Verschlüsselung          sym_home_a.gif (82 Byte)  Zurück zur Homepage  AG00108_.gif (1629 Byte)
  http://www.lv1.ifkomhessen.de/verschl.htm#S1   AG00088_.gif (337 Byte)  Zurück zur Auswahl

Inhalt
Begriffe
Verschlüsseln   Chiffrieren
Verstecken
Konzepte
Meldungen
Web-Adressen zum Thema        
                 mit verschiedenen Links zu verwandten Themen,  s. auch    Sicherheit   und  Authentisierung  und  IPSec
          
  Siehe auch Kryptographie   Siehe auch Auf Nummer Sicher sein  und  PKI  und  Digitale Wasserzeichen
        
    Siehe auch Biometrie.


Begriffe

Kryptologie

Kryptographie

Steganographie

                 Vertraulichkeit

        Verstecken von Informationen

Digitale Wasserzeichen
                 Authentizität                    Vertraulichkeit Authentizität
                 Integrität Integrität
                 Nichtabstreitbarkeit          --> Forschungsprojekt
                 (Infrastrukturen)

top.gif (86 Byte) 


Auch wer nicht unbedingt staatsfeindliche Dinge oder große Geheimnisse per Email verschickt, möchte hin und wieder seine Privatsphäre gewahrt wissen. Als Lösungsmöglichkeiten bieten sich Verschlüsseln und Verstecken an.

Verfasser: Helmut F. Reibold/osc
Quelle: Internet Magazin, Heft 6-98
            (Bitte Erscheinungsdatum beachten)
Spätestens der große ´Lauschangriff´ und Meldungen über das ´Abhören´ von Mails, Faxen und Telefonaten durch den amerikanischen Geheimdienst NSA hier in Deutschland haben Anwender aufgerüttelt. Um sich gegen die kollektive Bespitzelung zur Wehr zu setzen, gibt es (noch) einige Möglichkeiten.

Verschlüsseln (Chiffrieren)
Im Hinblick auf  Texte und Emails, die ja ebenfalls nur Texte sind, erfreut sich das Programm PGP (Pretty Good Privacy ; recht gute Geheimhaltung) zumindest bei Anwendern immer größerer Beliebtheit, während es hingegen den staatlichen Stellen verständlicherweise ein Dorn im Auge ist. Der Programmname ist allerdings eine hübsche Untertreibung, denn PGP gilt als unknackbar. In den Vereinigten Staaten fallen Verschlüsselungsverfahren noch immer unter das Waffengesetz, ein Relikt aus dem kalten Krieg, und dürfen deshalb auch nicht exportiert werden. Dies führte bisher zu Problemen bei der Verwendung von
PGP. Mittlerweile hat aber ein findiges Unternehmen den staatlichen Stellen ein Schnippchen geschlagen: Man hat einfach das Buch mit dem Quelltext aus den USA exportiert, in den Niederlanden eingscannt und den Quellcode dort compiliert. Damit steht das Programm jetzt offiziell jedem zur Verfügung. Die aktuelle Version ist 5.5.3i für Windows. (http://www.pgpi.com) PGP ist in seiner Originalform etwas schwer zu handhaben, dank einiger Shells aus dem Bereich der Shareware läßt es sich aber auch von weniger erfahreneren Anwendern einsetzen.  
Das Programm arbeitet mit zwei Schlüsselsets. Der öffentliche Schlüssel (public key) ist jedermann verfügbar, der private Schlüssel (private key) dagegen nicht. Aktuelle Diskussionen der staatlichen Stellen zielen darauf ab, den Behörden eine Art Dietrich oder Generalschlüssel zur Verfügung zu stellen. Aber auch andere Informationen als Email sind schützenswert. Hier greifen  einfache paßwortgeschützte Verschlüsselungsverfahren, wie sie zum Beispiel auch von vielen Pack-Programmen zur Verfügung gestellt werden.

top.gif (86 Byte) 

