| Verschlüsselung | |
| http://www.lv1.ifkomhessen.de/verschl.htm#S1 | |
Inhalt
Begriffe
Verschlüsseln Chiffrieren
Verstecken
Konzepte
Meldungen
Web-Adressen zum Thema
mit verschiedenen Links zu verwandten Themen, s. auch
Sicherheit und Authentisierung und IPSec
Siehe auch Kryptographie Siehe auch Auf Nummer Sicher sein und PKI und Digitale
Wasserzeichen
Siehe auch Biometrie.
Kryptologie |
Kryptographie |
Steganographie |
| Vertraulichkeit | Verstecken von Informationen |
Digitale Wasserzeichen |
| Authentizität | Vertraulichkeit | Authentizität |
| Integrität | Integrität | |
| Nichtabstreitbarkeit | --> Forschungsprojekt | |
| (Infrastrukturen) |
Verschlüsseln
(Chiffrieren)
Im Hinblick auf Texte und Emails, die ja ebenfalls nur Texte
sind, erfreut sich das Programm PGP (Pretty Good Privacy ; recht gute
Geheimhaltung) zumindest bei Anwendern immer größerer Beliebtheit, während es hingegen
den staatlichen Stellen verständlicherweise ein Dorn im Auge ist. Der Programmname ist
allerdings eine hübsche Untertreibung, denn PGP gilt als unknackbar. In den Vereinigten
Staaten fallen Verschlüsselungsverfahren noch immer unter das Waffengesetz, ein Relikt
aus dem kalten Krieg, und dürfen deshalb auch nicht exportiert werden. Dies führte
bisher zu Problemen bei der Verwendung von
PGP. Mittlerweile hat aber ein findiges Unternehmen den staatlichen Stellen ein
Schnippchen geschlagen: Man hat einfach das Buch mit dem Quelltext aus den USA exportiert,
in den Niederlanden eingscannt und den Quellcode dort compiliert. Damit steht das Programm
jetzt offiziell jedem zur Verfügung. Die aktuelle Version ist 5.5.3i
für Windows. (http://www.pgpi.com) PGP ist in seiner Originalform etwas schwer zu
handhaben, dank einiger Shells aus dem Bereich der Shareware läßt es sich aber auch von
weniger erfahreneren Anwendern einsetzen.
Das Programm arbeitet mit zwei Schlüsselsets. Der öffentliche
Schlüssel (public key) ist jedermann verfügbar, der private Schlüssel (private key) dagegen nicht.
Aktuelle Diskussionen der staatlichen Stellen zielen darauf ab, den Behörden eine Art
Dietrich oder Generalschlüssel zur Verfügung zu stellen. Aber auch andere Informationen
als Email sind schützenswert. Hier greifen einfache paßwortgeschützte
Verschlüsselungsverfahren, wie sie zum Beispiel auch von vielen Pack-Programmen zur
Verfügung gestellt werden.
Verstecken
Eine andere gängige Methode, seine Daten vor neugierigen Blicken zu
schützen, ist die Steganografie. Das Prinzip der Steganografie ist immer gleich: Informationen
werden so manipuliert, daß sie für einen Uneingeweihten harmlos
erscheinen, dem Eingeweihten aber den wahren Kern offenbaren. Motto: Sag's durch die
Blume. Dabei stehen mehrere Methoden zur Verfügung. So kann zum Beispiel das Original
leicht abgewandelt werden. Bei einem digitalen Musikstück werden etwa die ersten 8 Bytes
geringfügig manipuliert, indem etwa das erste LSB / least significant bit;
niederwertigstes Bit) mit den Bits eines Kenncodes überschrieben werden. Dies ist für
das menschliche Ohr in der Regel nicht mehr nachvollziehbar, läßt sich aber jederzeit
nachweisen. Eine andere Methode besteht darin, die Originalbotschaft eines Textes in einem
anderen, harmlos erscheinenden Text zu verstecken. So kann etwa, je nach zugrunde gelegtem
Code, jedes siebente Zeichen eines Textes die Originalbotschaft ergeben. Eine weitere
Möglichkeit besteht darin, die Information zu komprimieren und dann dieses komprimierte
Objekt in einem ´harmlosen´ Objekt unterzubringen. Dieses Verfahren wurde beispielsweise
von den Nationalsozialisten angewendet. Ein Mikrofilm in der Größe eines i-Punktes
(Mikrodot) enthielt eine Vielzahl geheimer Informationen. Der Mikrofilm wurde
dann auf eine an sich harmlose Schreibmaschinenseite als Punkt eines i´s
aufgebracht.
