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Inhalt                                Siehe auch Weblog     Siehe auch Podcasting
Begriff
Meldungen
Quellen


Begriff
http://lawgical.jura.uni-sb.de/archives/000879.html    25.09.05
Web 2.0
Selbst gestandene LAWgical-Redakteure wussten beim Gesprächskreis "Freie juristische Internetprojekte" nichts mit dem plötzlich in den Raum geworfenen Begriff "Web 2.0" anzufangen. Glücklicherweise weiß die Süddeutsche Zeitung mal wieder Bescheid:
"Mit diesem Begriff wird ein neuer Entwicklungsschritt des Internets beschrieben, bei dem die Nutzer das Netz für sich erobern. Alle Anwendungen, die unter dem Schlag- und Hype-Wort zusammengefasst werden, stellen die User und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt."
http://www.kho-im-www.de/wirrwahr/archives/238-Web-2.0.html
Web 2.0

Falls dir das Internet irgendwann mal wieder zu langweilig ist: Auf Technorati findest du momentan sage und schreibe 20,5 Millionen Blogs weltweit. Und täglich werden es mehr... Auch ca. 20 deutsche Blogs sind dort gelistet. Sogar ein Podcast ist dabei. „In seiner Gesamtheit mutet das Blogger-Universum wie ein Parallel-Internet an, wofür schlaue Leute bereits den Begriff Web 2.0 erfunden haben." sinniert Tele-Prisma (44/05) im Artikel „Schlüssel zum 2. Netz". „Doch nichts ist älter als ein Blog von gestern." heißt es dort weiter. „Spannender könnte ein Vlog sein, worunter Blogeinträge in Form von Filmen zu verstehen sind." Na, das wär's doch. Wenn der erste aus meiner Linkliste auf's Vloggen umsteigt, leg ich mir wieder DSL zu. Sowas kann ich mir ja nicht entgehen lassen.
http://www.google.de/search?hl=de&lr=&oi=defmore&defl=en&q=define:Web+2.0
Web 2.0
is a term often applied to a perceived ongoing transition of the World Wide Web from a collection of websites to a full-fledged computing platform serving web applications to end users. Ultimately Web 2.0 services are expected to replace desktop computing applications for many purposes.
http://en.wikipedia.org/wiki/Web_2.0
No single, unified definition of the term "Web 2.0" exists. To some, it refers to a perceived transition of the World Wide Web ("the Web") from a collection of websites to a full-fledged computing platform serving web applications to end users. To others, Web 2.0 is a social phenomenon and refers to an approach to creating web content; direct, honest and open communication with respect to the market as a conversation; reliance on community and decentralization of authority; freedom to share, remix and license content and code. To yet others, the focus of Web 2.0 is on economic value, potentially equalling that of the 1990's dot-com boom.
Many concepts fit into this mixture: blogs, wikis, torrents, podcasts, Creative Commons, the Google IPO, RSS, social software, Web APIs, REST, XHTML/CSS, IPTV. On the other end is the Web 1.0 with the concept of "homepages" a la Geocities; spam or opt-out based services; advertise-speak; barriers put in the way of getting a site's content; suing bloggers, and similar.

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Meldungen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/64653  
06.10.2005
Web 2.0 -- das zweite Web
In San Francisco findet zum zweiten Mal die Web 2.0 Conference statt. Wie schon im Vorjahr steht im Mittelpunkt des Ereignisses wortwörtlich eine Bühne mit zwei Sesseln, auf der der Konferenzleiter John Battelle ein Gespräch nach dem anderen mit Koryphäen wie BitTorrent-Entwickler Bram Cohen, Notes- Erfinder Ray Ozzie und Sun-Chef Jonathan Schwartz führt. Dabei dreht sich diesmal alles um das Thema "Revving the Web". Mit diesem Slogan -- auf Deutsch "Das Web voll aufdrehen" -- wollen die Veranstalter von O'Reilly Media auf den wiedererwachten Enthusiasmus für Webentwicklungen hindeuten. Dazu zählt man auf der Konferenz Phänomene wie Firefox, Flickr oder Google Maps und Co. sowie eine neue Runde aktiver Start-Ups, die nach der Dot-Com-Pleite nun ins Licht treten. Auf der Bühne ist man überzeugt, dass diese neuen Aktivitäten und Techniken wie AJAX ("Asynchronous JavaScript and XML", siehe c't 20/05, S. 196) eine neue Generation des Webs einläuten.