Verstecken
Eine andere gängige Methode, seine Daten vor neugierigen Blicken zu schützen, ist die Steganografie. Das Prinzip der Steganografie ist immer gleich: Informationen werden so manipuliert, daß sie für einen Uneingeweihten harmlos erscheinen, dem Eingeweihten aber den wahren Kern offenbaren. Motto: Sag's durch die Blume. Dabei stehen mehrere Methoden zur Verfügung. So kann zum Beispiel das Original leicht abgewandelt werden. Bei einem digitalen Musikstück werden etwa die ersten 8 Bytes geringfügig manipuliert, indem etwa das erste LSB / least significant bit; niederwertigstes Bit) mit den Bits eines Kenncodes überschrieben werden. Dies ist für das menschliche Ohr in der Regel nicht mehr nachvollziehbar, läßt sich aber jederzeit nachweisen. Eine andere Methode besteht darin, die Originalbotschaft eines Textes in einem anderen, harmlos erscheinenden Text zu verstecken. So kann etwa, je nach zugrunde gelegtem Code, jedes siebente Zeichen eines Textes die Originalbotschaft ergeben. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Information zu komprimieren und dann dieses komprimierte Objekt in einem ´harmlosen´ Objekt unterzubringen. Dieses Verfahren wurde beispielsweise von den Nationalsozialisten angewendet. Ein Mikrofilm in der Größe eines i-Punktes (Mikrodot) enthielt eine Vielzahl geheimer Informationen. Der Mikrofilm wurde dann auf eine an sich harmlose Schreibmaschinenseite als Punkt eines i´s aufgebracht.
Alle diese Methoden werden in ähnlicher Form auch im EDV-Bereich eingesetzt. Die Träger der Information werden dabei als Container bezeichnet. Als solcher Container kann dabei sowohl das eigentliche Objekt selbst dienen als auch ein anderes. So wird etwa bei Bildern gerne ein digitales Wasserzeichen verwendet, das beim Betrachten des Bildes nicht sichtbar ist, im Zweifelsfall aber bei einer illegalen Verwertung des Bildes den Täter überführt.
Im Shareware-Bereich gibt es einige Programme, die es ermöglichen,   geheime Informationen beispielsweise in - besser: hinter - Bildern oder Musikstücken zu verstecken, etwa Steganos for Windows (BMP, DIB, VOC, WAV, ASCII und HTML) oder Hide and Seek (BMP). Der unbedarfte Anwender sieht nur das Bild oder hört sich das Musikstück an. Durch Umbenennen der Datei oder das jeweils angemessene Decodierverfahren gelangt man an die wahre Information. Auf diese Weise lassen sich nicht nur kleine Texte, sondern durchaus auch ganze Programme versteckt transportieren. Nur erfahrene Anwender finden unter Umständen heraus, daß die Dateigröße des Containers größer ist, als sie eigentlich sein dürfte. Trotz dieser Verschlüsselungen besteht aber, wie bereits angedeutet, immer noch ein Restrisiko.
                 http://www.cs.hut.fi/ssb/crypto/software.htm#stego
Siehe auch den relativ neuen Bereich von Digitalen Wasserzeichen, in dem heftig geforscht wird.
Siehe auch Glossar zur Sicherheit.


top.gif (86 Byte) 

Konzepte
Siehe auch http://www.act-hanau.com/A105.htm
                 http://www.internet-magazin.de/service
DES          http://
X.509        http://www.ietf.org
                 http://info.itu.ch
AES          http://csrc.nist.gov/encryption/aes/aes_home.htm
IPSec        http://
Smartcards - Konzept
Digitale Wasserzeichen

top.gif (86 Byte) 


