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Auszug aus Funkschau Heft 9/99, Seite 46, "Das Internet als EDI-Plattform"

Internet-EDI kontra Web-EDI
Daß die Tage der klassischen EDI-Anwendungen gezählt sind, ist wohl bereits heute allen Beteiligten klar. . . . . . .
Den eigentlichen Durchbruch auf breiter Basis bei EDI Transaktionen wird das sogenannte Web-EDI bringen. Damit soll der Austausch strukturierter Geschäftsdaten zukünftig mit einem handelsüblichen Web-Browser möglich sein. Der kostenintensive Einsatz eines EDI-Systems ist überflüssig. auch der Organisationsaufwand der eigenen betriebswirtschaftlichen Anwendung wird innerhalb der Unternehmen deutlich reduziert. Bilaterale Absprachen zwischen den Geschäftspartnern, die bei den klassischen EDI-Lösungen an der Tagesordnung waren, können auf das Notwendigste zurückgeschraubt werden. Der Aufwand für Einführung und Pflege solch eines Systems kann zwar minimiert werden, dennoch muß auch eine Web-EDI- Lösung in die Wertschöpfungskette des jeweiligen Unternehmens eingepaßt sein. Für die konkrete Umsetzung einer Kommunikation per Web-EDI existieren dann zwei Wege. So kann der Datenaustausch sowohl direkt zwischen den Partnern als auch indirekt über einen speziellen Dienstleister geschehen.
Bei deiner direkten Verbindung tauscht der Anwender mit dem Web-Server des Partners unmittelbar die Daten aus. Der Partner stellt dazu die zu transportierenden Daten als Web-Dokument auf seinem Server bereit. Hier kann die Gegenseite mit Hilfe eines normalen Browsers das betreffende Dokument abholen. Natürlich muß die nachgelagerte Anwendung des Versenders in der Lage sein, das jeweilige Dokument zu erzeugen. Der Empfänger kann so ohne größeren Aufwand die strukturierten Geschäftsdaten empfangen, ausdrucken und weiterverarbeiten.
Ähnlich präsentiert sich der umgekehrte Weg. Auf Seite des Web-Servers stellt der Kommunikationspartner alle relevanten Geschäftsvorgänge in Form von Formularen bereit. Um die benutzerspezifischen Eingaben zu bewerkstelligen, werden die Formulare Online ausgefüllt und abschließend auf den Server geladen. Hier verarbeiten spezielle Scripte die Daten weiter und leiten die Informationen in die Anwendung des Unternehmens. In beiden Fällen werden Dokumente im HTML-Format dargestellt. Die Kommunikation basiert entsprechend auf dem TCP/IP-Übertragungsprotokoll. Für beide Partner sind keine klassischen EDI-Komponenten mehr notwendig. Vielmehr greift dieser Ansatz auf kostengünstige Internet-Technologie zurück.
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Fazit
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Als Fazit läßt sich festhalten: Electronic Data Interchange per Internet, insbesondere Web-EDI, ist sowohl für kleine Unternehmen mit einem geringen Datenaufkommen als auch für größere Unternehmen eine interessante Alternative zu klassischen EDI-Anwendungen.
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Auszug aus Computerwoche 41/99, Seiten 98ff
Ergänzung zum klassischen EDI
Web-EDI: Electronic Business für kleine und mittlere Unternehmen
Web-EDI
dürfte vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen interessant sein, denen EDI zu teuer war.  . . . . .
Man kennt die Rationalisierungs- und Logisticpotentiale, die sich mit dem elektronischen Geschäftsdatenaustausch (EDI) realisieren lassen: Senkung des Transaktionsaufwands um bis zu 70 Prozent, Reduktion der Durchlaufzeiten um 50 Prozent und der Kapitalbindung um 30 Prozent, Optimierung der Logistik, automation und Zeitersparnis sowie minimale Fehlerquoten. . . . .
Hauptziele von Web-EDI ist die Einbindung auch kleinerer Geschäftspartner in eine EDI-Umgebung. Der Einsatz als multifunktionale Schnittstelle zum Partner sowie zu Inhouse-Systemen erlaubt darüber hinaus, die Web-Architektur auch für den Online-Vertrieb,  für Electronic Procurement und andere Supply-Chain-Management-Ansätze zu nutzen - Möglichkeiten, die bislang nur wenige Anbieter von Web-EDI-Systemen sowie Anwender erkannt haben.
Bislang gibt es nur einige spezialisierte Web-EDI-Systeme, die konverterunabhängig und für die besonderen Anforderungen des Web-Business optimiert sind. Anererseits arbeiten EDI-Anbieter mit Nachdruck an Erweiterungen zu bestehenden Systemen. Welches die bessere Wahl ist, gilt es im Einzelfall zu prüfen.
Web-EDI-Lösungen haben das Potential, eine sehr pragmatische Schlüsseltechnologie zu werden. Sie sind das fehlende Glied in der Kette des integrierten Informationsaustauschs, das Praktiker in der Vergangenheit in der E-Commerce- und Supply-Chain-Management Diskusssion vermisst haben.  . . . . .


Gründe für Web-EDI

Angebundener Partner

Web-EDI-Betreiber

Klassisches EDI ist aufgrund eines zu geringen Transaktionsaufkommens unwirtschaftlich EDI-Anbindung auch transaktionsschwacher Gechäftspartner
Meist besteht weder die erforderliche technische Infrastruktur noch das erforderliche EDI-Know-how Steigerung des elektronsichen Geschäftsaufkommens
Web-EDI ist eine einfache, kostengünstige Möglichkeit, um den EDI-Anforderungen des Partners nachzukommen Keine Aufwand für Absprachen, Implementierung und Support beim Partner
Keinerlei Schulungs- und Service-Aufwand erforderlich Nur eine EDI-Inhouse-Schnittstelle erforderlich
  Technologische Voraussetzung für ECR- und SCM-Strategien

Siehe auch EDI.


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