforderungen können zugreifen, unabhängig von Menge,
Quealität und Herstellung des Stroms. Jetzt gibt es ernstzunehmende Ansätze, dass diees
Prinzip auch für den Abruf von Information Wirklichkeit wird.
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