Meldungen
Keine strenge Kryptoregelung in Deutschland,   ZDNet News, 11.12.1998
Am Donnerstag letzter Woche unterzeichneten 33 Staaten das Wassenaar-Abkommen in Wien. Es regelt unter anderem die Ausfuhr von Verschluesselungs-Software und die Anwendung von Key-Recovery Zweitschluessel-Anlagen. Einige Presseagenturen berichteten, dass sich in Europa die strengen Richtlinien der USA durchsetzen wuerden. In einem Telefonat der Internet World mit dem Bundesministerium fuer Wirtschaft und Technologie dementierte Dr. Ulrich Sandl, Referatsleiter fuer IT-Sicherheit im BmWi die Geruechte. "Das Wiener Treffen war eine Niederlage fuer die USA, ihre Richtlinien auch in Europa durchzusetzen. Sollten sich durch das Verhalten Europas keine Wettbewerbsnachteile ergeben, bleibt alles beim alten."
* Alles zum Abkommen
--> http://www.wassenaar.org/


Verschlüsseln mit Web.de  TOMORROW Heft 10/99, Seite 259
Wem das Laden eines zusätzlichen Verschlüsselungsprogramms zu umständlich ist, kann dafür den kostenlosen EMail-Dienst Freemail nutzen, den das Netzportal Web.DE bietet. Freemail ist allerdings nur Online nutzbar. Deshalb hat Web.DE auch ein Trustcenter eröffnet, das kostenlos Sicherheits-Zerifikate für die normalen EMail-Programme zur Verfügung stellt. Einen neuen Acoount für seine EMails muss der Nutzer nicht eröffnen -- das Zertifikat lässt sich auf eine vorhandene Adresse verwenden.
http://trust.web.de
http://freemail.web.de

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus Computer Zeitung, Nr. 3, 20. 01. 2000
Exportkontrolle
USA dereguliert Krypto komplett
Washington (mo) - Die USA lassen ihre Exportkontrollen für Verschlüsselungsprodukte praktisch vollständig fallen. Auch eine angekündigte Lizensierung durch die Exportberhörde ist im nun vorgelegten Entwurf nicht vorgesehen. Krypto-Produkte für den Massenmakrt können nun beliebig ausgeführt werden. Für alle anderen Produkte gibt es detaillierte Regelungen, an wen sie geliefert werden dürfen. Eine Begrenzung im Grad der Sicherheit, wie bisher üblich, gibt es nicht mehr. Ausgenommen sind nur bestimmte Länder wie Libyen. Der Gesetzentwurf ist zwar unerwartet liberal, allerdings komplex in der Auslegung für Details.


Auszug aus Network Computing, 09. 02. 2000
PGP-Freeware jetzt wirklich frei
Nach der Neuregelung des US-Exportgesetzes für Verschlüsselungstechnologie dürfen erstmals Anwendungen, die starke Verschlüsselung verwenden, aus den USA exportiert werden. Darunter fällt auch das im Internet zum Quasi-Standard für E-Mail-Verschlüsselung avancierte PGP (Pretty Good Privacy) in der kostenfreien Freeware-Version. Wer PGP nun völlig legal auf seinen deutschen Computer herunterladen möchte, findet das Programm unter http://ya.com/cryptout.htm#PGP zum straf- und kostenfreien Download. [ast].

top.gif (86 Byte) 


ZDNET, Juni 2000
PATCH FÜR WINDOWS 2000
Stärkere Verschlüsselung möglich
http://www.zdnet.de/news/artikel/2000/06/05002-wc.html


Newsflash 40/00, Oktober 2000
Besser verschlüsselt
Das amerikanische National Institute of Standards und Technology (Nist), das in einem Wettbewerb einen Nachfolger fuer den den Anforderungen nicht mehr ganz entsprechenden, mehrfach gehackten, alten Data
Encryption Standard (DES) suchte, hat sich fuer einen neuen Algorithmus aus Belgien entschieden. Der heisst
nach seinen Erfindern Joan Daemen und Vincent Rijmen "Rijndael" und soll künftig den Advanced Encrypton Standard (AES) definieren.
* Harte Zeiten fuer Hacker
--> http://www.nist.gov/


Auszug aus INFORMATIOBWEEK Nr. 23/2000 vom 21. 09. 2000
IT-Security  -  RSA-Verschlüsselung frei verfügbar
Einige Firmen haben diesen Tag herbeigesehnt: Am 20. September lief das Patent auf den Verschlüsselungsalgorithmus RSA aus.
. . . . . .