In diesem Sinne stellten sich zum Auftakt der Konferenz am 5. Oktober gleich zwölf neue Internet-Firmen zum ersten Mal öffentlich vor und warben um die Gunst der elitären Teilnehmer -- unter ihnen Writely, Zimbra, Flock und Bunchball. Writely und Zimbra sind Office-ähnliche Anwendungen für Textverarbeitung beziehungsweise E-Mail- und Kalenderverwaltung, die beide komplett im Browser laufen. Flock hingegen ist selbst ein Browser, der auf Mozilla Firefox aufsetzt und sich wegen seiner speziellen Blogging- Erweiterungen und Kommunikationsmöglichkeiten als "Social Browser" ausgibt. Bunchball lancierte sich als eine Plattform für die vereinfachte Entwicklung kontaktbasierter Webanwendungen, hier "Social Applications" genannt. (Gregor Hochmuth) / (ps/c't)

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http://www.zeit.de/2005/35/C-Humannetz    Auszug
Die Humanisierung des Netzes
Der Mensch kehrt sein Innerstes nach außen – falls er die Software beherrscht
Von Mario Sixtus
Für alteingesessene Netznutzer ist Nachsitzen angesagt. Eine E-Mail-Adresse zu besitzen und unfallfrei einen Web-Browser bedienen zu können genügt nicht mehr, um »drin« zu sein. »Social Software«, soziale Dienste und Anwendungen, verändern das Internet gerade gewaltig. Auch viele Zeitgenossen, die sich im Grunde ihres Herzens für Netz-affin halten, verpassen den Anschluss – und wissen es selbst nicht einmal. »Es entsteht gerade eine riesige Kluft. Wer jetzt nicht dabei ist, dem entgehen wesentliche Möglichkeiten«, befürchtet Thomas Burg. Der Wissenschaftler leitet das Institut für Neue Medien an der Donau-Universität Krems. Er warnt angesichts des behäbigen Verhaltens der Internet-Nutzer im deutschsprachigen Raum vor einer »Digitalen Spaltung zweiter Ordnung«.
Medienforscher wie Burg beobachten eine Umwälzung, die jeder, der sich nur mit den bunten Frontseiten des World Wide Web begnügt, soeben verschläft. Ein dichtes Geflecht von Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten, die den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen, wächst da heran – sozusagen ein Netz im Netz. Menschen teilen darin Faktenwissen und Expertentipps ebenso wie ihre Fotosammlungen und Musikvorlieben. Und im Unterschied zu früher versteckt sich hier keiner mehr hinter Decknamen, niemand hantiert mehr folgenlos im luftleeren Raum, die virtuelle Welt ist realer geworden. Die Akteure treten auf wie im echten Leben, lernen einander kennen, knüpfen private und berufliche Kontakte. Sie bahnen Geschäfte an, planen Projekte oder schachern sich gegenseitig Arbeitsplätze zu. Wer von Social Software profitieren will, muss allerdings selbst aktiv werden. Anders als die Klüngelclubs und Seilschaften vergangener Zeiten stehen die neuen Netzwerke jedem offen. Den Techniken, die dabei angewandt werden, räumt Thomas Burg ein enormes Potenzial ein. Zwar könne man auch noch »eine Weile« ohne Social Software klar kommen, aber: »Wer sie nutzt, hat einen eindeutigen Vorteil gegenüber Leuten, die das nicht tun – persönlich und beruflich.«
Nur, die Handhabung der neuen Werkzeuge will erst gelernt sein. »Die Web-Dienste der ersten Generation besaßen alle eine Entsprechung in der realen Welt«, erläutert der Journalist und Buchautor Doc Searls. »Versandhändler, Auktionshäuser oder Online-Banking brauchte man nicht zu erklären, das versteht jeder sofort.« Bei RSS und Social Bookmarking, bei Blogs und Trackback, Podcasts und Feeds ist das anders.
