| TU Darmstadt | |
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TU Darmstadt meldet, 20. 10. 1999
Hoher Zuwachs an
Studienanfängern
Darmstadt (rvs) - Die
Zahl der Erstsemester, die sich in diesem Wintersemester an der Technischen Universität
für die Ingenieur- oder Naturwissenschaften eingeschrieben haben, ist gegenüber dem
Vorjahr in fast allen Fächern deutlich gestiegen. Den grössten Zuwachs verbucht die Informatik.
Hier immatrikulierten sich 414 Studienanfänger gegenüber 296 im Vorjahr, was einem Plus
von knapp 40 Prozent entspricht. Einen Zuwachs über 25 Prozent verzeichnet aber auch die Elektronik
mit 197 gegenüber 157 Erstsemestlern im Vorjahr sowie Maschinenbau, der mit 231
gegenüber 211 Studienanfängern im letzten Jahr knapp 10 Prozent zulegte. Weiter
rückläufig ist dagegen die Zahl der Erstsemestlern im Bauingenieur- wesen; sie ging von
199 im letzten Wintersemester auf 149 zurück.
Die "Talsohle" ist offentsichtlich auch in den
naturwissenschaftlichen Fächern überwunden: Jeweils knapp 30 Prozent mehr
Studienanfänger verzeichnet die Mathematik und Physik, ein Plus von 20 Prozent gibt es in
der Chemie. Diese positive Entwicklung dürfte auch auf die vielseitigen und attraktiven
Veranstaltungen zurückzuführen sein, die diese Fachbereiche inzwischen für Schüler und
Abiturienten anbieten. Auf grosse Resonanz sowohl bei ausländischen als auch bei
deutschen Studieninteressenten stösst zudem der im letzten Wintersemester erstmals in der
Mathematik angebotene neue Studiengang "Mathematics with Computer Science", der
englische und deutsche Lehrveranstaltungen vorsieht und zu einem Bachelor- oder
Masterabschluss führt.
Insgesamt stieg die Zahl der Studienanfänger an der TU Darmstadt um
knapp 10 Prozent von rund 2 700 auf 2 900. Keinen oder nur geringe
Zuwächse verzeichnen vor allem die Lehramtsstudiengänge.
Informationsdienst
Wissenschaft (idw) - Pressemitteilung -Technische Universität Darmstadt, 20.04.2002
Workshop und Symposium zu
30 Jahre Informatik
Workshop
"Wissenschaftliches Hochleistungsrechnen" mit Einweihung des neuen hessischen
Hochleistungsrechners am 30.4.2002 sowie Symposium "Softwaretechnik-Aus- und
Weiterbildung"
Darmstadt, 21.4.2002 (mpr) "Vor anderthalb Jahren kam der Gigahertz-PC, der
eine Milliarde Rechenoperationen pro Sekunde bewältigt, für weniger als 2000 Dollar.
Wahrscheinlich werden wir bis 2015 den bezahlbaren Tera-PC sehen und um 2030 den Peta-PC.
Und was fangen wir dann damit an?" Diese Frage wird auf dem Festakt zur 30jährigen
Einführung der Informatik-Studiengänge in Darmstadt am 29. April mindestens einer der
vielen Redner, Prof. Dr. Raj Reddy von der Carnegie Mellon University,
Pittsburgh, stellen.
Vor 30 Jahren wurden in Darmstadt und an anderen deutschen Universitäten
die ersten eigenständigen Fachbereiche für Informatik in Deutschland eingerichtet. Die