Alle diese Methoden werden in ähnlicher Form auch im EDV-Bereich eingesetzt. Die Träger
der Information werden dabei als Container bezeichnet. Als solcher Container kann
dabei sowohl das eigentliche Objekt selbst dienen als auch ein anderes. So wird etwa bei
Bildern gerne ein digitales Wasserzeichen verwendet, das beim Betrachten
des Bildes nicht sichtbar ist, im Zweifelsfall aber bei einer illegalen Verwertung des
Bildes den Täter überführt.
Im Shareware-Bereich gibt es einige Programme, die es ermöglichen,
geheime Informationen beispielsweise in - besser: hinter - Bildern oder
Musikstücken zu verstecken, etwa Steganos for Windows
(BMP, DIB, VOC, WAV, ASCII und HTML) oder Hide and Seek (BMP). Der
unbedarfte Anwender sieht nur das Bild oder hört sich das Musikstück an. Durch
Umbenennen der Datei oder das jeweils angemessene Decodierverfahren gelangt man an die
wahre Information. Auf diese Weise lassen sich nicht nur kleine Texte, sondern durchaus
auch ganze Programme versteckt transportieren. Nur erfahrene Anwender finden unter
Umständen heraus, daß die Dateigröße des Containers größer ist, als sie
eigentlich sein dürfte. Trotz dieser Verschlüsselungen besteht aber, wie bereits
angedeutet, immer noch ein Restrisiko.
http://www.cs.hut.fi/ssb/crypto/software.htm#stego
Siehe auch den relativ neuen Bereich von Digitalen Wasserzeichen, in dem heftig
geforscht wird.
Siehe auch Glossar
zur Sicherheit.
Konzepte
Siehe auch http://www.act-hanau.com/A105.htm
http://www.internet-magazin.de/service
DES http://
X.509 http://www.ietf.org
http://info.itu.ch
AES http://csrc.nist.gov/encryption/aes/aes_home.htm
IPSec http://
Smartcards - Konzept
Digitale Wasserzeichen
Meldungen
Keine strenge Kryptoregelung in Deutschland, ZDNet News, 11.12.1998
Am Donnerstag letzter Woche unterzeichneten 33 Staaten das Wassenaar-Abkommen in Wien. Es
regelt unter anderem die Ausfuhr von Verschluesselungs-Software und die Anwendung von
Key-Recovery Zweitschluessel-Anlagen. Einige Presseagenturen berichteten,
dass sich in Europa die strengen Richtlinien der USA durchsetzen wuerden. In einem
Telefonat der Internet World mit dem Bundesministerium fuer Wirtschaft und Technologie
dementierte Dr. Ulrich Sandl, Referatsleiter fuer IT-Sicherheit im BmWi die
Geruechte. "Das Wiener Treffen war eine Niederlage fuer die USA, ihre Richtlinien
auch in Europa durchzusetzen. Sollten sich durch das Verhalten Europas keine
Wettbewerbsnachteile ergeben, bleibt alles beim alten."
* Alles zum Abkommen
--> http://www.wassenaar.org/
Verschlüsseln mit Web.de TOMORROW Heft 10/99, Seite 259
Wem das Laden eines zusätzlichen Verschlüsselungsprogramms zu umständlich ist,
kann dafür den kostenlosen EMail-Dienst Freemail nutzen, den das
Netzportal Web.DE bietet. Freemail ist allerdings nur Online
nutzbar. Deshalb hat Web.DE auch ein Trustcenter eröffnet, das
kostenlos Sicherheits-Zerifikate für die normalen EMail-Programme zur Verfügung stellt.
Einen neuen Acoount für seine EMails muss der Nutzer nicht eröffnen -- das Zertifikat
lässt sich auf eine vorhandene Adresse verwenden.
http://trust.web.de
http://freemail.web.de
Auszug aus Computer
Zeitung, Nr. 3, 20. 01. 2000
Exportkontrolle
USA dereguliert Krypto komplett
Washington (mo) - Die USA lassen ihre Exportkontrollen für
Verschlüsselungsprodukte praktisch vollständig fallen. Auch eine angekündigte
Lizensierung durch die Exportberhörde ist im nun vorgelegten Entwurf nicht
vorgesehen. Krypto-Produkte für den Massenmakrt können nun beliebig
ausgeführt werden. Für alle anderen Produkte gibt es detaillierte
Regelungen, an wen sie geliefert werden dürfen. Eine Begrenzung im Grad der Sicherheit,
wie bisher üblich, gibt es nicht mehr. Ausgenommen sind nur bestimmte Länder wie Libyen.