Am Anfang war das Blog
Das Rückgrat der neuen Bewegung besteht aus einer Vielzahl einzelner Online-Journale (Weblogs oder kurz Blogs). Ihre Gesamtheit nennt man auch Blogosphäre. Mit einer kostenlosen Blog-Software, wie sie zum Beispiel der Anbieter Blogg.de zur Verfügung stellt, kann jeder – auch der Programmierunkundige – eine Art Log- oder Tagebuch ins Internet stellen. Neue Einträge erscheinen am Anfang der Seite, und jeder Leser kann Kommentare hinterlassen. Die Trackback-Funktion erlaubt es, zu verfolgen, in welchen fremden Blogs Einträge aufgegriffen worden sind und wo Debatten weitergeführt werden. Denn Blogger sind schrecklich geschwätzig. Sie schreiben gern voneinander ab. Noch lieber kommentieren sie.
»Bloggen ist wie Schneebälle einen Hang herunterrollen, manche bleiben liegen, andere rollen weiter, manche werden sogar riesig«, sagt Searls. Ein einziger inspirierter Eintrag kann in der Welt der Blogs eine Eigendynamik ohnegleichen entwickeln. Daher gilt die Blogosphäre als Frühwarnsystem für Themen, Trends und manchmal sogar Nachrichten. »Blogs sind Gespräche«, persifliert sich Searls selbst. Mit der Phrase »Märkte sind Gespräche« hatte er vor sechs Jahren die Grundlage des Cluetrain Manifests gelegt (ZEIT Nr. 27/00). In dieser Kampfschrift für eine »neue Unternehmenskultur im digitalen Zeitalter« warfen Searls und seine Koautoren der Wirtschaft vor, das Internet und seine Kommunikationsmöglichkeiten nicht zu begreifen. Inzwischen hofft Searls: »Blogs können Firmen helfen, ihre Kunden besser zu verstehen.«
Das erinnert alles sehr an den letzten Internet-Hype? Doc Searls lacht. »Blogs sind Konversationsräume, nach dieser Logik wären auch Kaffeehäuser und Kneipen ein Hype.« Die Massenmedien, glaubt der japanische Internet-Tausendsassa Joi Ito, würden Weblogs fälschlicherweise als eine Art Bonsai-Ausgabe ihrer selbst begreifen: »Weblogs sind etwas völlig eigenes, sie sind gleichzeitig Werkzeuge der Publikation und der Kommunikation. Aber man muss sich Zeit nehmen und nicht nur eins, sondern viele Weblogs lesen, um zu begreifen, worum es eigentlich geht.«
Paradebeispiel Podcast
Inzwischen schwappen auch Anwendungen aus dem Netz heraus. Im Spätsommer des vergangenen Jahres ersann der ehemalige MTV-Moderator Adam Curry zusammen mit dem Web-Entwickler und Blog-Guru Dave Winer eine Methode, Audiodateien zeitversetzt und automatisiert in den Speicher von MP3-Spielern zu übermitteln. Eine Art Radio auf Abruf, die sie Podcasting nannten, in Anlehnung an Apples populären Musikspieler iPod und das Wort broadcast, Ausstrahlung. Eine Hörproduktion, die so Verbreitung findet, heißt seitdem folgerichtig Podcast. Ende September des vergangenen Jahres lieferte eine Google-Suche nach dem Begriff Podcast exakt 26 Treffer, mittlerweile sind es über acht Millionen.