Technische Universität Darmstadt feiert dies mit einem Festkolloquium am
29. April 2002. Laufend aktualisierte Informationen finden sich unter www.30JahreInformatik.de .
Festredner Raj Reddy liefert einen Teil der Antworten auf seine Fragen gleich
mit: Geschäftsleben, Arbeitswelt, Lernverhalten und Informationsaustausch in allen
Bereichen werden in den nächsten Jahren
von den technischen Veränderungen noch nachhaltiger beeinflusst werden als in den
vergangenen 30 Jahren. Zu deren Beginn wurde in Darmstadt noch mit Lochkarten
gearbeitet, woran selbst in Ehren ergraute Professoren aus der Anfangszeit wie Robert
Piloty oder Hartmut Wedekind nur mit Grausen zurückdenken. "Das
Studium damals war eine Zumutung für unsere sechzig Studenten, die oft
stundenlang darauf warten mussten, bis der Großrechner ein neues Programm getestet und
ausgedruckt hatte - und dann oft genug mit einer Fehlermeldung wegen eines simplen
Tippfehlers", erinnert sich Piloty.
Da freut sich der jetzige Dekan, Prof. Wolfgang Henhapl, natürlich über seinen
heute durchgängig mit Funk-LAN versehenen Campus und über die
mittlerweile pro Semester über 450 Studienanfänger, von denen bereits ein Drittel mit
dem eigenen Laptop in Seminare und Praktika kommen. In
15 Jahren dann mit dem Tera-Notebook?
Der auf den Festakt folgende Workshop "Wissenschaftliches Hochleistungsrechnen in
"Computational Science and Engineering" am 30. April
zeigt, wozu das Tera-Notebook nützlich sein könnte. Die für 9 Uhr
morgens angesetzte Einweihung des neuen hessischen Hochleistungsrechners provoziert die
gedankliche Parallele zum Jahr 1972. Damals wurde der Fachbereichsrechner angeschafft und
belegte in der Landgraf-Georg-Straße einen großen Saal: Ein Siemens 4004/46 bot allen
Benutzern gemeinsam 256
Kilobyte Hauptspeicher und einige Megabyte Festplatte. Das kauft
heute keiner mehr als PC.
Der Hochleistungsrechner heute benötigt keinen großen Saal mehr und dürfte wohl etwas
bessere Leistungswerte aufweisen. Gebraucht wird er trotz Studenten-Notebooks für neue
Erkenntnise, so der Darmstädter Professor Oskar von Stryk: "Die
computerbasierte Simulation bildet neben den beiden klassischen Wegen der
wissenschaftlichen und industriellen Forschung - der Theorie und dem
physikalisch-technischen Experiment - eine neue, dritte Säule des Erkenntnisfortschritts
in den Natur- und
Ingenieurwissenschaften, die sich zu einem wesentlichen Faktor des Fortschritts entwickelt
hat. Simulation ermöglicht die Untersuchung komplexer, technischer Systeme und
naturwissenschaftlicher Phänomene,
für die eine direkte, experimentelle Untersuchung zu teuer, zu gefährlich
oder schlicht unmöglich ist." Voilà. Und
in nochmal dreissig Jahren dann auf dem Peta-Notebook eines jeden
Studenten. Der
Hochleistungsrechner vom 30. April 2002 wird dann, wenn überhaupt noch irgendwo, im
Museum stehen.
Aber es geht nicht allein um die Hardware. Sowohl auf dem Hochleistungsrechner als auch
dem PC laufen hochkomplexe Programme ab, deren Leistung in den frühen
Jahren der Informatik undenkbar erschien.
Die Entwicklung solcher Programme erfordert sowohl einen exakten Konstruktionprozess als
auch Methoden und Werkzeuge, die diesen Prozess unterstützen. In einer weiteren
Veranstaltung am 30.4. werden im Rahmen eines Symposiums die Zukunftsaspekte der Aus- und
Weiterbildung in der Softwaretechnik behandelt, wobei die Fortbildung der berufstätigen
Softwareentwickler im Mittelpunkt stehen wird. (Das Symposiumsprogramm steht unter
"Links" auf www.30JahreInformatik.de, der Workshop zum Hochleistungsrechnen unter
"Tagung".)
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.30JahreInformatik.de
Siehe auch http://www.ito.tu-darmstadt.de
Siehe auch www.winf1.bwl.tu-darmstadt.de
Siehe auch www.rs.e-technik.tu-darmstadt.de
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