Der Gesetzentwurf ist zwar unerwartet liberal, allerdings komplex in der Auslegung für
Details.
Auszug aus Network
Computing, 09. 02. 2000
PGP-Freeware jetzt wirklich
frei
Nach der Neuregelung des US-Exportgesetzes für
Verschlüsselungstechnologie dürfen erstmals Anwendungen, die starke
Verschlüsselung verwenden, aus den USA exportiert werden. Darunter fällt auch das im
Internet zum Quasi-Standard für E-Mail-Verschlüsselung avancierte PGP (Pretty
Good Privacy) in der kostenfreien Freeware-Version. Wer PGP nun völlig legal auf
seinen deutschen Computer herunterladen möchte, findet das Programm unter http://ya.com/cryptout.htm#PGP
zum straf- und kostenfreien Download. [ast].
ZDNET, Juni 2000
PATCH FÜR WINDOWS 2000
Stärkere Verschlüsselung möglich
http://www.zdnet.de/news/artikel/2000/06/05002-wc.html
Newsflash 40/00, Oktober 2000
Besser verschlüsselt
Das amerikanische National Institute of Standards und
Technology (Nist), das in einem Wettbewerb einen Nachfolger fuer den
den Anforderungen nicht mehr ganz entsprechenden, mehrfach gehackten, alten Data
Encryption Standard (DES) suchte, hat sich fuer einen neuen Algorithmus aus Belgien
entschieden. Der heisst
nach seinen Erfindern Joan Daemen und Vincent Rijmen "Rijndael"
und soll künftig den Advanced Encrypton Standard (AES)
definieren.
* Harte Zeiten fuer Hacker
--> http://www.nist.gov/
Auszug aus INFORMATIOBWEEK Nr.
23/2000 vom 21. 09. 2000
IT-Security -
RSA-Verschlüsselung frei verfügbar
Einige Firmen haben diesen Tag herbeigesehnt: Am 20. September lief
das Patent auf den Verschlüsselungsalgorithmus RSA aus.
. . . . . .
Auszug
aus InformationWeek Nr. 25/2000
Baldiger Abschied von DES?
Mit dem Verschlüsselungsverfahren Advanced Encryption Standard, kurz AES, beginnt eine neue Ära in der Kryptotechnologie.
Ganze 30 Jahre lang galt der von IBM entwickelte Data
Encryption Standard (DES) als das Verfahren der Wahl für die
Verschlüsselung von Daten und Nachrichten. Dennoch reichte der 56 Bit kurze Schlüssel
schonlange nicht mehr aus, um optimale Sicherheit zu gewährleisten. Hacker hatten immer
wieder mit handelsüblichen PCs bewiesen, wie einfach es ist, DES zu knacken.
"Rijndael", wie der neue Advanced Encryption
Standard (AES) auch bezeichnet wird, könnte nun die
Kryptografie-, wenn nicht sogar die gesamte IT-Security-Branche umkrempeln.Der
amerikanische Handelsminister Norman Mineta lobte Rijndael als den
Verschlüsselungsstandard, mit dem die E-Commerce-Branche neu aufblühen könnte.
Allgesichts der Tatsache, dass der gesamte E-Business-Bereich immer schneller wachse,
begrüßte Mineta den Nachfolger des veralteten DES-Schlüssels als "einen
sehr bedeutenden Schritt in Richtung einer sicheren digitalen Ökonomie."
Ungewöhnlich ist die Entwicklungsgeschichte von Rijndael: Das
amerikanische National Institute of Standards and Technology (Nist)
schrieb im September 1997 einen weltweiten Wettbewerb aus, um ein sicheres
Verschlüsselungsverfahren zu finden, das modernen Ansprüchen genügen sollte. Die
Technologie sollte sicher sein, aber auch schnell und auf Computern verschiedener Bauart
lauffähig. Forscher aus zwölf Nationen hatten an der Ausschreibung teilgenommen und ihre
Codes eingereicht. Am 2. Oktober gab das US-Institut den Sieger bekannt: Völlig
überraschend wurde der Algorithmus Rijndael der belgischen Kryptologen Joan
Daemen von der Firma Proton World International und Vincent
Rijmen von der katholischen Universität Leuven ausgewählt. Ihre
Software hatte sich gegen die starke Konkurrenz durchgesetzt, weil sie allen
Hacker-Angriffen widerstand und laut Nist "die beste Kombination von Sicherheit,
Leistungsfähigkeit, Effizienz, Implementierbarkeit und Flexibilität" bot. Kurz nach
der Entscheidung kündigten Hersteller von Sicherheits-Software neue Programme mit dem
AES-Algorithmus an. Einer der ersten Anbieter ist das Unternehmen Demcon mit
einer Betaversion
der sogenannten Steganos Security Suite 3. Auch die deutsche
Kryptografie-Schmiede Utimaco bietet ein auf Rijndael basierendes
Verschlüsselungsprogramm - SafeguardPrivatecrypt - an.