Das Portal iPodder.org zählt inzwischen mehrere tausend aktive Podcasts, einige Hörbuchverlage und die britische BBC setzen bereits die einstige Untergrundtechnik ein. In Deutschland verbreiten SWR2, das Deutschlandradio und seit neuestem sogar die Tagesschau einen Teil seines Programms via Podcasting. Vor allem teilen sich aber unzählige Amateure mit, oft durch regelmäßige Hörproduktionen – mit inhaltlich wie akustisch schwankendem Niveau zwischen Anrufbeantworter- und Studioqualität. Seit Ende Juni unterstützt sogar Apples populäre Musikverwaltungssoftware iTunes das kostenlose Abonnieren von Podcasts. Damit kehrt dieses Stück soziale Software zu seinem Namensgeber zurück. Aus einer kleinen Idee ist ein eigenes Massen- phänomen geworden – und zwar im Zeitraffer.
Früher benötigte eine neue Technologie oft Jahre, um eine kritische Masse von Anwendern zu finden, speziell wenn keine Marketing-Millionen im Spiel waren. Jetzt können wenige Wochen ausreichen – dank der Lauffeuereigenschaft der Blog-Welt.
Mit ihr hat sich auch das Vokabular geändert. Plötzlich bestimmen nicht mehr die Schlagworte der New Economy den Ton im Netz. Die neuen Losungen lesen sich eher wie Begriffe aus einem humanistischen Lexikon: Von Vertrauen ist die Rede, von Reputation und Authentizität. Die Änderungen sind so gravierend, dass viele bereits vom »Web 2.0« sprechen.
Das WWW in der zweiten Auflage
Auch hier kommunizieren wie in der ersten Version überwiegend Fremde. Die meisten werden sich nie im Leben treffen. Und doch wird der Ton persönlicher. In kürzester Zeit hat der Maus-zu-Maus-Austausch eine Reihe von Diensten hervorgebracht wie das in London ansässige Unternehmen Last.fm. Es führt Menschen anhand ihrer musikalischen Vorlieben zusammen. »Das zugrunde liegende Prinzip kennt wahrscheinlich jeder«, sagt Gründer Michael Breidenbrücker. »Wenn mir in der Plattensammlung eines Freundes viele Scheiben gefallen, stehen die Chancen gut, dass ich dort etwas Unbekanntes entdecke, das meinem Geschmack entspricht.« Das funktioniert ähnlich wie das Empfehlungssystem des Online-Buchhändlers Amazon, nur dass bei Last.fm neben Neukaufsdaten auch die gesamten Plattensammlungen der Nutzer miteinander verglichen werden. Besonders interessant ist das für Menschen mit eher ausgefallenen Musikvorlieben, meint Breidenbrücker: »Mit einer globalen Nutzerschaft ist man auch als Exot nicht lange allein.« Für Produzenten bedeutet das: Nischen können als Märkte noch interessanter werden. »Wir sprechen da gern von dem Mainstream der Minderheiten«, sagt Breidenbrücker. Ein Minoritätsprinzip, das auch für »Mikromedien« wie Blogs oder Podcasts gilt. Sie müssen inhaltlich keine Kompromisse eingehen, da sie kein Massenpublikum bedienen. Jedes einzelne ist speziell und näher am Thema dran als herkömmliche Kommunikationswege, gleich ob online oder offline – ein Frühwarnsystem für Themen aller Art.
Thomas Burg nennt diese neuen Möglichkeiten »eine Verschmelzung von Lokalität und Globalität«. Konkreter: »Ich brauche meine Interessen nicht zu ändern, nur weil sich in meinem hiesigen persönlichen Umfeld niemand für französische Literatur interessiert.« Auch »Social Bookmark«-Dienste wie Del.icio.us, Furl oder Spurl folgen dem Empfehlungsprinzip. Hier legen User täglich Lesezeichen zu ihren Lieblingsartikeln im Web ab. »Wer gerne dies liest, liest auch gerne jenes«, lautet die Grundidee. Das Ergebnis: Permanent erhält man aktuelles Lesefutter zu Themen, die einen höchstwahrscheinlich interessieren. Die Website 43Things gleicht gar persönliche Lebensziele miteinander ab. Wer das Rauchen aufhören, Drehbuchautor oder Death-Metal- Gitarrist werden will, findet hier schnell Gleichgesinnte. Virtuelle Zirkel wie OpenBC oder LinkedIn wollen hingegen eine Plattform für Geschäftsanbahnungen werden. Und in das öffentliche Fotoalbum Flickr entleeren begnadete Fotokünstler und Hobbyknipser gleichermaßen ihre Digitalkameras – und vernetzen thematisch ähnliche Fotos anhand von Schlagworten.