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus InformationWeek Nr. 25/2000
Baldiger Abschied von DES?
Mit dem Verschlüsselungsverfahren Advanced Encryption Standard, kurz AES, beginnt eine neue Ära in der Kryptotechnologie.
Ganze 30 Jahre lang galt der von IBM entwickelte Data Encryption Standard (DES) als das Verfahren der Wahl für die Verschlüsselung von Daten und Nachrichten. Dennoch reichte der 56 Bit kurze Schlüssel schonlange nicht mehr aus, um optimale Sicherheit zu gewährleisten. Hacker hatten immer wieder mit handelsüblichen PCs bewiesen, wie einfach   es ist, DES zu knacken. "Rijndael", wie der neue Advanced Encryption Standard (AES) auch bezeichnet wird, könnte nun die Kryptografie-, wenn nicht sogar die gesamte IT-Security-Branche umkrempeln.Der amerikanische Handelsminister Norman Mineta lobte Rijndael als den Verschlüsselungsstandard, mit dem die E-Commerce-Branche neu aufblühen könnte.
Allgesichts der Tatsache, dass der gesamte E-Business-Bereich immer schneller wachse, begrüßte Mineta den Nachfolger des veralteten DES-Schlüssels als "einen sehr bedeutenden Schritt in Richtung einer sicheren digitalen Ökonomie."
Ungewöhnlich ist die Entwicklungsgeschichte von Rijndael: Das amerikanische National Institute of Standards and Technology (Nist) schrieb im September 1997 einen weltweiten Wettbewerb aus, um ein sicheres Verschlüsselungsverfahren zu finden, das modernen Ansprüchen genügen sollte. Die Technologie sollte sicher sein, aber auch schnell und auf Computern verschiedener Bauart lauffähig. Forscher aus zwölf Nationen hatten an der Ausschreibung teilgenommen und ihre Codes eingereicht. Am 2. Oktober gab das US-Institut den Sieger bekannt: Völlig überraschend wurde der Algorithmus Rijndael der belgischen Kryptologen Joan Daemen von der Firma Proton World International und Vincent Rijmen von der katholischen Universität Leuven ausgewählt. Ihre Software hatte sich gegen die starke Konkurrenz durchgesetzt, weil sie allen Hacker-Angriffen widerstand und laut Nist "die beste Kombination von Sicherheit, Leistungsfähigkeit, Effizienz, Implementierbarkeit und Flexibilität" bot. Kurz nach der Entscheidung kündigten Hersteller von Sicherheits-Software neue Programme mit dem AES-Algorithmus an. Einer der ersten Anbieter ist das Unternehmen Demcon mit einer Betaversion
der sogenannten Steganos Security Suite 3. Auch die deutsche Kryptografie-Schmiede Utimaco bietet ein auf Rijndael basierendes Verschlüsselungsprogramm - SafeguardPrivatecrypt - an.    

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus Computerzeitung Nr. 27 / 2001
Krytografie frisst Rechen-Power
Stuttgart rr - Der Computing-Aufwand für Kryptografie steigt künftig drastisch. "Die Verschlüsselung wird mehr Rechenleistung verbrauchen als die Applikationen", prognostiziert Mainframe-Guru Hans-Georg Martin, IBM Chefberater Z-Serie. "Bei der Kommunikation über die offenen Netze müssten grundsätzlich die Datenströme verschlüsselt sein.

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus c´t, Heft 21/200
AES unter Beschuss
Code-Breaker feiern ´Durchbruch´
Kürzlich veröffentlichen Wissenschaftler ein Verfahren für einen Angriff gegen das bisher als sehr sicher geltende Verschüsselungsverfahren AES. Es wirft die Frage auf, ob AES damit für seine Rolle sls Nachfolger für DES noch geeignet ist.
. . . .