Auszug
aus Computerzeitung Nr. 27 / 2001
Krytografie frisst Rechen-Power
Stuttgart rr - Der Computing-Aufwand für Kryptografie
steigt künftig drastisch. "Die
Verschlüsselung wird mehr Rechenleistung verbrauchen als die
Applikationen", prognostiziert Mainframe-Guru Hans-Georg Martin, IBM
Chefberater Z-Serie. "Bei der Kommunikation über die offenen Netze müssten
grundsätzlich die Datenströme verschlüsselt sein.
Auszug aus c´t, Heft 21/200
AES unter Beschuss
Code-Breaker feiern ´Durchbruch´
Kürzlich veröffentlichen Wissenschaftler ein Verfahren für einen Angriff gegen
das bisher als sehr sicher geltende Verschüsselungsverfahren AES.
Es wirft die Frage auf, ob AES damit für seine Rolle sls Nachfolger für DES
noch geeignet ist.
. . . .
Auszug aus c`t, Heft 23
2002
Schlüsselfrage
E-Mails signieren und verschlüsseln
. . . . .
Auszug aus c`t, Heft
12/2003
Verschlüsseln, aber richtig
Fallstricke des Encrypted File System von Windows vermeiden
Eingeschaltet ist es schnell, das Encrypted File System (EFS)
von Windows 2000 und XP-Professional. Vergisst man jedoch, seine für die
Verschlüsselung relevanten Benutzerdaten zu sichern, verwehrt einem Windows im Fehlerfall
möglicherweise den Zugriff auf die eigenen Daten.
. . . .
Auszug
aus c`t, Heft 17, 2003
Harte Nüsse
Verschlüsselungsverfahren und ihre Anwendungen
Kryptografische Algorithmen bilden ein Fundament der Datensicherheit und sind
gleichzeitig ihr am schwierigsten zu bewertender und zu verstehender Teil. Mathematisch
sichere Verschlüsselungsverfahren gibt es nur wenige - und selbst diese
können aufgrund von Implementierungsfehlern ausgehebelt werden.
. . . .
Quelle;
SmartTools Publishing - Newsletter, http://www.smarttools.de/
Mehr Sicherheit durch verschlüsselte
E-Mail's
Versionen: Outlook 98, 2000, 2002/XP und 2003
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie gut
Ihre Privatsphäre beim Senden von E-Mails geschützt ist? Wenn nicht,
dann sollten Sie das so schnell wie möglich nachholen. Unverschlüsselte
Nachrichten sind genau so öffentlich wie Postkarten. Jeder, der sich
irgendwie in die Übertragungskette einklinken kann, ist in der Lage, den Text der E-Mail
zu lesen und die angehängten Dateien zu öffnen.
Schlimmer noch: Wer es darauf anlegt, kann die Originalnachricht sogar
verfälschen, ohne dass der Empfänger etwas davon merkt. Für
eventuelle Fehlinformationen werden Sie verantwortlich gemacht.
Dieses Gefahrenpotenzial wird selbst von Firmen, die mit vertraulichen
Informationen umgehen, oft nicht erkannt. Dabei lassen sich
Sicherungsmaßnahmen, die einen geschützten E-Mail-Austausch gewährleisten, ohne
großen Aufwand implementieren. Outlook ist
zum Beispiel von Haus aus für den Einsatz des so genannten "S/MIME-Standards"
(Secure Multipurpose Internet Mail Extensions) gerüstet. Damit können Sie
E-Mails verschlüsseln und mit einer digitalen Signatur versehen, die garantiert,
dass die Nachricht von Ihnen stammt.