Menschliche Informationsfilter
Der typische Bewohner des 21. Jahrhunderts stöhnt bereits jetzt unter der kaum zu bewältigenden Informationsflut. Soll er sich da allen Ernstes noch mit Blogs, Musik-, Foto- und Linksammlungen wildfremder Menschen beschäftigen? Und darüber dann womöglich in einem öffentlichen Journal Buch führen? »Die Informationsfilter, die wir benötigen, sind meistens menschlich«, beruhigt Thomas Burg. Ein kompetenter Umgang mit Blogs und anderer sozialer Software führe nicht etwa zu mehr Information, sondern zu individuellerer.
Das wuselige Treiben in der Blogosphäre hat in der Tat auf den zweiten Blick sehr viel mit Sortieren und Gewichten zu tun. Wer sich für ein Fachgebiet interessiert – sei es Tiefseetauchen oder Quantenmechanik –, für den sind Fach-Blogs oft der ideale Einstieg. Und in den Link-Silos von Del.icio.us oder Furl sind die weiterführenden Verweise dann gleich kommentiert. Eine bessere Ausbeute bei gleichem Zeiteinsatz – der Vorteil des humanisierten Netzes gegenüber dem oft ziellosen Herumgeklicke im World Wide Web.
Bei der Übermittlung der Auswahl hilft eine Technologie namens RSS, was für Really Simple Syndication (echt einfache Verbreitung) steht. Etliche Blogs und andere Dienste bieten heute ihre Inhalte parallel auf der Website und eben im RSS-Format an. Mit Hilfe eines Programms abonniert der fortschrittliche Netzbürger die Angebote seiner Wahl und studiert sie gebündelt, ohne sich mühsam von Homepage zu Homepage hangeln zu müssen. Hat ein bestimmter Nutzer neue Bilder auf den Flickr-Server geladen? Gibt es neue Links bei Del.icio.us, die mit einem abonnierten Begriff verknüpft sind? Hat die Blog-Suchmaschine Technorati neue Texte zu einem Stichwort von Interesse entdeckt? Liegt ein frischer Podcast zum Lieblingsthema bereit? Ist auf Nachrichtenseiten wie ZEIT.de eine neue Meldung erschienen? Weil das RSS-Leseprogramm das alles anzeigt wie neu eingetroffene E-Mails, müssen die Nutzer weniger Herumsurfen. »Ich muss nicht mehr raus und etwas suchen«, freut sich Doc Searls, »es wird mir gebracht.« Dieser Service soll künftig noch prominenter werden. So kündigte Softwarehersteller Microsoft kürzlich an, die nächste Windows-Version »Longhorn« werde RSS so weit integrieren, dass kein Browser und kein Leseprogramm mehr nötig sein werde, um Feeds (auf Titelzeilen verdichtete Nachrichten ohne Werbung) zu suchen, zu abonnieren und zu lesen.