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus c`t, Heft 23 2002
Schlüsselfrage
E-Mails signieren und verschlüsseln
. . . . .

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus c`t, Heft 12/2003
Verschlüsseln, aber richtig
Fallstricke des Encrypted File System von Windows vermeiden
Eingeschaltet ist es schnell, das Encrypted File System (EFS) von Windows 2000 und XP-Professional. Vergisst man jedoch, seine für die Verschlüsselung relevanten Benutzerdaten zu sichern, verwehrt einem Windows im Fehlerfall möglicherweise den Zugriff auf die eigenen Daten.
. . . .

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus c`t, Heft 17, 2003
Harte Nüsse
Verschlüsselungsverfahren und ihre Anwendungen
Kryptografische Algorithmen bilden ein Fundament der Datensicherheit und sind gleichzeitig ihr am schwierigsten zu bewertender und zu verstehender Teil. Mathematisch sichere Verschlüsselungsverfahren gibt es nur wenige - und selbst diese können aufgrund von Implementierungsfehlern ausgehebelt werden.
. . . .

top.gif (86 Byte) 


Quelle; SmartTools Publishing - Newsletter,  http://www.smarttools.de/
Mehr Sicherheit durch verschlüsselte E-Mail's
Versionen: Outlook 98, 2000, 2002/XP und 2003
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie gut Ihre Privatsphäre beim Senden von E-Mails geschützt ist? Wenn nicht, dann sollten Sie das so schnell wie möglich nachholen. Unverschlüsselte Nachrichten sind genau so öffentlich wie Postkarten. Jeder, der sich irgendwie in die Übertragungskette einklinken kann, ist in der Lage, den Text der E-Mail zu lesen und die angehängten Dateien zu öffnen. Schlimmer noch: Wer es darauf anlegt, kann die Originalnachricht sogar verfälschen, ohne dass der Empfänger etwas davon merkt. Für eventuelle Fehlinformationen werden Sie verantwortlich gemacht.
Dieses Gefahrenpotenzial wird selbst von Firmen, die mit vertraulichen Informationen umgehen, oft nicht erkannt. Dabei lassen sich Sicherungsmaßnahmen, die einen geschützten E-Mail-Austausch gewährleisten, ohne großen Aufwand implementieren. Outlook ist zum Beispiel von Haus aus für den Einsatz des so genannten "S/MIME-Standards" (Secure Multipurpose Internet Mail Extensions) gerüstet. Damit können Sie E-Mails verschlüsseln und mit einer digitalen Signatur versehen, die garantiert, dass die Nachricht von Ihnen stammt.
Alternativ können Sie den Nachrichtenaustausch auch per PGP (Pretty Good Privacy) schützen. PGP verfolgt dasselbe Ziel wie S/MIME, nämlich das Versenden von E-Mails durch Verschlüsselung und digitale Signaturen sicher zu machen. Unterschiede gibt es nur im Detail.
In diesem Tipp stellen wir Ihnen das generelle Prinzip vor, auf dem sowohl S/MIME als auch PGP beruhen. So wird es Ihnen leichter fallen, die richtigen Voraussetzungen für einen sicheren E-Mail-Austausch zu schaffen. In weiteren Newsletter-Ausgaben geben wir Ihnen dann konkrete Tipps, wie Sie Nachrichten aus Outlook per S/MIME oder PGP verschlüsseln und signieren.
Das Problem, vor dem die Entwickler von Verschlüsselungstechnologien für E-Mail-Nachrichten standen und stehen, ist die "unsichere" Struktur des Internet. Eine Mail, die von A nach B übertragen werden soll, läuft normalerweise über diverse Internet-Server, sodass sie zumindest von den jeweiligen Administratoren problemlos überwacht werden kann.
Um das zu verhindern, muss die Mail verschlüsselt werden. Das wirft neue Probleme auf, wobei es gar nicht einmal um die Gefahr geht, dass jemand den Code knacken könnte. Alle derzeit eingesetzten Verschlüs- selungsalgorithmen gelten als sicher, da sie mit aktuellen Computersystemen nicht in einem sinnvollen Zeitrahmen decodiert werden könnten. Die Gefahr liegt im Übertragungsweg der Schlüsselcodes.
Bei einem einfachen symmetrischen Verfahren, beispielsweise beim Schützen einer Excel-Tabelle mittels Kennwort, muss das Kennwort/der Schlüssel sowohl dem Sender als auch dem Empfänger bekannt sein. Wenn man nun aber das Kennwort im Klartext über das Internet verschicken wollte, könnte man angesichts der genannten Abhörrisiken gleich auf einen Schutz verzichten. Eine Alternative wäre der Austausch per Briefpost oder Telefon. Das wäre zwar sicherer, aber viel zu kompliziert, wenn Sie auf diese Weise täglich unzählige Mails verschlüsseln wollten.