Alternativ können Sie den Nachrichtenaustausch auch per PGP (Pretty Good Privacy) schützen. PGP
verfolgt dasselbe Ziel wie S/MIME, nämlich das Versenden von E-Mails
durch Verschlüsselung und digitale Signaturen sicher
zu machen. Unterschiede gibt es nur im Detail.
In diesem Tipp stellen wir Ihnen das
generelle Prinzip vor, auf dem sowohl S/MIME als auch PGP
beruhen. So wird es Ihnen leichter fallen, die richtigen Voraussetzungen
für einen sicheren E-Mail-Austausch zu schaffen. In weiteren Newsletter-Ausgaben
geben wir Ihnen dann konkrete Tipps, wie Sie Nachrichten aus Outlook per
S/MIME oder PGP verschlüsseln und signieren.
Das Problem, vor dem die Entwickler von Verschlüsselungstechnologien für
E-Mail-Nachrichten standen und stehen, ist die "unsichere"
Struktur des Internet. Eine Mail, die von A nach B übertragen werden soll, läuft
normalerweise über diverse Internet-Server, sodass sie zumindest von den jeweiligen
Administratoren problemlos überwacht werden kann.
Um das zu verhindern, muss die Mail
verschlüsselt werden. Das wirft neue Probleme auf, wobei es gar nicht einmal um die
Gefahr geht, dass jemand den Code knacken könnte. Alle
derzeit eingesetzten Verschlüs- selungsalgorithmen gelten als sicher, da
sie mit aktuellen Computersystemen nicht in einem sinnvollen
Zeitrahmen decodiert werden könnten. Die Gefahr liegt im
Übertragungsweg der Schlüsselcodes.
Bei einem einfachen symmetrischen Verfahren, beispielsweise beim
Schützen einer Excel-Tabelle mittels Kennwort, muss das Kennwort/der Schlüssel sowohl
dem Sender als auch dem Empfänger bekannt sein. Wenn man nun aber das Kennwort im
Klartext über das Internet verschicken wollte, könnte man angesichts der genannten Abhörrisiken
gleich auf einen Schutz verzichten. Eine Alternative
wäre der Austausch per Briefpost oder Telefon. Das wäre zwar sicherer,
aber viel zu kompliziert, wenn Sie auf diese Weise täglich unzählige Mails
verschlüsseln wollten.
So kommen asymmetrische Verschlüsselungsverfahren ins Spiel. Dabei
handelt es sich um Verfahren, die nicht nur auf einem einzigen
Schlüssel/Kennwort basieren sondern auf einem Schlüsselpaar.
Es gibt einen "privaten Schlüssel", der der höchsten
Geheimhaltungsstufe unterliegen sollte, und einen "öffentlichen Schlüssel",
der beliebig an Empfänger verteilt oder sogar auf einem Verzeichnisserver im Internet veröffentlicht
werden kann.
Das Ganze funktioniert nach folgendem Prinzip: Wenn
Sie eine sichere E-Mail verschicken wollen, erstellen Sie mit dem öffentlichen Schlüssel
des Empfängers eine codierte Nachricht. Decodiert werden kann diese Mail anschließend
nur mit Hilfe des privaten Schlüssels des Empfängers. Der Nachrichtentransport ist
sicher, weil der private Schlüssel nur auf dem Zielcomputer verfügbar ist und nie über
das Internet übertragen wurde.
Damit das Verfahren funktioniert, müssen die Kommunikationspartner natürlich vor
der ersten Verschlüsselung die jeweiligen öffentlichen Schlüssel austauschen.
Da diese Schlüssel ohnehin frei zugänglich sind, kann der Austausch ohne große Risiken
über das Internet erfolgen.
Darüber hinaus eignet sich das Paar aus öffentlichem und privatem
Schlüssel zum Verifizieren des E-Mail- Absenders. In diesem Fall
erstellen Sie mit Hilfe Ihres privaten Schlüssels eine Art digitale
Unterschrift, die dann mit der Mail übertragen wird. Auf Empfängerseite
dient Ihr öffentlicher Schlüssel dazu, die Unterschrift zu überprüfen.
Wenn sich die Unterschrift verifizieren lässt, kann der Empfänger sicher
sein, dass die Mail von Ihnen stammt und unterwegs nicht verfälscht
wurde.