Echte Menschen mit echten Namen
Bemerkenswert ist auch die neue Sitte, im Netz überwiegend als man selbst aufzutreten – ohne Maske. Dominieren in Foren und Chats des alten Netzes immer noch per Pseudonym anonymisierte Netznutzer, agieren die meisten Weblog-Autoren unter ihrem echten Namen. Medienwissenschaftler Thomas Burg erklärt diesen Kulturwandel so: »Man kann sich online eine Reputation aufbauen, beispielsweise durch ein fachlich gutes und interessantes Weblog. Die Anerkennung dafür kann man dann in der echten Welt nutzen.« Wie man es schafft, Web und Wirklichkeit miteinander zu verbinden, zeigt exemplarisch der Düsseldorfer Anwalt Udo Vetter. Seit rund zwei Jahren beschreibt der 40-Jährige in seinem LawBlog mit trockenem Humor und launigem Tonfall seinen Arbeitsalltag zwischen Strafgericht und Straßenverkehrsamt. Bisweilen wird in dem Blog auch heiß diskutiert: Zum Eintrag über einen aktuellen Fall sammelten sich kürzlich binnen eines einzigen Tages über 200 Leserkommentare an. Diese Aufmerksamkeit spürt Vetter auch beruflich. »Anfangs war es wirklich nur ein Spaß«, sagt er, »ich schreibe gern, und als ich Blogs entdeckte, bot sich dieses Format einfach an.« Seit etwa einem halben Jahr ist ein zweiter Aspekt hinzuge- kommen. »Seit neuestem häufen sich die Erstklienten, die mich nur aus dem Internet kennen. Inzwischen ist mein Blog tatsächlich zu einem Wirtschaftsfaktor für mich mutiert; das hätte ich so nie erwartet.«
Die Stärken der neuen Technologien zeigen sich in den Auswirkungen außerhalb des Netzes. Wer sie einzusetzen weiß, sieht im Idealfall die Resultate an seinem Arbeitsplatz, im Auftragsbuch, auf dem Kontoauszug – oder im Bekanntenkreis. Schließlich geht es um eine Humanisierung des Netzes.


http://www.heise.de/newsticker/meldung/65488    28.10.2005
Microsoft: "Ein guter Start in ein wichtiges Jahr"
Bill Gates wird an seinem 50. Geburtstag mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf sein Baby blicken: Die Bilanzen für das erste Quartal von Microsofts Geschäftsjahr 2006, die der Konzern turnusgemäß am Abend vor des Mitgründers Geburtstag vorlegte, zeigten weiteres Wachstum, die Börse scheint aber nicht so recht zufrieden zu sein.
Der Umsatz von Microsoft kletterte im Jahresvergleich im 6 Prozent auf 9,74 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn stieg von 2,53 Milliarden auf 3,14 Milliarden US-Dollar (29 US-Cent pro Aktie). Der operative Gewinn des Konzerns stieg um 16 Prozent auf 4,05 Milliarden US-Dollar – darin enthalten sind bereits Belastungen für dieses erste Quartal in Höhe von 361 Millionen US-Dollar für die Beilegung von Rechststreitigkeiten mit RealNetworks. Diese Belastung wirkte sich beim Nettogewinn mit 2 US-Cent pro Aktie aus. Erwartet hatte Microsoft selbst einen Gewinn zwischen 29 und 31 Cents pro Aktie und einen Umsatz zwischen 9,7 und 9,8 Milliarden US-Dollar prognostiziert, die Börse hatte mit einem Gewinn von 30 US-Cent pro Aktie und einem Umsatz von 9,78 Milliarden US-Dollar gerechnet.
... neue Konkurrenzsituation, und zwar einmal wieder im Internet, oder vielmehr an dem virtuellen Ort, für den sich langsam der Begriff Web 2.0 einbürgert. ...
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Auszug aus Internet World Business, Heft 14/05
Was ist Web 2.0 ?
Die Zukunft des Web besteht aus mehr als HTML und Hyperlinks.
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Auszug aus com! 2/2006
Tipps zum Web 2.0
Weblogs, Wikis nd Podcasts eröffnen die Ära des Web 2.0. Und dank Ajax  kommen täglich neue Anwendungen hinzu. Das leisten die Dienste und so setzen Sie die Techniken ein.
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Auszug aus c´t Heft 01/2006
Verflochtenes Leben
Web 2.0 - de nächste Schritt
Das Web 2.0 benötigt keinen neuen Browser. Der Begriff steht vielmehr für die Kombination bekannter Web-Techniken und -Konzepte, die jetzt ein nutzbares Stadium erreicht. Für den Normal-Surfer ergeben sich dabei attraktive neue Spielplätze.