So kommen asymmetrische Verschlüsselungsverfahren ins Spiel. Dabei handelt es sich um Verfahren, die nicht nur auf einem einzigen Schlüssel/Kennwort basieren sondern auf einem Schlüsselpaar. Es gibt einen "privaten Schlüssel", der der höchsten Geheimhaltungsstufe unterliegen sollte, und einen "öffentlichen Schlüssel", der beliebig an Empfänger verteilt oder sogar auf einem Verzeichnisserver im Internet veröffentlicht werden kann.
Das Ganze funktioniert nach folgendem Prinzip: Wenn Sie eine sichere E-Mail verschicken wollen, erstellen Sie mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers eine codierte Nachricht. Decodiert werden kann diese Mail anschließend nur mit Hilfe des privaten Schlüssels des Empfängers. Der Nachrichtentransport ist sicher, weil der private Schlüssel nur auf dem Zielcomputer verfügbar ist und nie über das Internet übertragen wurde.
Damit das Verfahren funktioniert, müssen die Kommunikationspartner natürlich vor der ersten Verschlüsselung die jeweiligen öffentlichen Schlüssel austauschen. Da diese Schlüssel ohnehin frei zugänglich sind, kann der Austausch ohne große Risiken über das Internet erfolgen.
Darüber hinaus eignet sich das Paar aus öffentlichem und privatem Schlüssel zum Verifizieren des E-Mail- Absenders. In diesem Fall erstellen Sie mit Hilfe Ihres privaten Schlüssels eine Art digitale Unterschrift, die dann mit der Mail übertragen wird. Auf Empfängerseite dient Ihr öffentlicher Schlüssel dazu, die Unterschrift zu überprüfen. Wenn sich die Unterschrift verifizieren lässt, kann der Empfänger sicher sein, dass die Mail von Ihnen stammt und unterwegs nicht verfälscht wurde.
So weit die generellen Gemeinsamkeiten von PGP und S/MIME. Nun zu den Unterschieden: Historisch betrachtet ist PGP das ältere der beiden Verfahren. Es wurde von Phil Zimmermann zunächst als Freeware entwickelt. Daraus hervorgegangen ist zum einen die Open-Source-Variante OpenPGP (www.openpgp.org) und zum anderen die PGP Corporation. Während OpenPGP in weitere Open Source-Projekte integriert wird, die Sie unter Beachtung der entsprechenden Lizenzbedingungen kostenlos nutzen können, entwickelt die PGP Corporation kommerzielle Produkte.
Der wesentliche Unterschied zu S/MIME liegt in der Verwaltung und Vertrauensstellung der Schlüssel. PGP überlässt es dem Anwender, die Glaubwürdigkeit eines öffentlichen Schlüssels zu beurteilen. Jeder PGP-User kann sein eigenes Schlüsselpaar erzeugen. Und wenn Sie meinen, dass ein Schlüssel tatsächlich zu einer Person gehört, können Sie eine entsprechende Vertrauensstufe einstellen. Wenn Sie wiederum von anderen Anwendern als vertrauenswürdig angesehen werden, können diese Anwender automatisch den von Ihnen akzeptierten Schlüsseln vertrauen. So entsteht ein so genanntes "Web of Trust".
S/MIME basiert dagegen auf einer streng hierarchischen Struktur. Alle Schlüssel sind von "X.509- Zertifikaten" abhängig. Diese Zertifikate bescheinigen die Authentizität des jeweiligen Anwenders bzw. der zugeordneten E-Mail-Adresse. Zertifikate werden nur von autorisierten Zertifizierungsstellen (CA = Certificate Authority) ausgegeben und beglaubigt. Oft kostet das Geld, vor allem wenn hohe Sicherheitsstandards eingehalten werden müssen. Einfache Zertifikate, bei denen lediglich die E-Mail-Adresse überprüft wird, können Sie aber kostenlos zum Beispiel bei Thawte ( www.thawte.com ) oder beim TC Trustcenter ( www.trustcenter.de ) beziehen.
Da es bei der Sicherheit von PGP und S/MIME so gut wie keine Qualitätsunterschiede gibt, entscheidet am Ende Ihr persönlicher Geschmack über das einzusetzende Verfahren. Wenn Sie wollen, können Sie auch beide Techniken parallel betreiben. Unter Umständen müssen Sie das sogar, weil Ihre Kommunikations- partner zum Teil mit PGP und zum Teil mit S/MIME arbeiten.
In künftigen Ausgaben werden wir in loser Folge weitere Details rund um die verschiedenen Möglichkeiten zur E-Mail- Verschlüsselung mit Outlook veröffentlichen. Hier erhalten Sie dann auch entsprechende Download-Links und Tipps zum konkreten Praxiseinsatz.