So weit die generellen Gemeinsamkeiten von PGP und S/MIME. Nun zu den Unterschieden:
Historisch betrachtet ist PGP das ältere der beiden
Verfahren. Es wurde von Phil Zimmermann zunächst als Freeware entwickelt. Daraus
hervorgegangen ist zum einen die Open-Source-Variante OpenPGP
(www.openpgp.org) und zum anderen die PGP Corporation. Während OpenPGP
in weitere Open Source-Projekte integriert wird, die Sie unter Beachtung der
entsprechenden Lizenzbedingungen kostenlos nutzen können, entwickelt die PGP Corporation kommerzielle
Produkte.
Der wesentliche Unterschied zu S/MIME liegt in der Verwaltung und
Vertrauensstellung der Schlüssel. PGP
überlässt es dem Anwender, die Glaubwürdigkeit eines öffentlichen Schlüssels zu beurteilen.
Jeder PGP-User kann sein eigenes Schlüsselpaar erzeugen. Und wenn Sie
meinen, dass ein Schlüssel tatsächlich zu einer Person gehört, können
Sie eine entsprechende Vertrauensstufe einstellen. Wenn Sie wiederum von
anderen Anwendern als vertrauenswürdig angesehen werden, können diese
Anwender automatisch den von Ihnen akzeptierten Schlüsseln vertrauen. So
entsteht ein so genanntes "Web of Trust".
S/MIME basiert dagegen auf einer streng hierarchischen
Struktur. Alle Schlüssel sind von "X.509- Zertifikaten" abhängig. Diese Zertifikate
bescheinigen die Authentizität des jeweiligen Anwenders bzw. der zugeordneten
E-Mail-Adresse. Zertifikate werden nur von autorisierten
Zertifizierungsstellen (CA = Certificate Authority) ausgegeben und beglaubigt.
Oft kostet das Geld, vor allem wenn hohe Sicherheitsstandards eingehalten
werden müssen. Einfache Zertifikate, bei denen lediglich
die E-Mail-Adresse überprüft wird, können Sie aber kostenlos zum
Beispiel bei Thawte ( www.thawte.com ) oder beim TC
Trustcenter ( www.trustcenter.de
) beziehen.
Da es bei der Sicherheit von PGP und S/MIME so gut wie keine
Qualitätsunterschiede gibt, entscheidet am Ende Ihr persönlicher
Geschmack über das einzusetzende Verfahren. Wenn Sie wollen, können Sie auch
beide Techniken parallel betreiben. Unter Umständen müssen Sie das
sogar, weil Ihre Kommunikations- partner zum Teil mit PGP und zum Teil
mit S/MIME arbeiten.
In künftigen Ausgaben werden wir in loser Folge weitere Details rund um die
verschiedenen Möglichkeiten zur E-Mail- Verschlüsselung mit Outlook
veröffentlichen. Hier erhalten Sie dann auch entsprechende Download-Links und
Tipps zum konkreten Praxiseinsatz.
Auszug aus internet
magazin, 06/3005
Sicher vor Lauschern
Verschlüsselseite Post
Jede unverschlüsselt verschickte E-Mail kann auf dem
Weg zum Empänger von zig Personen gelesen werden - genauso wie eine Postkarte. Erst mit
den richtigen Tools schützen Sie Ihre Privatsphäre.
. . . .
Auszug aus
Informatikspektrum, Dez 2005
Steganographie und Wasserzeichen
Aktueller Stand und neue Herausforderungen
. . . . .
Web-Adressen
zum Thema
PGP-Homepage (Network Associates) http://www.nai.com
Internationale PGP-Version
http://www.pgpi.com
http://www.pgpi.org
Steganographie als Verschlüsselungstechnik
http://www.netzservice.de/Home/marit/publikationen/steganographie
Steganos-Homepage
http://www.demcom.com
Steganos
http://www.stego.com
PGE Pretty Good Envelope
http://www.rugeley.demon.co.uk/security/
Scyta
http://www.geocities.com/SiliconValley/Heights/5428
PGP allgemein
http://www.pgp.de
Sicherheitsaspekte im Internet
http://193.23.168.186/internet/sicher.htm
http://www.act-hanau.com/A105.htm
Weitere Quellen
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/1300/1.html
IPSEC http://www.ietf.org/html/charters/ipsec-charter.html
PKI, X.509 http://www.ietf.org/html/charters/pkix-charter.html
Socks v5 ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc1928.txt
L2F
ftp://ftp.isi.edu/in-notes/rfc2341.txt
http://www.verisign.com
AES, der neue Kryptostandard
http://www.dice.ucl.ac.be/crypto/CAESAR/caesar.html
| |
|
| Kommentare stets erwünscht an Webmaster |
Modifiziert: 20.12.05 / Ti
|