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Auszug aus Internet Professionell, Juli 2006
Web 0.8
Viele der genannten Web-2.0-Anwendungen erinnern an die Dotcom-Zeiten Mitte der nenziger Jahre. Bevor wir den nächsten Versionssprung machen, sollte wir es doch wenigstens aus der Beta-Phase schaffen. 
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Auszug aus c´t, Heft 14/2006
Mehr als ein Hype
Web 2.0 im Praxiseinsatz
Beim Begriff Web2.0 greift mancher Zeitgernosse zum Bullshit-Bingo-Zettel. Natürlich kann man Blogs, Tagging, Ajax und Co. als Hype abtun, aber weit cleverer ist es, die neuen Webtechniken vor den eignen Karren zu spannen - der Weg zur besseren Website war noch nie einfacher
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Auszug aus ComputerZeitung Nr. 36/2006
Web 2.0 macht kleine Firmen wettbewerbsfit
München (ms) - Das Web 2.0 infiltriert dank Google, eBay und Salesforce die Geschäftswelt. Mit der Verknüpfung von Online-Werbung, IP-Telefonie und Marketing-Tools sowie Büro-Software für die eiegne Domain werden konkrete Anwendungen für die Firmen greifbar.
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Auszug aus CompzterZeitung, Nr. 21/2006
Web 2.0 erhöht die Schreibzugriffe
Gartner stuft Web 2.0 als einen der wesentlichen Technologietrends der kommenden zwei Jahre ein. Diese Internetangebote, die auf sozialen Netzwerken basieren, können preisgünstig mit quelloffenen Datenbanken aufgesetzt werden.
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Auszug aus CHIP, Nov 2006
Web 2.0: Alles gratis
Windows war gestern. Web 2.0 ist heute: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Desktop-Ersatz - alles gibts kostenlos im Web. CHIP nennt die besten Anwendungen.
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Auszug aus ComputerZeitung, Nr. 50/2006
Firmen ignorieren die Web-2.0-Generation
München (ms) - Deutsche Unternehmen sind schlecht au fdie neue Generation von Mitarbeitern und Kunden vorbereitet, so die Analysten. Die notwendigen IT-Werkzeuge wie Social Software werden noch unterschätzt.
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Auszug aus ComputerZeitung, Nr. 51/2006
Web 2.0 gibt Inhalten eine Bedeutung
Weblogs und Wikis könnten die Basis für die kommende Internetgeneration legen. Sie dienen dem Semantic Web als Pilotanwendungen und liefern die wichtigen Meta-Daten.
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Auszug aus ComputerZeitung Heft 1-2/2007
Das Web 2.0 erobert den Arbeitsplatz
Social Software wie Blogs und Wikis wird sich in diesem Jahr verstärkt in Unternehmen breit machen. Mit ihrer simplen Handhabung drängt sie sich förmlich auf.
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Auszug aus c´t Heft 7/2007
Weben am Web 2.0
Einsteigerlektüre zum Thema Ajax
Das Internet animiert zum Mitmachen. Web 2.0 steht aber auch für eine Technik, die dafür sorgt, dass sich Webseiten zunehmend wie lokale Anwendungen anfühlen. Nie mehr warten auf den Seitenaufbau, verspricht Ajax (Asynchronous Javascript and XML). Dafür ist keine neue Programmiersprache nötig, sondern nur ein neues Vorgehen.
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Auszug aus CHIP 14/2007
AIR:Web 2.0 ohne Browser
Adobe schafft den Browser ab. Desktop-Anwendungen können ganz alleine im Web surfen, telefopniern und videos abspieln - Dank der Adobe Integrated Runtime.
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Quellen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/64653
http://www.computerwoche.de/nachrichten/567823/
http://www.stefanbucher.net/blog/pivot/entry.php?id=350
http://www.netzeitung.de/medien/308916.html

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