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus internet magazin, 06/3005
Sicher vor Lauschern
Verschlüsselseite Post
Jede unverschlüsselt verschickte E-Mail kann auf dem Weg zum Empänger von zig Personen gelesen werden - genauso wie eine Postkarte. Erst mit den richtigen Tools schützen Sie Ihre Privatsphäre.
. . . .

top.gif (86 Byte) 


Auszug aus Informatikspektrum, Dez 2005
Steganographie und Wasserzeichen
Aktueller Stand und neue Herausforderungen
. . . . .

top.gif (86 Byte) 


Web-Adressen zum Thema
PGP-Homepage (Network Associates)  http://www.nai.com
Internationale PGP-Version                  http://www.pgpi.com
                                                         http://www.pgpi.org
Steganographie als Verschlüsselungstechnik            
                                                         http://www.netzservice.de/Home/marit/publikationen/steganographie
Steganos-Homepage                           http://www.demcom.com
Steganos                                           http://www.stego.com
PGE Pretty Good Envelope                 http://www.rugeley.demon.co.uk/security/
Scyta                                                http://www.geocities.com/SiliconValley/Heights/5428
PGP allgemein                                   http://www.pgp.de
Sicherheitsaspekte im Internet             http://193.23.168.186/internet/sicher.htm
                                                         http://www.act-hanau.com/A105.htm
Weitere Quellen                                  http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/1300/1.html
                                   IPSEC             http://www.ietf.org/html/charters/ipsec-charter.html
                                  
PKI, X.509       http://www.ietf.org/html/charters/pkix-charter.html
                                  
Socks v5         ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc1928.txt
                                  
L2F                 ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc2341.txt
                                                          http://www.verisign.com

AES, der neue Kryptostandard             http://www.dice.ucl.ac.be/crypto/CAESAR/caesar.html

top.gif (86 Byte) 


   sym_home_a.gif (82 Byte)  Zurück zur Homepage  AG00108_.gif (1629 Byte)   AG00088_.gif (337 Byte)  Zurück zur Auswahl
                   AG00059_.gif (12001 Byte)                   AG00088_.gif (337 Byte) Zurück zum Seitenanfang
  Kommentare stets erwünscht an  Webmaster

  Modifiziert:  20.12.05 / Ti   wt-wapp1.jpg (38628 Byte)